Schweineschulter langsam garen
Die gewürfelte Schweineschulter eignet sich für die lange, sanfte Schmorzeit. Die Fleischwürfel sollten ähnlich groß sein, damit sie gemeinsam zart werden.
Thüringer Tellergericht
Zart geschmortes Schweinefleisch in würziger Biersauce mit Kümmel, gebratenen Apfelscheiben und goldenen Petersilienkartoffeln für vier Portionen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Saftige Schweineschulter, kräftiges helles Bier und aromatischer Kümmel verbinden sich zu einem herzhaften Schmorgericht. Gebratene Apfelscheiben bringen einen fruchtig-säuerlichen Kontrast, während Petersilienkartoffeln die Sauce aufnehmen und das Gericht als vollständige Tellerkombination abrunden.
Zartes, saftiges Schweinefleisch mit dunkelwürziger, leicht gebundener Biersauce, warmem Kümmelaroma und süß-säuerlich gebräunten Apfelscheiben. Die Kartoffeln sind weich, buttrig und kräuterfrisch.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln schälen, gleichmäßig halbieren oder vierteln und in einem Topf mit Salzwasser etwa 20 Minuten gar kochen. Währenddessen können bereits Schweineschulter und Zwiebeln vorbereitet werden. Anschließend die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer einstechen, zerfallen aber nicht.
Die Schweineschulter in etwa drei Zentimeter große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Das Sonnenblumenöl in einem schweren Topf erhitzen. Die Fleischwürfel portionsweise rundherum kräftig anbraten, damit sie Farbe bekommen. Das Fleisch anschließend herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundherum gebräunt, aber noch nicht durchgegart.
Die Zwiebeln im Bratensatz glasig braten. Paprikapulver, Kümmel, Salz und Pfeffer kurz unterrühren. Das angebratene Fleisch wieder in den Topf geben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig, die Gewürze duften, aber das Paprikapulver ist nicht dunkel verbrannt.
Bier und Fleischbrühe angießen, das Tomatenmark einrühren und alles aufkochen lassen. Das Bierfleisch zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 75 bis 90 Minuten schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel teilen und die Sauce ist aromatisch verbunden.
Mehl mit dem kalten Wasser glatt verrühren. Die Mischung unter Rühren in die Sauce geben und das Bierfleisch noch etwa fünf Minuten offen köcheln lassen. Anschließend abschmecken und die gehackte Petersilie unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und umhüllt Fleisch und Löffel dünn.
Die Äpfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Viertel in fingerdicke Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Apfelscheiben von beiden Seiten zwei bis drei Minuten braten, bis sie weich und leicht gebräunt sind.
Daran erkennst du es: Die Apfelscheiben sind weich, behalten aber noch ihre Form und zeigen leichte Bräunung.
Die gekochten Kartoffeln mit Butter, Petersilie und dem dafür vorgesehenen Salz vermengen. Bierfleisch mit Sauce, gebratenen Apfelscheiben und Petersilienkartoffeln auf Tellern anrichten und heiß servieren.
Daran erkennst du es: Alle Komponenten sind heiß und die Kartoffeln gleichmäßig mit Butter und Petersilie überzogen.
Gut zu wissen
Die gewürfelte Schweineschulter eignet sich für die lange, sanfte Schmorzeit. Die Fleischwürfel sollten ähnlich groß sein, damit sie gemeinsam zart werden.
Ein mildes helles Bier lässt Kümmel, Paprika und Fleischgeschmack im Vordergrund. Sehr stark gehopfte oder ausgeprägt bittere Sorten können die Sauce dominieren.
Säuerliche Äpfel setzen den gewünschten fruchtigen Kontrast zur herzhaften Sauce und behalten beim kurzen Braten besser ihre Form.
Die Sauce bleibt malzig und würzig, kann aber etwas weniger tief und bitter ausfallen.
Das Bier in gleicher Menge verwenden. Bei Bedarf die Sauce am Ende etwas kräftiger mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Fleisch wird meist saftiger und etwas fettreicher.
In etwa 3 cm große Würfel schneiden und wie die Schweineschulter portionsweise anbraten und schmoren.
Die Sauce wird klarer und glutenfrei gebunden.
Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt verrühren und erst in den letzten Minuten in die leicht simmernde Sauce geben.
Die Äpfel und Kartoffeln schmecken etwas weniger milchig, bleiben aber fettig und aromatisch.
Eine zum Braten geeignete pflanzliche Margarine in gleicher Menge verwenden.
Das Fleisch in mehreren Portionen bei gut vorgeheiztem Topf anbraten.
Die Flüssigkeit weitgehend verdampfen lassen, dann die nächste Portion separat bräunen und anschließend alles wieder zusammengeben.
Paprikapulver nur kurz unterrühren und unmittelbar danach Fleisch und Flüssigkeit zugeben.
Bei leichter Bittere mit etwas zusätzlicher Brühe verdünnen und die Sauce erneut abschmecken; stark verbrannte Aromen lassen sich nur begrenzt korrigieren.
Mehl zuerst mit kaltem Wasser vollständig verrühren und unter ständigem Rühren einarbeiten.
Die Sauce durch ein Sieb geben oder kräftig mit dem Schneebesen glattrühren.
Säuerliche, feste Äpfel verwenden und nur braten, bis sie weich, aber noch formstabil sind.
Zerfallene Äpfel als fruchtige Saucekomponente neben dem Bierfleisch servieren.
Eine dunklere, malzigere Variante mit stärkerem Biercharakter.
Eine herzhafte Kräutervariante mit milderem, kräuterigem Aroma.
Der fruchtige Kontrast wird weicher und löffelbar serviert.
Das Bierfleisch kann bis zu einem Tag im Voraus geschmort werden. Nach dem Abkühlen abgedeckt kühlen und langsam erhitzen. Kartoffeln und Apfelscheiben möglichst frisch zubereiten.
Bierfleisch und Sauce nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Kartoffeln getrennt aufbewahren, wenn ihre Konsistenz möglichst fest bleiben soll.
Reste nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren gründlich durcherhitzen.
Das Bierfleisch lässt sich zwar grundsätzlich einfrieren, Kartoffeln und gebratene Äpfel können dabei jedoch deutlich an Konsistenz verlieren. Für beste Qualität frisch zubereiten.
Häufig gefragt
Ja. Alkoholfreies helles Bier kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Sauce schmeckt dann meist etwas malziger und weniger tief.
Die Kartoffeln können bereits zu Beginn garen, während Fleisch und Zwiebeln vorbereitet werden. Die Apfelscheiben lassen sich am besten erst gegen Ende oder unmittelbar vor dem Servieren braten.
Die Sauce nach dem Einrühren der Mehl-Wasser-Mischung noch etwa fünf Minuten offen köcheln lassen. Falls sie weiterhin zu dünn ist, kann eine kleine zusätzliche Menge glatt angerührter Speisestärke verwendet werden.
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