Rehfleisch auswählen
Rehschulter oder Rehkeule sollte pariert und für gleichmäßiges Schmoren in etwa 4 cm große Würfel geschnitten sein. Hirschschulter ist eine mögliche, kräftiger schmeckende Alternative.
Wildgericht aus der Pfalz
Zart geschmortes Rehfleisch in einer kräftigen Rotwein-WildfondWildfond ist eine kräftige Grundbrühe aus Wildknochen oder Wildabschnitten, die als Basis für Saucen, Suppen und Schmorgerichte dient.-Sauce, serviert mit nussigen Haselnuss-Spätzle und fruchtigem QuittengeleeGelee aus Quitten beziehungsweise Quittensaft mit fruchtigem, leicht herb-säuerlichem Aroma..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses festliche Rehragout verbindet kräftige Wildaromen mit der dunklen Tiefe von trockenem Rotwein und Wildfond. Die handgeschabten Haselnuss-Spätzle bringen eine warme, nussige Beilage auf den Teller, während Quittengelee der Sauce und dem Anrichten einen fruchtigen Akzent gibt.
Das Ragout duftet würzig nach Rotwein, Wacholder und Thymian. Das Fleisch wird weich, die Sauce dunkel, glänzend und vollmundig, während die Spätzle zart und leicht nussig schmecken. Quittengelee bringt eine klare, fruchtige Süße mit feiner Säure.
Schritt für Schritt
Das Rehfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Das Rapsöl in einem schweren Schmortopf erhitzen und das Fleisch portionsweise bei kräftiger Hitze anbraten, damit es gut bräunt. Jede Portion herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundum kräftig gebräunt.
Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lauch im Bratfett etwa 6 Minuten anrösten. Den Knoblauch kurz mitbraten, dann das Tomatenmark einrühren und 1 Minute rösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und das Tomatenmark duftet geröstet.
Mit etwa 250 ml Rotwein ablöschen und den Bratensatz gründlich lösen. Den Wein bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einkochen lassen. Das Fleisch wieder in den Topf geben und den restlichen Wein sowie den Wildfond angießen.
Daran erkennst du es: Der Bratensatz ist gelöst und der erste Weinanteil deutlich reduziert.
Lorbeer, Wacholder, Piment, Nelke und Thymian hinzufügen. Den Topf zugedeckt im vorgeheizten Backofen bei 150 °C Ober- und Unterhitze etwa 90 bis 110 Minuten schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist. Alternativ das Ragout auf dem Herd bei sehr kleiner Hitze sanft schmoren lassen. Während dieser Zeit kann der Spätzleteig vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel teilen und die Sauce bewegt sich nur sanft.
Das Fleisch aus der Sauce heben und warm halten. Die Sauce durch ein Sieb gießen, das Gemüse leicht ausdrücken und die Flüssigkeit wieder in den Topf geben. Die Sauce offen einige Minuten einkochen lassen, Quittengelee und Rotweinessig einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die kalte Butter einrühren, bis die Sauce glänzt, dann das Fleisch wieder hineinlegen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt, glänzt und schmeckt ausgewogen süßlich-säuerlich.
Mehl, Eier, Haselnüsse, Mineralwasser, Salz und Muskatnuss zu einem zähen Teig verrühren. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen. In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh und fällt schwer vom Löffel.
Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder einen Spätzlehobel ins kochende Wasser geben. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, noch etwa 1 Minute garen, mit einer Schaumkelle herausheben und abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle steigen an die Oberfläche und sind nach der zusätzlichen Garzeit weich, aber nicht breiig.
Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die Spätzle darin vorsichtig schwenken. Das Rehragout mit der Sauce und den Haselnuss-Spätzle anrichten. Das übrige Quittengelee auf die Teller verteilen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Spätzle sind vollständig erwärmt und glänzen leicht von der Butter.
Gut zu wissen
Rehschulter oder Rehkeule sollte pariert und für gleichmäßiges Schmoren in etwa 4 cm große Würfel geschnitten sein. Hirschschulter ist eine mögliche, kräftiger schmeckende Alternative.
Wildfond ist in gut sortierten Supermärkten, Metzgereien und Wildläden erhältlich. Kräftiger Rinderfond kann ihn ersetzen; die Sauce schmeckt dann weniger waldig.
Ein Teil des Quittengelees rundet die Sauce ab, der übrige Teil wird erst beim Anrichten auf die Teller gegeben. Preiselbeerkompott bringt eine deutlich beerigere Säure.
Der Geschmack wird etwas kräftiger und dunkler.
Hirschschulter ebenso parieren, würfeln und portionsweise anbraten. Die Schmorzeit nach der Zartheit des Fleisches richten.
Die Sauce wird etwas weniger würzig und waldig.
Den Rinderfond an derselben Stelle und in derselben Menge wie den Wildfond angießen.
Die fruchtige Note wird beeriger und säuerlicher.
Preiselbeerkompott nach Geschmack in die Sauce rühren und zum Anrichten verwenden.
Das Fleisch portionsweise bei kräftiger Hitze anbraten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen, die Flüssigkeit etwas einkochen lassen und anschließend mit der nächsten Portion fortfahren.
Das Tomatenmark nur etwa 1 Minute rösten und anschließend direkt mit Rotwein ablöschen.
Mit zusätzlichem Fond verdünnen und die Sauce nach dem Passieren mit etwas Quittengelee ausbalancieren.
Das Ragout zugedeckt und bei niedriger, gleichmäßiger Hitze schmoren lassen.
Mit etwas Fond oder Wasser auffüllen und bei sehr kleiner Hitze weiter schmoren, bis das Fleisch zart ist.
Portionsweise arbeiten und die Spätzle nach dem Aufsteigen nur noch etwa 1 Minute garen.
Die gegarten Spätzle kurz mit warmem Wasser lockern, gut abtropfen lassen und vorsichtig in Butter schwenken.
Das Ragout kann alternativ im geschlossenen Schmortopf auf dem Herd bei sehr kleiner Hitze sanft geschmort werden.
Das Ragout kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und abgekühlt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Servieren langsam erwärmen und die Haselnuss-Spätzle frisch zubereiten.
Ragout und Sauce nach dem Abkühlen getrennt oder zusammen in einem dicht schließenden Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Spätzle möglichst separat lagern.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Qualität der Haselnuss-Spätzle kann beim Einfrieren leiden; für eine bessere Textur die Spätzle frisch zubereiten.
Häufig gefragt
Ja. Hirschschulter ist eine mögliche Alternative und schmeckt etwas kräftiger und dunkler. Die Menge bleibt gleich; die Garzeit richtet sich nach der Zartheit des Fleisches.
Der Teig soll zäh und elastisch sein und schwer vom Löffel fallen. Nach dem Anrühren ruht er 10 Minuten, bevor er portionsweise ins kochende Wasser gegeben wird.
Kräftiger Rinderfond eignet sich als Ersatz. Die Sauce wird dadurch etwas weniger würzig und waldig.
Preiselbeerkompott ist eine mögliche Alternative. Es bringt eine deutlich beerigere Säure und kann sowohl in der Sauce als auch zum Anrichten verwendet werden.
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