Schmorgurken auswählen
Schmorgurken sind fleischiger und wasserärmer als Salatgurken. Sie eignen sich deshalb besonders gut zum Schmoren und behalten besser ihre Struktur.
Herzhaftes Schupfnudel-Hauptgericht
Selbst gemachte, goldbraun gebratene Schupfnudeln mit geschmorten Gurken, Dill und zart erwärmter Räucherforelle.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Brandenburg-inspirierte Hauptspeise verbindet selbst gemachte Schupfnudeln mit einer herzhaften Schmorgurkensauce und rauchiger Räucherforelle. Gurkenwasser, Senf und Dill geben der cremigen Sauce eine frische, würzige Säure.
Außen knusprige, innen zarte Schupfnudeln treffen auf weiche, noch leicht bissfeste Gurken in einer cremigen, dilligen Sauce. Die Räucherforelle bringt zarte Fasern, feine Rauchnoten und einen herzhaften Abschluss.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln mit Schale in reichlich Salzwasser weich kochen. Abgießen, fünf Minuten ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer durchstechen.
Die warmen Kartoffeln mit Eigelb, Weizenmehl, Speisestärke, dem abgemessenen Salz und Muskatnuss rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig auf der mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche in fingerdicke Rollen formen, in etwa 5 cm lange Stücke schneiden und die Enden leicht spitz rollen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gerade glatt verbunden und klebt nur wenig.
Die Schupfnudeln portionsweise in siedendes Salzwasser geben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa zwei Minuten ziehen lassen, mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln steigen an die Oberfläche und sind außen stabil.
Wichtig: Beim Herausheben auf spritzendes heißes Wasser achten.
Die SchmorgurkenKräftige Freilandgurke mit festerem Fruchtfleisch, die sich besonders zum Schmoren und Kochen eignet. schälen, längs halbieren, entkernen und in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. Die SpreewaldgurkenEingelegte Gurken aus der Wirtschaftsregion Spreewald mit geschützter geografischer Angabe. würfeln, die Zwiebel fein hacken, den Speck klein würfeln und die Räucherforelle grob zupfen.
Den Speck in einer großen Pfanne auslassen. Die Zwiebel darin glasig braten, Schmorgurken und Zucker zugeben und fünf Minuten unter Wenden schmoren. Das Mehl darüberstäuben, kurz anschwitzen und die Gemüsebrühe angießen. Alles zehn bis zwölf Minuten bei mittlerer Hitze garen, bis die Gurken weich, aber noch bissfest sind.
Daran erkennst du es: Die Gurken sind weich, behalten aber noch leichten Biss.
Wichtig: Die heiße Brühe vorsichtig angießen, da sie in der heißen Pfanne aufschäumen kann.
Saure Sahne, Senf, Gurkenwasser und die gewürfelten Spreewaldgurken einrühren. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken, den Dill unterheben und die Sauce bei kleiner Hitze warm halten. Die Räucherforelle vorsichtig darauf verteilen und nur kurz erwärmen, damit sie saftig bleibt.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig abgeschmeckt und die Forelle nur warm, nicht trocken.
Die Butter in einer zweiten großen Pfanne erhitzen. Die abgetropften Schupfnudeln darin acht bis zehn Minuten rundum goldbraun braten. Sofort mit den Schmorgurken und der Räucherforelle servieren.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln sind rundum goldbraun und leicht knusprig.
Wichtig: Butter und Pfanne können sehr heiß werden; beim Wenden vorsichtig arbeiten.
Gut zu wissen
Schmorgurken sind fleischiger und wasserärmer als Salatgurken. Sie eignen sich deshalb besonders gut zum Schmoren und behalten besser ihre Struktur.
Milde Gewürzgurken können verwendet werden. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger würzig und regional geprägt.
Das Filet nur grob zupfen und am Ende vorsichtig in der Sauce erwärmen. Starkes Kochen würde die Forelle austrocknen und zerfallen lassen.
Die Sauce wird wässriger und weniger fleischig.
Salatgurken ebenfalls schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Die Sauce bei Bedarf etwas länger offen einkochen lassen.
Die Sauce wird etwas milder und weniger würzig.
Die Gewürzgurken würfeln und wie die Spreewaldgurken in die Sauce einrühren.
Der Fisch schmeckt etwas fester und kräftiger.
Das geräucherte Zanderfilet grob zupfen und ebenfalls erst am Ende kurz in der Sauce erwärmen.
Kartoffeln nach dem Abgießen fünf Minuten ausdampfen lassen und den Teig nur bei Bedarf mit wenig zusätzlichem Mehl bearbeiten.
Etwas der vorgesehenen Speisestärke oder Mehl sparsam einarbeiten, ohne den Teig lange zu kneten.
Die Schupfnudeln portionsweise in siedendes, nicht sprudelnd überkochendes Wasser geben und erst nach dem Aufsteigen vorsichtig herausheben.
Die übrigen Stücke etwas kleiner formen und das Wasser nur sanft sieden lassen.
Schmorgurken entkernen, das Mehl kurz anschwitzen und die Sauce offen bis zur gewünschten Konsistenz garen.
Die Sauce bei kleiner Hitze etwas einkochen lassen; nicht zusätzlich viel Mehl direkt in die fertige Sauce rühren.
Die Forelle erst am Ende zugeben und nur kurz erwärmen.
Die Forelle vorsichtig aus der heißen Sauce nehmen und erst beim Servieren wieder darauflegen.
Die Schupfnudeln werden länger und in kleineren Chargen gebraten, damit sie rundum eine kräftige Kruste bekommen.
Die Säure und Würze der Sauce werden zurückhaltender abgestimmt.
Die Schupfnudeln können bis zu 8 Stunden vorher geformt und abgedeckt kalt gestellt werden. Vor dem Sieden kurz temperieren und gut bemehlt lagern, damit sie nicht zusammenkleben. Die Gurkensauce und die Forelle möglichst erst kurz vor dem Servieren fertigstellen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Schupfnudeln und Sauce möglichst getrennt lagern.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die saure Sahne, die Gurken und die Räucherforelle können nach dem Einfrieren an Struktur und Konsistenz verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Salatgurken sind eine sinnvolle Alternative, geben beim Schmoren aber mehr Wasser ab und bleiben weniger fleischig. Die Sauce gegebenenfalls etwas länger offen einkochen lassen.
Ja. Die geformten Schupfnudeln können bis zu etwa acht Stunden abgedeckt kalt gestellt werden. Vor dem Sieden leicht bemehlen und darauf achten, dass sie nicht zusammenkleben.
Die grob gezupfte Räucherforelle kommt erst nach dem Abschmecken in die Sauce und wird nur kurz erwärmt. So bleibt sie saftig und zerfällt nicht zu stark.
Die abgetropften Schupfnudeln in einer ausreichend großen Pfanne möglichst in einer Lage und bei Bedarf portionsweise braten. Erst wenden, wenn die Unterseite goldbraun ist.
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