Geräuchertes Paprikapulver
Geräuchertes Paprikapulver bringt eine deutliche Rauchnote. Falls es nicht verfügbar ist, kann es durch edelsüßes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Rauchsalz ersetzt werden; das Aroma wird milder.
Bayerische Knödelküche
Würzige Paprikaknödel aus Knödelbrot, Tomatenmark und Bergkäse mit cremigem Rahmsauerkraut und gebratenen säuerlichen Äpfeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Paprikaknödel mit Rahmsauerkraut und Apfel verbinden kräftige Würze, cremige Säure und eine feine fruchtige Süße. Die Knödel werden aus Knödelbrot geformt, in siedendem Wasser gar gezogen und mit geschmortem Sauerkraut sowie gebratenen Apfelscheiben serviert.
Die Knödel sind weich, kompakt und würzig mit einer leichten Rauchnote. Das Rahmsauerkraut ist cremig und säuerlich, während die gebratenen Apfelscheiben bissfest bleiben und eine milde Süße beitragen.
Schritt für Schritt
Die Zwiebel in der Butter glasig dünsten. Den Zucker einstreuen und kurz schmelzen lassen. Sauerkraut, Apfelsaft und Weißwein oder Wasser dazugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 35 bis 40 Minuten weich schmoren. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Während das Kraut schmort, die Knödelmasse vorbereiten.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und aromatisch, aber nicht trocken.
Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Sellerie darin bei mittlerer Hitze weich dünsten. Tomatenmark und geräuchertes Paprikapulver einrühren und etwa 1 Minute mitrösten. Die Milch angießen, kurz erwärmen und die Mischung über das Knödelbrot geben. Vorsichtig vermengen und 10 Minuten quellen lassen.
Daran erkennst du es: Das Knödelbrot ist gleichmäßig durchfeuchtet, aber nicht breiig.
Eier, Bergkäse, Zitronenabrieb und Kümmel unter die Knödelmasse arbeiten. Mit Salz und Pfeffer würzen und weitere 10 Minuten ruhen lassen. Ist die Masse zu weich, nach und nach Semmelbrösel einarbeiten. Mit angefeuchteten Händen 12 gleich große Knödel formen.
Daran erkennst du es: Die Masse lässt sich zu formstabilen Knödeln formen, ohne auseinanderzulaufen.
Das Salzwasser aufkochen, die Hitze deutlich reduzieren und die Knödel vorsichtig einlegen. Sie sollen nur leicht sieden und nicht sprudelnd kochen. Je nach Größe 12 bis 15 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen.
Daran erkennst du es: Die Knödel steigen an die Oberfläche und sind durchgehend fest, aber noch saftig.
Die Sahne unter das Sauerkraut rühren. Die fein geriebene Kartoffel einarbeiten und das Kraut weitere 5 bis 8 Minuten offen köcheln lassen, bis es cremig bindet. Mit Meerrettich, Salz und etwas Zucker abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist cremig gebunden und haftet leicht am Kochlöffel.
Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dicke Scheiben schneiden. Butter und Zucker in einer Pfanne erhitzen und die Apfelscheiben bei mittlerer Hitze von beiden Seiten bissfest braten. Dieser Schritt kann parallel zum Garen der Knödel erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Apfelscheiben sind außen leicht gebräunt und innen noch bissfest.
Das Rahmsauerkraut auf Teller verteilen, die Paprikaknödel daraufsetzen und die gebratenen Apfelscheiben daneben anrichten. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Komponenten sind heiß und unmittelbar servierbereit.
Gut zu wissen
Geräuchertes Paprikapulver bringt eine deutliche Rauchnote. Falls es nicht verfügbar ist, kann es durch edelsüßes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Rauchsalz ersetzt werden; das Aroma wird milder.
Das Sauerkraut wird direkt aus der verzehrfertigen Packung verwendet. Je nach Säure und Salzgehalt erst am Ende mit Salz und Zucker abschmecken.
Säuerliche, feste Äpfel behalten beim Braten besser ihre Form und setzen einen klaren Kontrast zum cremigen Sauerkraut.
Die Knödel schmecken milder geräuchert und etwas süßer.
Das edelsüße Paprikapulver wie im Rezept verwenden und mit einer kleinen Prise Rauchsalz ergänzen.
Die Säure und Tiefe des Sauerkrauts fallen etwas milder aus.
Den Weißwein vollständig durch 100 ml Wasser ersetzen.
Die Knödel können etwas weniger vollmundig schmecken; ein neutraler Pflanzendrink verändert die Würzung am wenigsten.
Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink ersetzen. Für eine vollständig pflanzliche Variante müssen zusätzlich Eier, Bergkäse, Butter und Sahne ersetzt werden.
Die Masse vollständig quellen und ruhen lassen. Semmelbrösel nur nach und nach einarbeiten, bis sie formstabil wird.
Etwas zusätzliche Semmelbrösel einarbeiten, die Masse erneut kurz ruhen lassen und zunächst einen Probeknödel garen.
Nach dem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren und die Knödel nur leicht sieden lassen.
Die Hitze sofort reduzieren und die restlichen Knödel besonders vorsichtig einlegen.
Erst am Ende abschmecken und Zucker nur schrittweise ergänzen.
Mit etwas zusätzlicher Sahne oder einer kleinen Menge Zucker abrunden.
Die Äpfel in dicke Scheiben schneiden und nur bissfest braten.
Weitere Apfelscheiben kurz und heiß anbraten und die weichen Scheiben nur vorsichtig unterheben.
Gebratene Pilze ergänzen das Gericht um eine erdige, herzhafte Komponente.
Der Weißwein wird vollständig durch Wasser ersetzt.
Eine mildere Variante ohne geräuchertes Paprikapulver.
Die Knödelmasse kann bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank vorbereitet werden. Vor dem Formen kurz durchkneten und die Konsistenz prüfen. Sauerkraut und Äpfel lassen sich ebenfalls vorbereiten; die Äpfel schmecken jedoch frisch gebraten am besten.
Gegarte Knödel, Rahmsauerkraut und Äpfel getrennt voneinander abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Reste nach dem Servieren zeitnah kühlen und nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Durch Kartoffelbindung, Sahne und gebratene Äpfel kann die Textur nach dem Einfrieren und Auftauen deutlich weicher werden.
Häufig gefragt
Die Masse zunächst vollständig quellen und ruhen lassen. Falls sie danach noch zu weich ist, nach und nach Semmelbrösel einarbeiten und zuerst einen Probeknödel gar ziehen lassen.
Stark sprudelndes Wasser kann die geformte Knödelmasse aufreißen. Nach dem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren und die Knödel nur leicht sieden lassen.
Ja. Die im Rezept vorgesehenen 100 ml Weißwein können vollständig durch Wasser ersetzt werden. Das Rahmsauerkraut schmeckt dann etwas milder.
Feste, säuerliche Äpfel behalten beim Braten ihre Form und bilden einen guten Kontrast zum cremigen Sauerkraut.
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