Mehl Type 405 oder 550
Beide angegebenen Weizenmehltypen eignen sich für den Kartoffelteig. Die genaue benötigte Menge kann je nach Kartoffelfeuchtigkeit leicht variieren; der Teig soll weich bleiben.
Pfälzer Kartoffel-Nudelgericht
Herzhafte Pfälzer Buwespitzle aus Kartoffelteig werden zunächst gegart und anschließend in ButterschmalzButterreinfett aus Butter, dem Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker weitgehend entzogen wurden. goldbraun gebraten. Dazu kommen mild-säuerliches Weinsauerkraut, knusprige Speckwürfel und frische Petersilie.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pfälzer Buwespitzle sind längliche Kartoffelnudeln mit weich-lockerer Mitte und goldbrauner Oberfläche. In dieser Variante treffen sie auf langsam gegartes Weinsauerkraut, knusprig ausgelassenen Speck und einen Hauch Petersilie.
Außen knusprig und goldbraun, innen weich und locker; dazu cremig-saftiges, mild-säuerliches Sauerkraut, salzig-knuspriger Speck und frische Petersilie.
Schritt für Schritt
Kartoffeln waschen und in leicht gesalzenem Wasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, schälen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das kochende Wasser achten.
Kartoffeln mit Salz und Muskatnuss würzen. Eigelb und Mehl dazugeben und alles rasch zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Nicht länger als nötig kneten, damit die Masse locker bleibt.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und lässt sich gerade eben formen.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu fingerdicken Rollen formen und in etwa 4 bis 5 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke zwischen den Handflächen zu länglichen Nudeln mit leicht zugespitzten Enden rollen.
Daran erkennst du es: Alle Stücke sind annähernd gleich dick, damit sie gleichmäßig garen.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Sieden bringen. Die Buwespitzle portionsweise hineingeben und garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen, mit dem Öl vermengen und ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Buwespitzle steigen an die Oberfläche und sind durchgegart.
Wichtig: Die Buwespitzle vorsichtig ins siedende Wasser geben und beim Herausheben auf Spritzwasser achten.
Für das Weinsauerkraut das Sauerkraut abtropfen lassen. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig, aber noch nicht dunkel gebräunt.
Weißwein und Gemüsebrühe angießen. Lorbeerblätter, Pfeffer und Sauerkraut dazugeben. Alles aufkochen und das Kraut etwa 30 Minuten zugedeckt leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und der Sud aromatisch durchgezogen.
Wichtig: Beim Angießen können heiße Flüssigkeit und Dampf aufsteigen.
Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt rühren. Unter das Sauerkraut mischen und 2 Minuten weiterköcheln lassen, bis der Sud leicht bindet. Mit Salz abschmecken und warm halten.
Daran erkennst du es: Der Sud bindet leicht und bleibt noch fließfähig.
Speckwürfel in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett knusprig auslassen. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Speckwürfel sind goldbraun und knusprig.
Wichtig: Beim Auslassen kann heißes Fett spritzen.
Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Buwespitzle darin unter vorsichtigem Wenden 8 bis 10 Minuten goldbraun braten.
Daran erkennst du es: Die Buwespitzle sind rundum goldbraun und außen leicht knusprig.
Wichtig: Butterschmalz und Pfanne werden sehr heiß; vorsichtig wenden.
Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Weinsauerkraut auf Teller verteilen, die gebratenen Buwespitzle daraufsetzen und mit Speckwürfeln und Petersilie bestreuen. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Gericht wird heiß serviert und die Speckwürfel bleiben knusprig.
Gut zu wissen
Beide angegebenen Weizenmehltypen eignen sich für den Kartoffelteig. Die genaue benötigte Menge kann je nach Kartoffelfeuchtigkeit leicht variieren; der Teig soll weich bleiben.
Das Weinsauerkraut lebt vom Zusammenspiel aus milder Weinsäure und der eigenen Säure des Sauerkrauts. Vor dem Servieren abschmecken und nicht unnötig weiter einkochen.
Butterschmalz eignet sich für die abschließende Bräunung der Buwespitzle und unterstützt eine aromatische, goldbraune Oberfläche.
Der Speck wird ohne zusätzliches Fett ausgelassen und erst beim Anrichten auf das Gericht gegeben. So bleibt seine knusprige Struktur besser erhalten.
Der Teig kann etwas empfindlicher und weniger elastisch werden.
Eine glutenfreie Mehlmischung für herzhafte Teige verwenden und zunächst etwas weniger einarbeiten. Die endgültige Menge nach der Konsistenz des weichen, formbaren Teigs bestimmen.
Das Sauerkraut erhält weniger Butteraroma und wird milchfrei.
Das Öl zum Anschwitzen der Zwiebeln verwenden. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Die knusprige, rauchig-salzige Garnitur bleibt erhalten, ihr Aroma hängt vom verwendeten Produkt ab.
Die pflanzliche Alternative entsprechend der Packungsanleitung oder in wenig Öl knusprig braten.
Das Sauerkraut wird weniger weinartig, behält aber eine leichte Säure.
Den Weißwein durch Gemüsebrühe ersetzen und den Apfelessig erst gegen Ende vorsichtig einrühren und abschmecken.
Kartoffeln nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen, warm pressen und den Teig nur rasch verbinden.
Etwas zusätzliches Mehl portionsweise einarbeiten, ohne den Teig lange zu kneten.
Ein Probestück garen, den Teig bei Bedarf vorsichtig mit etwas Mehl stabilisieren und die Nudeln portionsweise ins siedende Wasser geben.
Die restlichen Stücke kleiner formen und das Wasser nur leicht sieden lassen.
Gut abtropfen und ausdampfen lassen und die Buwespitzle möglichst in einer lockeren Lage braten.
In mehreren Portionen bei ausreichend hoher Hitze nachbraten.
Das Kraut zugedeckt leise köcheln lassen und gelegentlich kontrollieren.
Mit wenig Gemüsebrühe oder Wasser verlängern und erneut abschmecken.
Den Speck bei mittlerer Hitze langsam knusprig werden lassen und regelmäßig wenden.
Verbrannte Speckwürfel nicht weiterverwenden; eine neue kleine Portion auslassen.
Die gegarten Buwespitzle werden in zwei Portionen mit etwas mehr Abstand gebraten, damit möglichst viel Oberfläche direkten Kontakt zur Pfanne hat.
Der Speck wird durch eine vegetarische knusprige Garnitur ersetzt oder vollständig weggelassen.
Das Sauerkraut wird ohne Weißwein mit Gemüsebrühe und etwas Säure abgeschmeckt.
Die fertigen Buwespitzle werden mit etwas mehr frischer Petersilie und zusätzlich fein geschnittenem Schnittlauch serviert.
Das Weinsauerkraut kann bis zu 12 Stunden vorher zubereitet und abgedeckt gekühlt werden. Die Buwespitzle können geformt, gut bemehlt und ebenfalls kurzfristig gekühlt aufbewahrt werden; vor dem Braten temperieren lassen.
Buwespitzle, Sauerkraut und Speck möglichst getrennt lagern. Nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank stellen und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Speisen nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Die Kartoffelteigstruktur und die Knusprigkeit der gebratenen Buwespitzle können beim Einfrieren deutlich leiden.
Häufig gefragt
Buwespitzle sind längliche, handgerollte Kartoffelnudeln aus Kartoffelteig. Sie werden in diesem Rezept zunächst im Wasser gegart und anschließend in der Pfanne goldbraun gebraten.
Der Teig sollte möglichst frisch verarbeitet werden, weil er mit der Zeit weicher und klebriger werden kann. Das geformte Gericht lässt sich kurzfristig gut bemehlt zwischenlagern.
Das Kochen gart den Kartoffelteig vollständig. Beim anschließenden Braten entsteht die aromatische goldbraune Kruste, während das Innere weich bleibt.
Ja, bereits gegartes Sauerkraut kann verwendet werden. Die Kochzeit im Weinsud sollte dann verkürzt werden, damit das Kraut nicht zu weich wird.
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