Mischungsverhältnis des Hackfleischs
Die Grundlage ist gemischtes Hackfleisch, idealerweise mit etwa zwei Teilen Rind und einem Teil Schwein. Das unterstützt ein kräftiges Aroma und eine saftige Textur.
Westerwälder Hackbraten
Saftiger Hackbraten aus dem Westerwald mit geschmorten Zwiebeln und kräftigem Zwiebeljus, dazu cremiges Kartoffelpüree und frischer Gurkensalat.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Wäller Ischel verbindet herzhaft gewürzte Hackfleischbraten mit weichen Zwiebelringen, Kartoffelpüree und einem frischen Gurkensalat. Die Zwiebelringe geben den länglichen Bratenstücken ihre charakteristische igelartige Anmutung und sorgen zusammen mit der Rinderbrühe für einen aromatischen Jus.
Der Hackbraten ist außen kräftig gebräunt und innen saftig, mit würzigen Zwiebelnoten und einer warmen Kümmel- und Muskatnuance. Die Zwiebeln werden weich und aromatisch, der Jus bleibt herzhaft und vollmundig. Dazu kommen mild-cremiges Kartoffelpüree und knackig-frischer, leicht säuerlicher Gurkensalat.
Schritt für Schritt
Zwei Zwiebeln sehr fein würfeln und die dritte Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke teilen und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen. Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebeln vorbereiten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Kartoffelwassers vorsichtig arbeiten.
Hackfleisch, Zwiebelwürfel, Paniermehl, Ei, Wasser, Salz, Pfeffer, Kümmel und Muskatnuss gründlich verkneten. Die Masse in vier längliche, leicht abgeflachte Bratenstücke formen.
Wichtig: Rohes Hackfleisch nach der Verarbeitung nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Butterschmalz oder Öl in einer großen ofenfesten Pfanne erhitzen. Die Bratenstücke darin bei mittlerer bis hoher Hitze von beiden Seiten kräftig anbraten, bis sie eine schöne Bräunung haben.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist auf beiden Seiten deutlich gebräunt.
Wichtig: Beim Einlegen des Hackfleischs in das heiße Fett auf Spritzer achten.
Die Zwiebelringe auf den Bratenstücken verteilen. Die Rinderbrühe angießen und die Pfanne in den auf 180 °C Umluft vorgeheizten Backofen stellen. Die Wäller Ischel etwa 15 Minuten fertig garen, bis sie durchgegart sind und die Zwiebeln weich werden.
Daran erkennst du es: Die Hackbratenstücke sind vollständig durchgegart und die Zwiebelringe weich.
Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren und vor dem Servieren auf ausreichende Garung prüfen.
Die Gurke in dünne Scheiben schneiden und die rote Zwiebel fein hobeln. Beides mit Essig, Öl, Zucker, Dill, etwas Salz und Pfeffer vermengen und bis zum Servieren ziehen lassen.
Die gekochten Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch und Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles zu einem cremigen Püree stampfen. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Püree ist cremig und weist keine größeren harten Kartoffelstücke mehr auf.
Wichtig: Heiße Milch und Butter vorsichtig erwärmen und nicht unbeaufsichtigt stark aufkochen lassen.
Die Wäller Ischel mit den geschmorten Zwiebeln, dem Zwiebeljus, Kartoffelpüree und Gurkensalat auf Tellern anrichten. Den Bratensaft über das Fleisch und das Püree geben.
Gut zu wissen
Die Grundlage ist gemischtes Hackfleisch, idealerweise mit etwa zwei Teilen Rind und einem Teil Schwein. Das unterstützt ein kräftiges Aroma und eine saftige Textur.
Mehligkochende Kartoffeln ergeben nach dem Stampfen ein besonders cremiges und lockeres Püree.
Das Salz für die Hackmasse ist fest bemessen. Zusätzlich werden Püree und Gurkensalat jeweils separat nach Geschmack abgeschmeckt.
Das Anbraten bleibt neutraler im Geschmack; die kräftige Bräunung ist weiterhin möglich.
Das neutrale Öl anstelle des Butterschmalzes in gleicher Menge zum Anbraten verwenden.
Das Püree kann etwas weniger vollmundig schmecken; eine ungesüßte, möglichst cremige Variante wählen.
Die Milch in gleicher Menge durch einen ungesüßten pflanzlichen Drink ersetzen. Die Butter bleibt in der Grundversion enthalten.
Das Aroma wird etwas weniger frisch und grün ausfallen.
Getrockneten Dill sparsam verwenden und nach Geschmack dosieren, da die Ausgangsmenge für frischen Dill angegeben ist.
Eine große Pfanne verwenden und die Bratenstücke bei mittlerer bis hoher Hitze mit Abstand anbraten.
Die Bratenstücke gegebenenfalls nacheinander anbraten und anschließend gemeinsam im Ofen fertig garen.
Die Kartoffeln nur mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und Milch sowie Butter warm einarbeiten.
Etwas zusätzliche warme Milch vorsichtig unterheben, ohne das Püree weiter stark zu bearbeiten.
Die Bratenstücke leicht abflachen und nach der Ofenphase die Garung im Inneren prüfen.
Die Stücke bei gleicher Ofentemperatur einige Minuten weitergaren und anschließend erneut prüfen.
Die Hackmasse kann statt in vier Stücke zu einem länglichen Laib geformt werden. Die charakteristische Aufteilung in einzelne Wäller Ischel geht dabei verloren.
Häufig gefragt
Der Name verweist auf die igelartige Form, die durch die auf den länglichen Hackbratenstücken verteilten Zwiebelringe entsteht.
Zwei Zwiebeln werden fein gewürfelt und in die Hackmasse eingearbeitet. Die dritte Zwiebel wird in dünne Ringe geschnitten und vor dem Ofengaren auf den Bratenstücken verteilt.
Ja. Während die Kartoffeln kochen und die Bratenstücke im Ofen garen, lässt sich der Gurkensalat vorbereiten und bis zum Servieren ziehen lassen.
Die Zwiebelringe garen zusammen mit der Rinderbrühe in der ofenfesten Pfanne. Der dabei entstehende Bratensaft wird beim Anrichten über Fleisch und Kartoffelpüree gegeben.
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