Gänsekeulen einkaufen
Gänsekeulen sind besonders in der kalten Jahreszeit an der Geflügeltheke, beim Metzger oder auf dem Wochenmarkt erhältlich. Außerhalb der Saison kann eine Vorbestellung sinnvoll sein.
Berliner Festtagsküche
Sanft geschmorte Gänsekeulen mit knuspriger Haut, herzhaftem Grünkohl, karamellisierten Kartoffeln und einer kräftigen Bratensauce für 4 Personen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Gans gehört zu den bekannten Zutaten der Berliner Küche und steht besonders für deftige Festtagsgerichte. In dieser Variante werden Gänsekeulen langsam geschmort und zum Schluss heiß aufgeknuspert. Dazu kommen herzhafter Grünkohl, goldbraune karamellisierte Kartoffeln und eine aromatische Sauce.
Saftiges, kräftig aromatisches Fleisch mit knuspriger Haut trifft auf weich geschmorten, würzigen Grünkohl und außen goldbraune, leicht süß karamellisierte Kartoffeln. Die Sauce ist vollmundig und herzhaft.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Gänsekeulen trocken tupfen und die Haut vorsichtig rautenförmig einschneiden, ohne in das Fleisch zu schneiden. Rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist sauber eingeschnitten, ohne dass das Fleisch verletzt wird.
Zwiebeln, Möhre und Sellerie grob würfeln. Das Gemüse mit Lorbeer, Wacholderbeeren und Geflügelbrühe in einen Bräter geben. Die Gänsekeulen mit der Hautseite nach oben darauflegen.
Daran erkennst du es: Die Keulen liegen mit der Hautseite nach oben auf dem Gemüse.
Die Keulen etwa 1 Stunde und 40 Minuten im Ofen schmoren. Alle 30 Minuten mit dem Bratensaft übergießen. Falls der Bräter trocken läuft, etwas heißes Wasser nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und lässt sich an der dicksten Stelle leicht einstechen.
Wichtig: Bratensaft und Bräter sind sehr heiß; beim Übergießen vorsichtig arbeiten.
Die Gänsekeulen aus dem Bräter nehmen und den Bratensaft durch ein Sieb in einen Topf gießen. Das aufgefangene Fett vorsichtig abschöpfen. Die Keulen wieder auf ein Blech legen und bei 220 °C weitere 10 bis 15 Minuten bräunen, bis die Haut knusprig ist. Die dickste Stelle sollte mindestens 80 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist knusprig und die dickste Stelle erreicht mindestens 80 °C.
Wichtig: Die dickste Stelle der Gänsekeulen sollte mindestens 80 °C erreichen.
Den passierten Bratensaft aufkochen. Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, einrühren und die Sauce kurz köcheln lassen, bis sie leicht bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und läuft langsam vom Löffel.
Wichtig: Heiße Sauce vorsichtig umrühren, da sie beim Aufkochen spritzen kann.
Beim frischen Grünkohl die dicken Blattrippen entfernen und den Kohl gründlich waschen. Zwei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren und anschließend gut abtropfen lassen. Tiefgekühlten Grünkohl nach Packungsangabe vorbereiten.
Daran erkennst du es: Der frische Grünkohl ist zusammengefallen und gut abgetropft.
Wichtig: Beim Abgießen des kochenden Wassers vorsichtig arbeiten.
Die Zwiebel fein würfeln und im Gänseschmalz glasig braten. Den Grünkohl, die Geflügelbrühe, den Senf und die Muskatnuss dazugeben. Alles zugedeckt bei niedriger Hitze 35 bis 40 Minuten schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Grünkohl ist weich geschmort und die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen.
Die Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser etwa 15 bis 18 Minuten vorgaren. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und größere Kartoffeln halbieren.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind knapp gar, behalten aber noch ihre Form.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Kochwassers vorsichtig arbeiten.
Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin rundum goldbraun braten. Zucker darüberstreuen und unter vorsichtigem Wenden karamellisieren lassen. Mit Salz würzen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind goldbraun und der Zucker haftet als dünne karamellisierte Schicht.
Wichtig: Karamellisierter Zucker ist sehr heiß; vorsichtig wenden und Spritzer vermeiden.
Die knusprigen Gänsekeulen mit Grünkohl, karamellisierten Kartoffeln und etwas Sauce auf vorgewärmten Tellern anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Alle Komponenten sind heiß und die Haut der Gänsekeulen bleibt knusprig.
Gut zu wissen
Gänsekeulen sind besonders in der kalten Jahreszeit an der Geflügeltheke, beim Metzger oder auf dem Wochenmarkt erhältlich. Außerhalb der Saison kann eine Vorbestellung sinnvoll sein.
Gänseschmalz gibt dem Grünkohl ein typisches, kräftiges Aroma. Butter kann es ersetzen, verändert aber den Geschmack.
Kleine festkochende Kartoffeln behalten beim Vorgaren und anschließenden Braten ihre Form.
Frischer Grünkohl wird von dicken Blattrippen befreit und blanchiert. Tiefgekühlter Grünkohl wird nach Packungsangabe vorbereitet; beide Varianten sind Alternativen.
Entenkeulen sind meist kleiner und aromatisch kräftiger; die Garzeit kann abweichen.
Entenkeulen nach demselben Grundprinzip schmoren, die Garzeit aber an Größe und Garzustand anpassen.
Das Gericht schmeckt weniger typisch nach Gans und erhält ein milderes Butteraroma.
Butter anstelle des Gänseschmalzes zum Anschwitzen der Zwiebel verwenden.
Die Konsistenz ist meist weicher und die Vorbereitung kürzer.
750 g tiefgekühlten Grünkohl nach Packungsangabe vorbereiten und anstelle des frischen Grünkohls verwenden.
Den Bratensaft regelmäßig über die Keulen geben und bei Bedarf heißes Wasser nachgießen.
Etwas heiße Flüssigkeit ergänzen und die Keulen zugedeckt weitergaren.
Die Keulen vor dem abschließenden Bräunen aus dem Bratensaft nehmen und bei 220 °C fertigstellen.
Die Keulen noch wenige Minuten weiterbräunen und dabei genau beobachten.
Die Kartoffeln nur knapp garen und vorsichtig wenden.
Zerfallene Stücke weiterbraten und als rustikale Kartoffelbeilage servieren.
Speisestärke zuerst mit kaltem Wasser glatt rühren.
Die Sauce durch ein feines Sieb geben und erneut kurz aufkochen.
Der Grünkohl wird mit etwas zusätzlichem Pfeffer und Senf kräftiger abgeschmeckt.
Die karamellisierten Kartoffeln können durch kleine Apfelstücke ergänzt werden.
Gänseschmalz wird durch Butter ersetzt, wodurch der Grünkohl milder schmeckt.
Die Gänsekeulen können bis zu 24 Stunden vorher geschmort werden. Bratensaft und Keulen getrennt kühlen. Vor dem Servieren die Keulen bei hoher Temperatur wieder knusprig bräunen und die Sauce erhitzen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Die knusprige Haut verliert beim Lagern an Knusprigkeit.
Vor dem Verzehr vollständig und gleichmäßig erhitzen.
Gänsekeulen, Grünkohl und Sauce getrennt in geeigneten Gefrierbehältern einfrieren. Kartoffeln möglichst nicht einfrieren, da ihre Konsistenz leiden kann.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen. Die Keulen zum Schluss im Ofen knusprig bräunen.
Die Haut wird nach dem Einfrieren und Auftauen meist weniger knusprig; die Kartoffeln können mehlig oder weich werden.
Häufig gefragt
Beides ist möglich. Grob geschnittener Grünkohl bleibt rustikaler, fein geschnittener Grünkohl wird weicher und gleichmäßiger.
Ja. Verwende 750 g tiefgekühlten Grünkohl und bereite ihn nach Packungsangabe vor. Er ersetzt 1 kg frischen Grünkohl.
Das Fleisch sollte weich sein. Zusätzlich sollte die dickste Stelle beim abschließenden Garen mindestens 80 °C erreichen.
Ja. Butter kann zum Anschwitzen der Zwiebel verwendet werden, verändert aber das Aroma und schmeckt weniger typisch nach Gans.
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