Mehlmenge und Bindung
Für die Schupfnudeln zunächst 180 g verwenden und bei Bedarf mehr einarbeiten. Das Mehl in der Champignonsoße dient ausschließlich zum Binden.
Herzhafte Kartoffelpfanne
Goldbraun gebratene Kartoffel-Schupfnudeln mit mild-säuerlichem Sauerkraut und cremiger Champignonsoße. Die Wismarer Variante ist eine regionale Auslegung und beansprucht kein einziges Original.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Schupfnudeln mit Sauerkraut und Champignonsoße verbinden selbst gemachte Kartoffel-Schupfnudeln mit geschmortem Sauerkraut und einer cremigen Pilzsoße. Die Komponenten werden getrennt zubereitet und erst beim Servieren zusammengeführt.
Die Schupfnudeln sind außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und zart. Dazu kommen saftiges, mild-säuerliches Kraut und eine cremige Champignonsoße mit pfeffriger, leicht senfiger Würze.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln mit Schale in einem großen Topf mit Salzwasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Wichtig: Die Kartoffeln vor dem Weiterverarbeiten ausreichend abkühlen lassen.
Die abgekühlten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. Ei, 180 g Mehl, Kartoffelstärke, Salz und Muskat dazugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch klebt, nach und nach etwas vom restlichen Mehl einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und formbar, ohne stark an den Händen zu kleben.
Den Teig in vier Stücke teilen und auf einer bemehlten Fläche zu fingerdicken Rollen formen. Etwa 5 cm lange Stücke abschneiden und mit den Handflächen an den Enden spitz rollen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind gleichmäßig dick und an beiden Enden zugespitzt.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen. Die Schupfnudeln portionsweise hineingeben und bei knapp siedendem Wasser garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln steigen an die Oberfläche und sind durchgegart.
Wichtig: Beim Herausheben auf spritzendes heißes Wasser achten.
Die Zwiebel würfeln und im Butterschmalz glasig braten. Sauerkraut, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt, WacholderbeerenAromatische, harzig-würzige Beerenzapfen zum Würzen deftiger Speisen., Kümmel und Zucker dazugeben. Zugedeckt 20 Minuten sanft schmoren lassen und mit Salz abschmecken. Währenddessen kann die Champignonsoße vorbereitet werden. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren vor dem Servieren entfernen.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist weich, aber noch leicht strukturiert, und die Flüssigkeit ist teilweise eingekocht.
Wichtig: Den Topf beim Schmoren geschlossen halten und beim Öffnen auf heißen Dampf achten.
Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Schalotte fein würfeln und mit der Butter in einem Topf andünsten. Champignons dazugeben und 5 Minuten braten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind leicht gebräunt und die austretende Flüssigkeit ist weitgehend verdampft.
Das Mehl über die Pilze stäuben und kurz anschwitzen. Die Gemüsebrühe unter Rühren angießen und 3 Minuten köcheln lassen. Sahne und Senf einrühren und die Soße weitere 5 Minuten sanft einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die Petersilie hacken und unterheben.
Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig gebunden und überzieht den Löffel leicht.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit langsam und unter Rühren zugießen, da die Soße aufschäumen kann.
Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die gekochten Schupfnudeln darin bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten rundum goldbraun braten. Mit dem Sauerkraut und der Champignonsoße auf vorgewärmten Tellern anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln sind rundum goldbraun und leicht knusprig.
Wichtig: Das heiße Butterschmalz vorsichtig erhitzen und Spritzer vermeiden.
Gut zu wissen
Für die Schupfnudeln zunächst 180 g verwenden und bei Bedarf mehr einarbeiten. Das Mehl in der Champignonsoße dient ausschließlich zum Binden.
Die Wacholderbeeren geben dem Sauerkraut eine harzige, würzige Note und werden vor dem Servieren entfernt.
Die Flüssigkeit der Champignons sollte vor dem Angießen der Brühe weitgehend verdampft sein, damit die Soße aromatischer wird.
Das fest dosierte Salz im Teig bleibt von den nach Geschmack dosierten Salzmengen für Kochwasser, Sauerkraut und Soße getrennt.
Das Sauerkraut schmeckt pfeffriger und weniger harzig.
Die Wacholderbeeren durch grob zerdrückte schwarze Pfefferkörner ersetzen und diese vor dem Servieren ebenfalls entfernen oder durch ein Gewürzsieb mitgaren.
Kartoffeln vollständig abkühlen und ausdampfen lassen; zusätzliches Mehl nur schrittweise einarbeiten.
Etwas Mehl aus dem angegebenen Bereich nacharbeiten, ohne den Teig unnötig lange zu kneten.
Die Teigkonsistenz prüfen und die Schupfnudeln bei knapp siedendem Wasser portionsweise garen.
Den restlichen Teig mit etwas Mehl nachbessern und zunächst ein Probestück garen.
Die Schupfnudeln portionsweise kochen und zwischen den Durchgängen das Wasser wieder knapp zum Sieden bringen.
Die gekochten Stücke gut abtropfen und vor dem Braten vorsichtig voneinander lösen.
Champignons braten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist, und die Soße anschließend sanft einkochen lassen.
Die Soße bei sanfter Hitze etwas weiter reduzieren.
Die Kartoffeln können nach dem Kochen, Ausdampfen und Abkühlen bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Teig, gekochte Schupfnudeln und Soßenkomponenten möglichst erst am Zubereitungstag fertigstellen.
Übrig gebliebene Schupfnudeln, Sauerkraut und Champignonsoße getrennt abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die fertige Kombination kann durch die cremige Soße und das Sauerkraut beim Einfrieren an Konsistenz verlieren.
Häufig gefragt
Die benötigte Mehlmenge hängt davon ab, wie viel Feuchtigkeit die Kartoffeln nach dem Kochen noch enthalten. Mit 180 g beginnen und bei klebrigem Teig schrittweise mehr Mehl einarbeiten.
Ja. Als Alternative eignen sich 1 TL grob zerdrückte schwarze Pfefferkörner. Das Kraut schmeckt dann pfeffriger und weniger harzig.
Ja. Während das Sauerkraut zugedeckt sanft schmort, kann die Champignonsoße in einem zweiten Topf zubereitet werden.
Sie steigen im knapp siedenden Wasser an die Oberfläche. Danach werden sie herausgehoben, abgetropft und in der Pfanne goldbraun gebraten.
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