Frankfurter Rippchen mit Apfelweinkraut und Kartoffelstampf

Herzhaftes Pfannengericht

Gepökelte, bereits gegarte Frankfurter Rippchen werden auf sanft geschmortem Sauerkraut mit Apfelwein erwärmt. Cremiger Kartoffelstampf macht daraus einen herzhaften, vollständigen Teller.

Zum Rezept
Frankfurter Rippchen mit Sauerkraut
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Gesamtzeit ca. 70 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Fleisch, Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Binden, Gelieren und Stocken, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Apfelwein bringt fruchtige Säure ins Sauerkraut und ergänzt die kräftig-würzigen Rippchen.
  • Lorbeer, Wacholder, Pfeffer und Nelken geben dem Kraut Tiefe, ohne die Hauptzutaten zu überdecken.
  • Die bereits gegarten Rippchen werden nur sanft erwärmt und bleiben dadurch saftig.
  • Cremiger Kartoffelstampf gleicht die säuerliche Würze des Krauts angenehm aus.

Das Kraut schmort mit Zwiebeln, Apfelwein und aromatischen Gewürzen, während die Kartoffeln weich kochen. Die gegarten Rippchen werden anschließend auf dem Kraut sanft erwärmt – so bleibt das Fleisch saftig und das Sauerkraut bekommt Zeit, die würzigen Aromen aufzunehmen.

Herzhafte, zarte Rippchen treffen auf weich geschmortes, fruchtig-säuerliches Kraut. Der Kartoffelstampf ist warm, cremig und mild; Wacholder und Lorbeer sorgen für eine würzige, aromatische Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen

    Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in einem Topf mit Salzwasser weich kochen. Während sie garen, kannst du das Kraut vorbereiten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.

    • Gleich große Stücke garen gleichmäßiger.
  2. Apfelweinkraut schmoren

    Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebel fein würfeln. Butter in einer breiten Schmorpfanne mit Deckel bei mittlerer Hitze zerlassen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Sauerkraut und Apfelwein zugeben. Lorbeer, Pfefferkörner, Wacholderbeeren und Nelken in ein Gewürzsäckchen oder einen Teefilter füllen und mit in die Pfanne geben. Eine Prise Zucker und zunächst nur wenig Salz hinzufügen. Zugedeckt etwa 30 Minuten sanft schmoren lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Kraut ist weich und aromatisch, die Flüssigkeit sanft in Bewegung, aber nicht stark kochend.

    • Ein Gewürzsäckchen oder Teefilter erleichtert es, die ganzen Gewürze vor dem Servieren zu entfernen.
    • Während das Kraut schmort, die Milch erwärmen und die Kartoffeln abgießen, sobald sie weich sind.
  3. Kartoffelstampf zubereiten

    Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Mit Butter und warmer Milch zu einem cremigen Stampf zerdrücken. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Zugedeckt warm halten, während das Kraut fertig schmort und die Rippchen erwärmt werden.

    Daran erkennst du es: Der Stampf ist cremig und lässt sich leicht mit einem Löffel portionieren.

    • Die Milch erwärmen, damit der Stampf heiß und cremig bleibt.
  4. Rippchen erwärmen und Kraut binden

    Die bereits gegarten Rippchen auf das Sauerkraut legen und zugedeckt bei kleiner Hitze 15 bis 20 Minuten erwärmen. Das Kraut dabei nicht stark kochen lassen. Gewürzsäckchen oder Teefilter entfernen. Speisestärke mit kaltem Wasser in einer kleinen Schüssel glatt rühren, unter das Kraut rühren und kurz köcheln lassen, bis es leicht bindet. Erst jetzt das Sauerkraut mit Salz und Pfeffer abschmecken; die Rippchen bringen bereits Würze mit.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rippchen sind heiß; das Sauerkraut ist leicht gebunden und köchelt nicht stark.

    • Die Stärke erst kurz vor dem Binden anrühren, damit sie sich nicht absetzt.
  5. Anrichten

    Kartoffelstampf auf vier Teller verteilen und die Rippchen mit dem Apfelweinkraut dazugeben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Mit Salz vorsichtig beginnen: Gepökelte Rippchen bringen bereits Würze mit. Das Kraut zunächst nur leicht salzen und erst nach dem Erwärmen der Rippchen endgültig abschmecken.
  • Rippchen beim Metzger: Nach gepökelten, bereits gegarten Rippchen aus dem Kotelettstrang fragen. Geräuchertes Kasseler ist eine mögliche Alternative, schmeckt aber deutlich rauchiger.

Zutatenwissen

Apfelwein

Apfelwein ist im Lebensmittelhandel in Hessen häufig erhältlich. Andernorts lohnt sich die Nachfrage in Getränkemärkten oder in Läden mit regionalen Spezialitäten.

Gegarte Rippchen verwenden

Für dieses Gericht werden gepökelte, bereits gegarte Frankfurter Rippchen verwendet. Sie werden auf dem Kraut nur sanft erwärmt.

Sinnvolle Alternativen

Geräuchertes Kasseler

Das Gericht schmeckt deutlich rauchiger.

Gegartes Kasseler auf das Kraut legen und zugedeckt sanft erwärmen.

Naturtrüber Apfelsaft mit etwas Wasser und einem Spritzer Apfelessig

Das Kraut schmeckt milder und süßlicher.

Apfelsaft mit etwas Wasser und einem Spritzer Apfelessig mischen und anstelle des Apfelweins verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Sauerkraut kocht stark, während die Rippchen erwärmt werden.

Die Rippchen zugedeckt bei kleiner Hitze erwärmen und das Kraut nur sanft köcheln lassen.

Hitze reduzieren und die Pfanne zugedeckt weiter erwärmen.

Das fertige Kraut schmeckt zu salzig.

Zu Beginn nur wenig Salz zugeben und erst nach dem Erwärmen der Rippchen abschmecken.

Die Bindung wird klumpig.

Stärke und kaltes Wasser in einer kleinen Schüssel zu einer glatten Mischung verrühren, bevor sie ins Kraut kommt.

Größere Klümpchen aus dem Kraut nehmen und die Mischung vorsichtig glatt rühren.

Varianten

Mit Kasseler

Gegartes, geräuchertes Kasseler kann anstelle der Frankfurter Rippchen verwendet werden. Das Gericht erhält dadurch eine deutlich rauchigere Note.

Mildere Variante ohne Apfelwein

Eine Mischung aus naturtrübem Apfelsaft, etwas Wasser und einem Spritzer Apfelessig ergibt ein milderes und süßlicheres Kraut.

Servieren und kombinieren

  • Mit Kartoffelstampf servieren: Die Rippchen mit dem Apfelweinkraut neben einer Portion cremigem Kartoffelstampf anrichten.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Enthalten durch Butter und Milch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Müssen die Frankfurter Rippchen noch gegart werden?

Nein. Für dieses Gericht werden bereits gegarte Rippchen verwendet. Sie werden zugedeckt auf dem Sauerkraut bei kleiner Hitze 15 bis 20 Minuten erwärmt.

Kann ich statt Frankfurter Rippchen Kasseler verwenden?

Ja. Geräuchertes Kasseler ist eine mögliche Alternative; das Gericht schmeckt damit deutlich rauchiger.

Was kann ich statt Apfelwein verwenden?

Naturtrüber Apfelsaft mit etwas Wasser und einem Spritzer Apfelessig ist eine mögliche Alternative. Das Kraut schmeckt dann milder und süßlicher.

Wann sollte ich das Sauerkraut salzen?

Gib zunächst nur wenig Salz hinzu. Schmecke das Kraut erst endgültig ab, nachdem die Rippchen erwärmt wurden, denn sie bringen bereits Würze mit.

Aus unserer Küche

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