Geeignete Rindfleischstücke
Rinderschulter und Rinderwade eignen sich für die lange Schmorzeit. Das Fleisch in gleichmäßig große Würfel schneiden, damit es möglichst gleichmäßig gart.
Deftiges Schmorgericht
Zart geschmortes Rindergulasch mit kräftiger Rotweinsauce, selbst geformten Kartoffelklößen und fruchtig-säuerlichem RotkohlFruchtessig aus vergorenem Apfelwein beziehungsweise Apfelmost mit charakteristischer Säure und fruchtigem Aroma. für vier Portionen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rindergulasch mit Kartoffelklößen und Rotkohl verbindet langsam geschmortes Rindfleisch mit einer tiefen, würzigen Sauce und zwei klassischen Beilagen. Während das Gulasch sanft schmort, können Rotkohl und Kartoffelklöße vorbereitet werden.
Das Gulasch ist würzig, dunkel und aromatisch, mit zartem Rindfleisch und einer kräftigen, leicht konzentrierten Sauce. Die Kartoffelklöße sind weich und mild, der Rotkohl saftig, fruchtig und angenehm säuerlich.
Schritt für Schritt
Das Fleisch trocken tupfen. Das Butterschmalz im großen Schmortopf erhitzen und das Fleisch portionsweise rundum kräftig anbraten. Jede Portion herausnehmen, sobald sie gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundum kräftig gebräunt.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Die Zwiebeln im Bratfett bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten anbraten, bis sie weich und goldbraun sind. Knoblauch und Tomatenmark einrühren und 2 Minuten mitrösten. Beide Paprikapulver, Majoran und Kümmel kurz unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und goldbraun; Tomatenmark und Gewürze duften aromatisch.
Das Fleisch zurück in den Topf geben. Mit dem Rotwein ablöschen und 4–5 Minuten offen einkochen lassen. Rinderfond, Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles aufkochen, die Hitze reduzieren und das Gulasch zugedeckt 2–2½ Stunden sanft schmoren lassen. Gelegentlich umrühren. Falls die Sauce am Ende noch zu dünn ist, das Gulasch einige Minuten offen einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und die Sauce leicht konzentriert; bei Bedarf ist sie offen etwas eingekocht.
Wichtig: Den Topf während der langen Garzeit geschlossen halten und das Gulasch gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
Die Butter in einem zweiten Topf schmelzen. Zwiebel und Zucker darin 2–3 Minuten anschwitzen. Rotkohl und Apfel hinzufügen, mit Apfelessig und Apfelsaft ablöschen und mit Salz, Nelken und Lorbeerblatt würzen. Zugedeckt bei niedriger Hitze 50–60 Minuten schmoren, gelegentlich umrühren und anschließend Nelken und Lorbeerblatt entfernen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, saftig und aromatisch; Nelken und Lorbeerblatt sind entfernt.
Die Kartoffeln mit Schale in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht durchstechen und anschließend durch die Presse drücken.
Wichtig: Beim Pellen und Pressen vorsichtig arbeiten, da die Kartoffeln noch heiß sind.
Die Butter schmelzen und mit Ei, Kartoffelstärke, Salz und Muskatnuss unter die Kartoffelmasse kneten. Aus der Masse 8 gleich große Klöße formen. Einen großen Topf mit Wasser und dem vorgesehenen Salz aufsetzen und das Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten.
Daran erkennst du es: Die Masse lässt sich formen und die Klöße behalten ihre Form.
Die Klöße vorsichtig in das heiße Wasser geben und 15–18 Minuten gar ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Die Klöße mit einer Schaumkelle herausheben.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche.
Wichtig: Beim Einlegen der Klöße auf spritzendes heißes Wasser achten.
Lorbeerblätter aus dem Gulasch entfernen und die Sauce abschließend abschmecken. Rindergulasch mit Kartoffelklößen und Rotkohl auf vorgewärmten Tellern anrichten.
Daran erkennst du es: Lorbeerblätter sind entfernt und die Sauce ist ausgewogen abgeschmeckt.
Das fertige Rindergulasch mit den Kartoffelklößen und dem Rotkohl sofort auf vorgewärmten Tellern servieren.
Daran erkennst du es: Alle Komponenten sind heiß und servierbereit.
Gut zu wissen
Rinderschulter und Rinderwade eignen sich für die lange Schmorzeit. Das Fleisch in gleichmäßig große Würfel schneiden, damit es möglichst gleichmäßig gart.
Mehligkochende Kartoffeln ergeben eine trockene, gut formbare Masse und benötigen weniger zusätzliche Stärke.
Apfel und Apfelessig geben dem Rotkohl seine fruchtig-säuerliche Ausrichtung und balancieren die kräftige Sauce des Gulaschs.
Die Sauce wird weniger weinbetont und milder; ein Teil der aromatischen Tiefe des Rotweins entfällt.
Den Rotwein durch 400 ml zusätzlichen Rinderfond ersetzen und die Sauce am Ende bei Bedarf etwas länger offen einkochen lassen.
Die Beilagen bleiben ähnlich weich und aromatisch, können aber etwas weniger buttrig schmecken.
Butter in gleicher Menge durch eine zum Erhitzen geeignete pflanzliche Margarine ersetzen. Die Zutatenliste des Ersatzprodukts prüfen.
Die Klöße können etwas kompakter werden; die Bindung bleibt grundsätzlich erhalten.
Kartoffelstärke durch Maisstärke ersetzen und die Masse vorsichtig kneten. Bei Bedarf die Konsistenz vor dem Formen prüfen.
Das Fleisch portionsweise in ausreichend heißem Butterschmalz anbraten.
Die bereits gegarten Stücke herausnehmen, den Bratensatz weiter einkochen lassen und die nächste Portion mit mehr Platz anbraten.
Paprikapulver nur kurz unterrühren und zügig mit Rotwein ablöschen.
Die Sauce mit zusätzlichem Fond verdünnen und mit etwas mehr Zwiebelbasis oder Flüssigkeit ausbalancieren; verbrannte Bestandteile am Topfboden nicht unterrühren.
Das Gulasch zugedeckt sanft schmoren lassen und erst bei ausreichender Zartheit vom Herd nehmen.
Das Gulasch mit geschlossenem Deckel weiter sanft schmoren lassen und bei Bedarf etwas Fond ergänzen.
Das Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten und mehligkochende Kartoffeln verwenden.
Das Wasser sofort ruhiger halten; bei der nächsten Portion die Masse mit etwas zusätzlicher Kartoffelstärke stabilisieren.
Eine alkoholfreie Version mit zusätzlichem Rinderfond statt Rotwein.
Das Gulasch mit Spätzle servieren, wenn keine Klöße gewünscht sind.
Der Rotkohl wird durch etwas mehr Apfel und eine kräftigere Säurenote fruchtiger.
Das Gulasch und der Rotkohl können bis zum Vortag zubereitet und abgedeckt gekühlt werden. Die Kartoffelklöße möglichst frisch formen und gar ziehen lassen.
Gulasch, Rotkohl und Klöße getrennt voneinander abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren gründlich erhitzen.
Reste nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und nur einmal vollständig wiedererwärmen.
Gulasch und Rotkohl portionsweise vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und einfrieren. Die Kartoffelklöße besser frisch zubereiten, da ihre Konsistenz nach dem Einfrieren leiden kann.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen.
Das Gulasch eignet sich besser zum Einfrieren als die Kartoffelklöße; die Sauce kann nach dem Auftauen etwas dünner wirken.
Häufig gefragt
Rinderschulter oder Rinderwade eignen sich für die lange Schmorzeit. Beide Stücke werden in 3–4 cm große Würfel geschnitten.
Ja. Der Rotwein kann durch zusätzlichen Rinderfond ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch milder und sollte bei Bedarf etwas länger einkochen.
Häufig kocht das Wasser zu stark oder die Kartoffelmasse ist zu feucht. Das Wasser sollte nur knapp unter dem Siedepunkt bleiben; mehligkochende Kartoffeln helfen bei der Bindung.
Ja. Gulasch und Rotkohl können am Vortag zubereitet, gekühlt gelagert und am nächsten Tag langsam wieder erwärmt werden. Die Kartoffelklöße schmecken frisch am besten.
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