Kamberkrebse besorgen
Kamberkrebse sind im normalen Supermarkt selten. Fischhändler, regionale Bodensee-Fischereien oder gut sortierte Tiefkühlabteilungen können geeignete küchenfertige Tiere führen.
Cremige Krebssuppe
Cremige Suppe aus gerösteten Kamberkrebsen, kräftigem Krebsfond, Wurzelgemüse, Fenchel, Kartoffeln und Sahne.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Für diese Bodensee-Krebssuppe werden küchenfertige Kamberkrebse zunächst im Ofen geröstet und anschließend mit Gemüse, Tomaten, Weißwein, Fischfond und Wasser zu einem aromatischen Fond gekocht. Kartoffeln und Sahne verleihen der passierten Suppe eine samtige Konsistenz.
Samtig und cremig mit kräftigem Krebsaroma, feinen Gemüse- und Kräuternoten sowie einer leichten Frische von Zitrone und trockenen Weinen.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Die aufgetauten Kamberkrebse auf einem Backblech verteilen und etwa 45 bis 60 Minuten rösten, bis sie kräftig duften und deutlich Farbe angenommen haben.
Daran erkennst du es: Die Krebse duften kräftig und haben deutlich Farbe angenommen.
Wichtig: Nur vollständig aufgetaute küchenfertige Krebse verwenden und nach dem Auftauen gekühlt halten.
Zwiebeln, Karotten, Petersilienwurzel, Sellerie, Fenchel, Lauch, Champignons und Knoblauch grob schneiden. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse kräftig anrösten. Die Tomaten zugeben, kurz mitrösten und mit dem Weißwein ablöschen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist deutlich gebräunt und der Weißwein löst die Röststoffe vom Topfboden.
Fischfond, Wasser, Lorbeerblätter, Thymian und Salz einrühren. Die gerösteten Krebse in den Topf geben und alles einmal aufkochen. Den Fond bei kleiner Hitze etwa 3 Stunden offen köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Fond ist deutlich aromatisch und hat eine kräftige Farbe angenommen.
Den Fond zunächst durch ein grobes Sieb, anschließend durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch gießen. Die festen Bestandteile entfernen und den passierten Krebsfond beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Der Fond ist frei von festen Bestandteilen und möglichst klar passiert.
Wichtig: Beim Passieren vorsichtig arbeiten, da der Fond sehr heiß ist.
Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Fenchel und Lauch fein würfeln. Das Öl in einem zweiten Topf erhitzen und das Gemüse darin 5 Minuten anschwitzen. Tomatenmark einrühren und 2 Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich, und das Tomatenmark duftet angeröstet.
Den Topf kurz von der Herdplatte ziehen. Cognac, Sherry und Weißwein angießen, wieder auf die Platte stellen und 3 Minuten einkochen lassen. Kartoffeln schälen, würfeln und mit 750 ml Krebsfond zugeben. Alles etwa 25 Minuten leise kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Die Suppe fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Sahne, Zitronensaft, Thymianblättchen und Estragon einrühren. Mit Salz, weißem Pfeffer und nach Wunsch etwas Chili abschmecken und nur noch vorsichtig erhitzen. Die Suppe heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Suppe ist glatt, samtig und heiß, ohne stark zu kochen.
Gut zu wissen
Kamberkrebse sind im normalen Supermarkt selten. Fischhändler, regionale Bodensee-Fischereien oder gut sortierte Tiefkühlabteilungen können geeignete küchenfertige Tiere führen.
Ein Krusten- oder Fischfond sorgt für Tiefe. Falls kein Krustenfond erhältlich ist, kann eine milde Fischbrühe verwendet werden; die Suppe schmeckt dann etwas weniger kräftig.
Mehligkochende Kartoffeln geben beim Pürieren Körper und unterstützen die samtige Konsistenz der Suppe.
Das Aroma ist meist etwas milder als bei Kamberkrebsen.
Die aufgetauten, küchenfertigen Flusskrebse wie die Kamberkrebse rösten und für den Fond verwenden.
Die Suppe wird etwas weniger tief und kräftig im Geschmack.
Die Fischbrühe in derselben Menge wie den Fischfond verwenden.
Krebse im Ofen deutlich Farbe annehmen lassen und das Gemüse im Topf kräftig anrösten.
Den fertigen Fond vorsichtig weiter reduzieren, um das Aroma zu konzentrieren.
Den Fond nach dem Aufkochen nur bei kleiner Hitze sanft köcheln lassen.
Den Fond erneut durch ein feines Sieb oder Passiertuch geben.
Kartoffeln vollständig weich kochen und die Suppe gründlich pürieren und passieren.
Die Suppe vorsichtig weiter erhitzen oder mit einer kleinen zusätzlichen Menge weich gekochter Kartoffel binden.
Nach dem Einrühren der Sahne nur noch vorsichtig erhitzen.
Die Suppe sofort vom Herd nehmen und nochmals fein pürieren oder durch ein feines Sieb streichen.
Eine mildere Variante mit ganzen Flusskrebsen aus der Tiefkühlung anstelle der Kamberkrebse.
Den Krebsfond vollständig kochen, passieren und abkühlen lassen. Die Suppe kann bis zum Pürierschritt vorbereitet und anschließend gekühlt aufbewahrt werden; Sahne und finale Würzung am besten beim Erwärmen ergänzen.
Die abgekühlte Suppe und den Fond getrennt oder die fertige Suppe in gut verschließbare Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren gründlich durcherhitzen.
Wegen der Sahne und der pürierten Kartoffel kann die Konsistenz nach dem Einfrieren leiden.
Häufig gefragt
Kamberkrebse sind im normalen Supermarkt selten. Frage bei Fischhändlern, regionalen Bodensee-Fischereien oder in gut sortierten Tiefkühlabteilungen nach küchenfertigen ganzen Tieren.
Falls kein Krusten- oder Fischfond erhältlich ist, kannst du eine milde Fischbrühe verwenden. Die Suppe wird dadurch etwas weniger tief und kräftig.
Das grobe Sieb entfernt die größeren Schalen und festen Bestandteile. Das feine Sieb oder Passiertuch hält anschließend kleinere Partikel zurück und sorgt für eine glattere Suppe.
Sie sollte nur noch vorsichtig erhitzt und nicht mehr sprudelnd gekocht werden, damit die Sahne die glatte Konsistenz behält.
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