Frischer oder eingelegter Meerrettich
Frischer Meerrettich schmeckt kräftiger und frischer, Meerrettich aus dem Glas meist milder und praktischer.
Deutscher Schmorbraten
Zarter Rinderbraten aus der Schulter oder Oberschale, langsam mit Wurzelgemüse geschmort und mit einer hellen, frisch-pikanten Meerrettichsoße serviert. Salzkartoffeln und glasierte Möhren ergänzen die vollständige Bratenportion.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser Rinderbraten wird zugedeckt im Ofen langsam geschmort, bis das Fleisch weich und saftig ist. Aus dem aromatischen Schmorfond entsteht eine cremige Meerrettichsoße, die du mit frischem Meerrettich kräftiger oder mit Meerrettich aus dem Glas milder abschmecken kannst. Salzkartoffeln und glasierte Möhren machen das Gericht zu einer bodenständigen Tellerkombination.
Der Braten ist weich und saftig, mit kräftigen Röstaromen und einer herzhaften Fondnote. Die Soße schmeckt cremig, zitronig-frisch und je nach Meerrettichwahl mild bis deutlich pikant. Dazu kommen mehlige Kartoffeln und bissfeste, leicht süß glasierte Möhren.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch trocken tupfen und rundherum mit der festen Salz- und Pfeffermenge würzen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Knoblauch grob schneiden.
Wichtig: Rohes Fleisch und Gemüse getrennt voneinander verarbeiten oder das Schneidebrett anschließend gründlich reinigen.
Das Rapsöl im großen Bräter erhitzen und den Braten von allen Seiten kräftig anbraten. Das Fleisch herausnehmen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Knoblauch im Bratensatz anrösten. Rinderfond und Wasser angießen, Lorbeer, Pfefferkörner und Wacholderbeeren dazugeben und den Braten wieder einlegen.
Daran erkennst du es: Der Braten ist rundherum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet.
Den Bräter zugedeckt in den Ofen geben und den Braten etwa 2½ bis 3 Stunden schmoren. Nach ungefähr 90 Minuten einmal wenden und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Das Fleisch ist fertig, wenn es weich ist und sich leicht mit einer Gabel einstechen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Während der Braten schmort, die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 18 bis 20 Minuten gar kochen. Die Möhren schälen und schräg in Scheiben schneiden. Butter, Zucker und Wasser in einer Pfanne erhitzen, die Möhren zugeben und zugedeckt 12 bis 15 Minuten bissfest garen. Anschließend mit der Petersilie bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, die Möhren noch leicht bissfest.
Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Den Schmorfond durch ein feines Sieb gießen und etwa 400 ml davon abmessen. Die Butter im Topf schmelzen, das Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Fond und Sahne nach und nach mit dem Schneebesen einrühren und die Soße 5 bis 7 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt gebunden und leicht eingedickt.
Den frischen Meerrettich oder den Meerrettich aus dem Glas und den Zitronensaft in die Soße rühren. Mit der Prise Zucker sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack abschmecken. Frischen Meerrettich nur kurz erwärmen, damit seine Schärfe und sein Aroma erhalten bleiben.
Daran erkennst du es: Die Soße schmeckt ausgewogen zwischen cremig, frisch und pikant.
Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit Meerrettichsoße, Salzkartoffeln und glasierten Möhren servieren.
Gut zu wissen
Frischer Meerrettich schmeckt kräftiger und frischer, Meerrettich aus dem Glas meist milder und praktischer.
Schulter und Oberschale eignen sich als große Bratenstücke für den langsamen Schmorgang.
Der Knollensellerie wird nicht als eigene Beilage serviert, sondern gibt dem Schmorfond zusätzliche Würze und Tiefe.
Die Soße wird in der Regel milder und weniger frisch-scharf.
Den Meerrettich aus dem Glas in Schritt 6 direkt in die fertige Soße rühren und anschließend vorsichtig abschmecken.
Den Braten trocken tupfen, den Bräter gut vorheizen und das Fleisch von allen Seiten bräunen.
Den Schmorfond beim Kochen der Soße etwas stärker einkochen lassen und anschließend abschmecken.
Die Flüssigkeit nach und nach unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einarbeiten.
Die Soße durch ein feines Sieb passieren und anschließend kurz weiterköcheln lassen.
Meerrettich erst am Ende einrühren und nur kurz erwärmen.
Nach dem Abschmecken eine kleine zusätzliche Menge Meerrettich einrühren und die Soße nicht mehr stark kochen.
Die Soße wird mit Meerrettich aus dem Glas zubereitet und schmeckt meist milder und runder.
Frisch geriebener Meerrettich sorgt für eine deutlichere Schärfe und ein frischeres Aroma.
Den Braten mit Schmorfond am Vortag zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Soße und Beilagen möglichst frisch zubereiten; den Meerrettich erst beim Erwärmen in die Soße geben.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Den Braten quer zur Faser portionieren und mit etwas Soße lagern, damit er beim Aufwärmen saftig bleibt.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Das Einfrieren ist für dieses Rezept nicht ausreichend beschrieben; die Sahnesoße kann beim Auftauen außerdem an Bindung und Textur verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Verwende 90 g Meerrettich aus dem Glas statt 70 g frischem Meerrettich. Die Soße wird meist milder und weniger frisch-scharf.
Frisch geriebener Meerrettich bringt mehr Schärfe. Rühre ihn erst am Ende ein und erwärme ihn nur kurz, damit sein Aroma erhalten bleibt.
Die Beilagen können während der letzten Garphase des Bratens zubereitet werden. So bleiben sie frisch und die Gesamtzeit wird nicht unnötig verlängert.
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