Quer durch de Gadde mit Rindfleisch

Hessischer Gemüseeintopf

Herzhafter Eintopf mit zart gegartem Rindfleisch, Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, Bohnen, Lauch und Erbsen in kräftiger Brühe.

Zum Rezept
Quer durch de Gadde mit Rindfleisch
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 105 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 15 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Rindfleisch wird zunächst in einer aromatischen Brühe sanft gegart und bleibt dadurch zart.
  • Die Gemüse kommen nacheinander in den Topf, sodass empfindlichere Zutaten nicht zerfallen.
  • Das Durchseihen der Brühe ergibt einen klareren, kräftigen Eintopf ohne die ausgekochten Aromaträger.
  • Petersilie und schwarzer Pfeffer bringen zum Schluss frische und würzige Akzente ein.

Dieser bodenständige Eintopf verbindet Rindfleisch mit abwechslungsreichem Gartengemüse. Die Zutaten werden zeitversetzt in der Brühe gegart, damit Kartoffeln und Gemüse weich werden, aber möglichst ihren eigenen Biss behalten. Petersilie und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer runden den Geschmack ab.

Kräftige, klare Brühe mit zartem Rindfleisch, weich gegarten Kartoffeln und abwechslungsreichem Gemüse. Möhren und Kohlrabi bringen leichte Süße, Bohnen und Erbsen frische Gemüsearomen, während Petersilie und Pfeffer den Eintopf abrunden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Das Rindersuppenfleisch trocken tupfen. Die Zwiebel halbieren und den Sellerie grob würfeln. Kartoffeln, Möhren und Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Bohnen putzen und halbieren, den Lauch in Ringe schneiden.

    30 Minuten
    • Das Gemüse möglichst ähnlich groß schneiden, damit es gleichmäßig gart.
  2. Zwiebel und Fleisch anrösten

    Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel mit der Schnittfläche nach unten 3 bis 4 Minuten anrösten. Das Rindfleisch dazugeben und rundum kurz anbraten.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist an der Schnittfläche deutlich gebräunt, das Fleisch außen angebraten.

    • Den Topf erst gut erhitzen, bevor Öl und Zutaten hineinkommen.
  3. Brühe kochen

    Wasser, Sellerie, Lorbeerblatt, Pfefferkörner und Piment zufügen. Alles aufkochen lassen und den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Den Topf abdecken und die Brühe bei niedriger Hitze etwa 90 Minuten sanft köcheln lassen.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich später leicht mit einer Gabel einstechen und die Brühe köchelt nur sanft.

    • Die Brühe nur sanft bewegen lassen, damit sie möglichst klar bleibt.
  4. Brühe abseihen und Fleisch schneiden

    Das Fleisch aus dem Topf nehmen und kurz ruhen lassen. Die Brühe durch ein Sieb in einen zweiten Topf gießen. Zwiebel, Sellerie und Gewürze werden nicht weiterverwendet.

    • Das Fleisch nur so lange ruhen lassen, bis die Brühe abgegossen ist.
  5. Festes Gemüse garen

    Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Kartoffeln, Möhren und Kohlrabi in die Brühe geben und 12 Minuten sanft kochen lassen.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist fast weich, aber noch formstabil.

    • Die Würfel nicht zu klein schneiden, damit sie beim Weitergaren nicht zerfallen.
  6. Bohnen, Lauch und Erbsen zufügen

    Bohnen und Lauch hinzufügen und weitere 10 Minuten garen. Die Erbsen in den letzten 5 Minuten mitkochen. Das Gemüse soll weich, aber nicht zerfallen sein.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Bohnen und Lauch sind weich, behalten aber noch etwas Biss; die Erbsen sind durchgewärmt.

    • Die Erbsen erst zum Schluss zugeben, damit sie ihre Farbe und Struktur besser behalten.
  7. Fertigstellen und abschmecken

    Das gewürfelte Rindfleisch wieder in den Eintopf geben. Die Petersilie hacken und unterrühren. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken und heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist heiß, die Petersilie frisch eingearbeitet und die Brühe ausgewogen abgeschmeckt.

    • Erst nach dem Einlegen des Fleisches und der Petersilie endgültig salzen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gemüse zeitversetzt garen: Die Gemüsesorten werden nicht gleichzeitig zugegeben. So bleiben Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, Bohnen, Lauch und Erbsen möglichst formstabil und behalten unterschiedliche Texturen.
  • Fleisch kurz ruhen lassen: Das Fleisch ruht kurz, während die Brühe durch das Sieb gegossen wird. Anschließend lässt es sich sauber in Würfel schneiden und wird erst am Ende wieder erwärmt.

Zutatenwissen

Sellerie für die Brühe

Der Knollensellerie wird in der Brühe mitgekocht und anschließend ausgesiebt. Er liefert Würze und Tiefe, ohne als Stück im fertigen Eintopf zu bleiben.

Kartoffelsorte

Festkochende Kartoffeln behalten beim zeitversetzten Garen besser ihre Form und sorgen für einen stückigen Eintopf.

Erbsen erst zum Schluss

Die Erbsen werden nur in den letzten 5 Minuten mitgekocht, damit sie nicht unnötig weich werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Gemüse zerfällt oder wird uneinheitlich gar.

Kartoffeln, Möhren und Kohlrabi zuerst garen; Bohnen und Lauch später und Erbsen erst in den letzten 5 Minuten hinzufügen.

Zerfallenes Gemüse nicht weiter stark umrühren. Bei sehr weichem Gemüse den Eintopf vorsichtig schöpfen und sofort servieren.

Die Brühe wird trüb und das Fleisch kann trocken wirken.

Nach dem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren und die Brühe nur sanft köcheln lassen.

Die Brühe erneut durch ein feines Sieb geben und den Eintopf anschließend vorsichtig erwärmen.

Der Eintopf ist am Ende zu salzig.

Das Salz erst am Ende nach dem Einlegen des Fleisches und der Petersilie nach Geschmack zugeben.

Mit etwas heißem Wasser oder ungesalzener Brühe strecken und erneut abschmecken.

Servieren und kombinieren

  • Mit kräftigem Brot servieren: Ein rustikales Bauernbrot passt gut zur kräftigen Brühe und macht den Eintopf zu einer sättigenden Mahlzeit.
  • Mit zusätzlicher Petersilie vollenden: Kurz vor dem Servieren etwas zusätzliche gehackte Petersilie darüberstreuen, wenn ein frischeres Kräuteraroma gewünscht ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Eintopf vollständig zubereiten, rasch abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Beim Servieren gründlich wieder erhitzen und die Petersilie bei Bedarf frisch ergänzen.

Aufbewahren

Den abgekühlten Eintopf in einen sauberen, dicht schließenden Behälter füllen und im Kühlschrank lagern. Nur die benötigte Menge entnehmen und wieder erhitzen.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.

Einfrieren

Den Eintopf portionsweise vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend im Topf langsam und gründlich erhitzen.

Kartoffeln können nach dem Einfrieren etwas weicher werden; Geschmack und Brühe bleiben gut erhalten.

Aufwärmen

  • Topf: Den Eintopf bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren langsam erhitzen, bis Fleisch, Gemüse und Brühe vollständig heiß sind.

Allergene und Nährwerte

  • Sellerie: enthält · Knollensellerie ist ausdrücklich als Zutat enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann das Rindfleisch im Eintopf zäh werden?

Bei sanftem Köcheln und ausreichender Garzeit wird das Suppenfleisch zart. Starkes Sprudelkochen sollte vermieden werden.

Warum wird das Gemüse nacheinander zugegeben?

Die unterschiedlichen Garzeiten sorgen dafür, dass Kartoffeln, Kohlrabi, Bohnen, Lauch und Erbsen möglichst gleichmäßig gar werden und nicht zerfallen.

Warum wird die Brühe durch ein Sieb gegossen?

Beim Abseihen werden Zwiebel, Sellerie und die Gewürze entfernt. Die Brühe bleibt dadurch klarer, während ihre Aromen erhalten bleiben.

Wann kommen die Erbsen in den Topf?

Die Erbsen werden in den letzten 5 Minuten der Gemüsegarzeit zugegeben.

Aus unserer Küche

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