Kaiser-Wilhelm-Kartoffelsuppe

Kräftige Kartoffelsuppe

Herzhafte Brandenburger Kartoffelsuppe mit passierten Kartoffeln, Gemüsewürfeln, Rinderbrühe, Speck und Majoran.

Zum Rezept
Brandenburgs kräftiger Suppentopf
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Gesamtzeit ca. 65 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Passieren eines Teils der Kartoffeln bindet die Suppe ohne zusätzliche Verdickungsmittel.
  • Die Speckschwarte gibt der Brühe während des Kochens Tiefe und eine herzhafte Note.
  • Gerösteter Speck, Majoran und frische Petersilie sorgen am Ende für kräftiges Aroma und Kontrast.

Diese kräftige Kartoffelsuppe verbindet eine sämige Brühe mit kleinen Gemüsewürfeln, geröstetem Speck und Majoran. Ein Teil der Kartoffeln wird passiert, während der Rest mit dem SuppengrünEine Mischung aus aromatischem Wurzelgemüse, Lauch und Kräutern für Suppen, Brühen und Saucen. als Einlage gart. So entsteht eine cremige Bindung mit herzhaftem Biss.

Sämig und heiß, mit weichen Kartoffeln und zarten Gemüsewürfeln. Die Suppe schmeckt herzhaft nach Brühe und Speck, wird von Majoran und Petersilie aromatisch abgerundet und erhält durch den gerösteten Speck einen leicht knusprigen Akzent.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln und Suppengrün vorbereiten

    Suppengrün putzen. Kartoffeln schälen und waschen. Etwa zwei Drittel der Kartoffeln und die Hälfte des Suppengrüns grob würfeln. Die übrigen Kartoffeln und das restliche Suppengrün in kleine Würfel schneiden und beiseitestellen.

    • Die groben Stücke garen später in der Brühe und werden anschließend passiert.
    • Die kleinen Würfel möglichst gleichmäßig schneiden, damit sie später gleichzeitig weich werden.
  2. Grundsuppe kochen

    Die groben Kartoffel- und Gemüsewürfel mit der Rinderbrühe in den großen Topf geben. SpeckschwarteDie an einem Stück Speck haftende Haut, die beim Schmoren oder Auslassen Geschmack und Gelierstoffe beitragen kann., Kümmel, Lorbeerblatt und die angedrückte Knoblauchzehe hinzufügen. Alles aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich sind.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die groben Kartoffelstücke lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.

    • Die Brühe soll während des Garens nur sanft kochen, damit die Kartoffeln gleichmäßig weich werden.
  3. Suppe passieren

    Speckschwarte, Lorbeerblatt und Knoblauch entfernen. Die gekochte Suppe durch ein Sieb streichen und wieder in den Topf geben.

    Daran erkennst du es: Die passierte Suppe ist gleichmäßig sämig und frei von groben Stücken der Grundzutaten.

    • Die Speckschwarte wird nicht mitpassiert, sondern vor dem Passieren entfernt.
  4. Gemüseeinlage garen

    30 g Butter in der Pfanne erhitzen. Die zurückbehaltenen Kartoffel- und Gemüsewürfel darin kurz anschwitzen, in die passierte Suppe geben und etwa 25 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Einlage weich ist.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die kleinen Kartoffel- und Gemüsewürfel sind weich, behalten aber ihre Form.

    • Die Gemüsewürfel nur kurz anschwitzen; sie sollen leicht aromatisiert, aber nicht stark gebräunt werden.
  5. Speck und Zwiebel rösten

    Zwiebel und mageren Speck fein würfeln. Beides in der Pfanne knusprig anrösten. Den Majoran darüberstreuen, kurz mitschwenken und anschließend in die Suppe geben.

    Daran erkennst du es: Der Speck ist knusprig und die Zwiebel leicht gebräunt.

    • Den Majoran erst am Ende der Röstphase zugeben, damit er nicht verbrennt.
  6. Verfeinern und abschmecken

    Petersilie fein hacken und mit der kalten Butter unter die heiße Suppe rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig eingerührt und die Suppe schmeckt ausgewogen abgeschmeckt.

    • Die kalte Butter sorgt für einen runden Geschmack und eine glänzende, weichere Textur.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Sämige Bindung: Das Passieren eines Teils der Kartoffeln bindet die Suppe, während die zurückbehaltenen Würfel für Struktur sorgen.
  • Speckschwarte optional: Die Speckschwarte kann weggelassen werden; die Suppe schmeckt dann etwas weniger speckig.
  • Majoran spät zugeben: Majoran erst kurz vor dem Einrühren in die Suppe mitschwenken, damit sein Aroma erhalten bleibt.

Zutatenwissen

Speckschwarte besorgen

Speckschwarte ist meist beim Metzger oder an der Fleischtheke erhältlich. Sie gibt der Brühe während des Kochens zusätzliche Specknote.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut, weil sie beim Passieren eine sämige Bindung ergeben.

Suppengrün aufteilen

Die Hälfte des Suppengrüns wird grob für die Grundsuppe geschnitten, die andere Hälfte klein für die spätere Einlage.

Sinnvolle Alternativen

Keine Ersatzzutat

Die Suppe wird etwas weniger kräftig und weniger speckig.

Die Speckschwarte einfach weglassen und die Suppe wie beschrieben kochen.

Pflanzliche Margarine

Die Suppe bleibt cremig, schmeckt aber etwas anders und ist abhängig vom Produkt weniger milchig.

Beide Butterangaben durch eine zum Braten geeignete pflanzliche Margarine ersetzen.

Gemüsebrühe

Die Suppe schmeckt leichter und enthält kein Rindfleischaroma.

Die Rinderbrühe vollständig durch Gemüsebrühe ersetzen und die Suppe vor dem Salzen abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kartoffel- und Gemüsewürfel zerfallen vollständig.

Die Einlage erst nach dem Passieren zugeben und bei sanfter Hitze garen, bis sie gerade weich ist.

Falls die Suppe zu dick wird, vorsichtig etwas Brühe ergänzen und die verbliebenen Stücke nur noch kurz erwärmen.

Speck und Majoran schmecken bitter.

Den Speck unter Beobachtung rösten und den Majoran erst am Ende kurz mitschwenken.

Die geröstete Mischung nicht vollständig verwenden, falls sie deutlich verbrannt schmeckt.

Die Suppe wird nach dem Passieren zu kompakt.

Die Suppe sanft köcheln lassen und bei Bedarf mit etwas Brühe auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Mit zusätzlicher heißer Brühe verdünnen und anschließend erneut abschmecken.

Varianten

Vegetarische Variante

Eine fleischfreie Version mit Gemüsebrühe und ohne Speckschwarte und mageren Speck.

Kräftigere Speckeinlage

Mehr gerösteter Speck verstärkt den herzhaften Charakter der Suppe.

Frische Kräutervariante

Mehr frische Petersilie macht die Suppe am Ende heller und kräuterbetonter.

Servieren und kombinieren

  • Heiß als sättigende Suppe servieren: Die Suppe heiß in tiefen Tellern oder Schalen anrichten und mit etwas Petersilie sowie dem gerösteten Speck garnieren.
  • Mit kräftigem Brot: Ein rustikales Bauernbrot oder Roggenbrot passt gut zur sämigen Suppe und nimmt die Brühe auf.
  • Als wärmende Vorspeise: Für ein mehrgängiges Essen kleinere Portionen servieren und die Speckmenge als Einlage entsprechend zurückhaltend dosieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Suppe kann bis zu einem Tag im Voraus gekocht werden. Petersilie und kalte Butter möglichst erst beim Erwärmen unterrühren, damit das Aroma frisch bleibt.

Aufbewahren

Die Suppe nach dem Kochen zügig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Nur die benötigte Menge entnehmen und gründlich erhitzen.

Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die Kartoffelstruktur und die Bindung können sich nach dem Einfrieren verändern.

Aufwärmen

  • Topf: Die Suppe bei mittlerer Hitze langsam erhitzen und regelmäßig umrühren, damit die sämige Masse nicht am Topfboden ansetzt.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter ist in der Zutatenliste enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Speckschwarte weglassen?

Ja. Die Suppe wird dann etwas weniger speckig, funktioniert aber weiterhin.

Was mache ich, wenn die Kartoffelsuppe zu dick wird?

Etwas heiße Brühe einrühren und die Suppe anschließend erneut mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Warum werden mehligkochende Kartoffeln verwendet?

Sie lassen sich gut passieren und geben der Suppe eine natürliche sämige Bindung.

Warum wird das Suppengrün aufgeteilt?

Eine grobe Hälfte aromatisiert die Grundsuppe, während die fein gewürfelte Hälfte als sichtbare Einlage erhalten bleibt.

Aus unserer Küche

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