Wäller Ischel

Westerwälder Hackbraten

Saftiger Hackbraten aus dem Westerwald mit geschmorten Zwiebeln und kräftigem Zwiebeljus, dazu cremiges Kartoffelpüree und frischer Gurkensalat.

Zum Rezept
Westerwälder Hackbraten | Wäller Ischel | Herzhafter Hackbraten mit Zwiebeljus, Kartoffelpüree und Gurkensalat
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 55 Minuten
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Rösten und Ofenbraten

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Mischung aus Rind- und Schweinehackfleisch sorgt für kräftigen Geschmack und eine saftige Konsistenz.
  • Zwiebelwürfel in der Hackmasse und Zwiebelringe auf den Bratenstücken bauen das Zwiebelaroma in mehreren Schichten auf.
  • Cremiges Kartoffelpüree und säuerlich-frischer Gurkensalat ergänzen den herzhaften Braten mit unterschiedlichen Texturen und Aromen.

Der Wäller Ischel verbindet herzhaft gewürzte Hackfleischbraten mit weichen Zwiebelringen, Kartoffelpüree und einem frischen Gurkensalat. Die Zwiebelringe geben den länglichen Bratenstücken ihre charakteristische igelartige Anmutung und sorgen zusammen mit der Rinderbrühe für einen aromatischen Jus.

Der Hackbraten ist außen kräftig gebräunt und innen saftig, mit würzigen Zwiebelnoten und einer warmen Kümmel- und Muskatnuance. Die Zwiebeln werden weich und aromatisch, der Jus bleibt herzhaft und vollmundig. Dazu kommen mild-cremiges Kartoffelpüree und knackig-frischer, leicht säuerlicher Gurkensalat.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln und Zwiebeln vorbereiten

    Zwei Zwiebeln sehr fein würfeln und die dritte Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke teilen und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen. Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebeln vorbereiten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.

    • Gleich große Kartoffelstücke garen gleichmäßiger.
    • Die Zwiebelringe möglichst dünn schneiden, damit sie im Ofen weich werden.

    Wichtig: Beim Abgießen des heißen Kartoffelwassers vorsichtig arbeiten.

  2. Hackmasse mischen und formen

    Hackfleisch, Zwiebelwürfel, Paniermehl, Ei, Wasser, Salz, Pfeffer, Kümmel und Muskatnuss gründlich verkneten. Die Masse in vier längliche, leicht abgeflachte Bratenstücke formen.

    10 Minuten
    • Die Masse nur so lange verkneten, bis sie gleichmäßig verbunden ist.
    • Leicht abgeflachte Stücke garen im Ofen gleichmäßiger als sehr dicke Laibe.

    Wichtig: Rohes Hackfleisch nach der Verarbeitung nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.

  3. Bratenstücke anbraten

    Butterschmalz oder Öl in einer großen ofenfesten Pfanne erhitzen. Die Bratenstücke darin bei mittlerer bis hoher Hitze von beiden Seiten kräftig anbraten, bis sie eine schöne Bräunung haben.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist auf beiden Seiten deutlich gebräunt.

    • Die Bratenstücke erst wenden, wenn sie sich vom Pfannenboden lösen.
    • Die Pfanne nicht zu voll belegen, damit die Bräunung erhalten bleibt.

    Wichtig: Beim Einlegen des Hackfleischs in das heiße Fett auf Spritzer achten.

  4. Mit Zwiebeln und Brühe fertig garen

    Die Zwiebelringe auf den Bratenstücken verteilen. Die Rinderbrühe angießen und die Pfanne in den auf 180 °C Umluft vorgeheizten Backofen stellen. Die Wäller Ischel etwa 15 Minuten fertig garen, bis sie durchgegart sind und die Zwiebeln weich werden.

    15 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Hackbratenstücke sind vollständig durchgegart und die Zwiebelringe weich.

    • Die Brühe soll den Pfannenboden bedecken, die Bratenstücke aber nicht vollständig überdecken.
    • Den Bratensaft nach dem Garen in der Pfanne belassen.

    Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren und vor dem Servieren auf ausreichende Garung prüfen.

  5. Gurkensalat anmachen

    Die Gurke in dünne Scheiben schneiden und die rote Zwiebel fein hobeln. Beides mit Essig, Öl, Zucker, Dill, etwas Salz und Pfeffer vermengen und bis zum Servieren ziehen lassen.

    10 Minuten
    • Die Gurkenscheiben dünn und gleichmäßig schneiden.
    • Den Salat während des Garens zubereiten, damit er bis zum Anrichten Aroma aufnehmen kann.
  6. Kartoffelpüree zubereiten

    Die gekochten Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch und Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles zu einem cremigen Püree stampfen. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Püree ist cremig und weist keine größeren harten Kartoffelstücke mehr auf.

    • Kartoffeln nicht mit dem Stabmixer pürieren, da das Püree sonst klebrig werden kann.
    • Milch und Butter warm zu den Kartoffeln geben, damit das Püree cremig bleibt.

    Wichtig: Heiße Milch und Butter vorsichtig erwärmen und nicht unbeaufsichtigt stark aufkochen lassen.

  7. Anrichten

    Die Wäller Ischel mit den geschmorten Zwiebeln, dem Zwiebeljus, Kartoffelpüree und Gurkensalat auf Tellern anrichten. Den Bratensaft über das Fleisch und das Püree geben.

    5 Minuten
    • Das Püree und der Bratensaft sollten möglichst heiß serviert werden.
    • Den Gurkensalat getrennt oder an der Seite anrichten, damit seine Frische erhalten bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeiten parallel ausführen: Die Kartoffeln können kochen, während Zwiebeln geschnitten, Hackmasse geformt und der Gurkensalat vorbereitet werden.
  • Zwiebeln aufteilen: Zwei Zwiebeln kommen fein gewürfelt in die Hackmasse. Die dritte Zwiebel wird in Ringe geschnitten und erst vor dem Ofengaren auf den Bratenstücken verteilt.
  • Bratensaft verwenden: Den Bratensaft aus der Pfanne beim Anrichten über Fleisch und Kartoffelpüree geben; er bildet den Zwiebeljus des Gerichts.

Zutatenwissen

Mischungsverhältnis des Hackfleischs

Die Grundlage ist gemischtes Hackfleisch, idealerweise mit etwa zwei Teilen Rind und einem Teil Schwein. Das unterstützt ein kräftiges Aroma und eine saftige Textur.

Kartoffelsorte

Mehligkochende Kartoffeln ergeben nach dem Stampfen ein besonders cremiges und lockeres Püree.

Salz getrennt dosieren

Das Salz für die Hackmasse ist fest bemessen. Zusätzlich werden Püree und Gurkensalat jeweils separat nach Geschmack abgeschmeckt.

Sinnvolle Alternativen

neutrales Öl statt Butterschmalz

Das Anbraten bleibt neutraler im Geschmack; die kräftige Bräunung ist weiterhin möglich.

Das neutrale Öl anstelle des Butterschmalzes in gleicher Menge zum Anbraten verwenden.

ungesüßter pflanzlicher Drink

Das Püree kann etwas weniger vollmundig schmecken; eine ungesüßte, möglichst cremige Variante wählen.

Die Milch in gleicher Menge durch einen ungesüßten pflanzlichen Drink ersetzen. Die Butter bleibt in der Grundversion enthalten.

getrockneter Dill

Das Aroma wird etwas weniger frisch und grün ausfallen.

Getrockneten Dill sparsam verwenden und nach Geschmack dosieren, da die Ausgangsmenge für frischen Dill angegeben ist.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bratenstücke bräunen kaum und geben viel Flüssigkeit ab.

Eine große Pfanne verwenden und die Bratenstücke bei mittlerer bis hoher Hitze mit Abstand anbraten.

Die Bratenstücke gegebenenfalls nacheinander anbraten und anschließend gemeinsam im Ofen fertig garen.

Das Kartoffelpüree wird klebrig oder zäh.

Die Kartoffeln nur mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und Milch sowie Butter warm einarbeiten.

Etwas zusätzliche warme Milch vorsichtig unterheben, ohne das Püree weiter stark zu bearbeiten.

Die Hackbratenstücke sind innen noch nicht vollständig durchgegart.

Die Bratenstücke leicht abflachen und nach der Ofenphase die Garung im Inneren prüfen.

Die Stücke bei gleicher Ofentemperatur einige Minuten weitergaren und anschließend erneut prüfen.

Varianten

Ein zusammenhängender Hackbraten

Die Hackmasse kann statt in vier Stücke zu einem länglichen Laib geformt werden. Die charakteristische Aufteilung in einzelne Wäller Ischel geht dabei verloren.

Servieren und kombinieren

  • Klassische Tellerkombination: Den Hackbraten mit Zwiebeljus und Kartoffelpüree anrichten und den Gurkensalat als frische, säuerliche Beilage daneben servieren.
  • Jus über das Püree: Beim Anrichten etwas Bratensaft über das Kartoffelpüree geben. So verbindet sich die cremige Beilage besonders gut mit dem kräftigen Fleisch- und Zwiebelaroma.

Allergene und Nährwerte

  • Ei: enthält · Ei ist Bestandteil der Hackmasse.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind Zutaten des Kartoffelpürees.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Prüfe die Getreideart des Paniermehls anhand der Packungskennzeichnung.

Lebensmittelsicherheit

  • Hackfleisch vollständig durchgaren: Die Hackbratenstücke im Ofen vollständig durchgaren und vor dem Servieren prüfen, da rohes Hackfleisch verwendet wird.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum heißt das Gericht Wäller Ischel?

Der Name verweist auf die igelartige Form, die durch die auf den länglichen Hackbratenstücken verteilten Zwiebelringe entsteht.

Wie werden die drei Zwiebeln verwendet?

Zwei Zwiebeln werden fein gewürfelt und in die Hackmasse eingearbeitet. Die dritte Zwiebel wird in dünne Ringe geschnitten und vor dem Ofengaren auf den Bratenstücken verteilt.

Kann der Gurkensalat während des Garens zubereitet werden?

Ja. Während die Kartoffeln kochen und die Bratenstücke im Ofen garen, lässt sich der Gurkensalat vorbereiten und bis zum Servieren ziehen lassen.

Wie entsteht der Zwiebeljus?

Die Zwiebelringe garen zusammen mit der Rinderbrühe in der ofenfesten Pfanne. Der dabei entstehende Bratensaft wird beim Anrichten über Fleisch und Kartoffelpüree gegeben.

Aus unserer Küche

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