Himmel un Ääd mit Blutwurst und Schupfnudeln

Rheinisches Hauptgericht

Rheinisches Hauptgericht mit selbstgemachten Schupfnudeln, mildem Apfelkompott, langsam geschmorten Zwiebeln und gebratener frischer Blutwurst.

Zum Rezept
Himmel un Ääd mit Blutwurst und Schupfnudeln
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Obst, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die weichen Kartoffel-Schupfnudeln bringen eine goldbraune, buttrige Oberfläche und einen milden, sättigenden Kern mit.
  • Säuerliche Äpfel und Zucker bilden einen fruchtig-säuerlichen Ausgleich zur kräftigen Blutwurst.
  • Langsam geschmorte Zwiebeln verbinden Süße, Würze und Röstaromen.
  • Die drei Komponenten lassen sich parallel vorbereiten und werden erst zum Servieren zusammengeführt.

Die rheinische Küche verbindet bei Himmel un Ääd fruchtige Äpfel mit Kartoffeln, Zwiebeln und gebratener Blutwurst. In dieser Variante werden die Kartoffeln zu selbstgemachten Schupfnudeln verarbeitet, die nach dem Sieden goldbraun in Butter braten. Apfelkompott und geschmorte Zwiebeln ergänzen die würzige Blutwurst zu einem vollständigen Hauptgericht.

Goldbraun gebratene Schupfnudeln treffen auf cremig-stückiges Apfelkompott, weiche süßlich geschmorte Zwiebeln und außen gebräunte, würzige Blutwurst.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Schupfnudeln zubereiten

  1. Kartoffeln garen und pressen

    Kartoffeln mit Schale in reichlich Salzwasser etwa 25 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich und lassen sich leicht durchstechen.

    • Die Kartoffeln möglichst warm pressen, damit der Teig später locker bleibt.
  2. Teig kneten

    Die gepressten Kartoffeln mit Weizenmehl, Ei, Eigelb, Salz und Muskatnuss zügig zu einem weichen, formbaren Teig verkneten. Nur so viel zusätzliches Mehl verwenden, dass der Teig nicht mehr stark klebt.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, formbar und klebt nicht mehr stark an den Händen.

    • Nicht lange kneten, sonst können die Schupfnudeln zäh werden.
  3. Schupfnudeln formen

    Den Teig in vier Stücke teilen. Auf wenig Mehl zu fingerdicken Rollen formen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück zwischen den Handflächen zu einer länglichen Schupfnudel mit spitzen Enden rollen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Stücke sind ähnlich groß und an den Enden zugespitzt.

    • Die geformten Schupfnudeln auf wenig Mehl ablegen, damit sie nicht zusammenkleben.
  4. Schupfnudeln sieden

    Einen großen Topf mit Salzwasser zum Sieden bringen. Die Schupfnudeln portionsweise hineingeben und etwa 4 bis 5 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln steigen an die Oberfläche.

    • Nicht zu viele Schupfnudeln gleichzeitig ins Wasser geben.

Kompott und Zwiebeln kochen

  1. Apfelkompott kochen

    Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Wasser, Zitronensaft, Zucker und Zimt in einen Topf geben. Aufkochen und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten weich dünsten. Das Kompott darf noch leicht stückig bleiben.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Apfelstücke sind weich, aber noch teilweise erkennbar.

    • Das Kompott nicht vollständig zerkochen, damit etwas Struktur bleibt.
  2. Zwiebeln schmoren

    Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln mit Zucker und Salz bei niedriger bis mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten weich und goldbraun schmoren. Bei Bedarf einen Esslöffel Wasser zugeben.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.

    • Niedrige bis mittlere Hitze verhindert, dass Zucker und Zwiebeln zu schnell dunkel werden.

Blutwurst braten und anrichten

  1. Blutwurst braten

    Blutwurst in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und vorsichtig im Mehl wenden. Öl in einer zweiten Pfanne erhitzen und die Scheiben bei mittlerer Hitze von jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten, bis sie außen gebräunt sind.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen gebräunt und behalten möglichst ihre Form.

    • Die Scheiben vorsichtig wenden, damit die Wursthülle nicht aufreißt.
  2. Schupfnudeln goldbraun braten

    Butter in der Pfanne der Schupfnudeln erhitzen. Die abgetropften Schupfnudeln darin 6 bis 8 Minuten rundherum goldbraun braten. Dabei vorsichtig wenden, damit sie ihre Form behalten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln sind rundherum goldbraun und außen leicht knusprig.

    • Die Schupfnudeln erst wenden, wenn die Unterseite gebräunt ist.
  3. Anrichten und servieren

    Schupfnudeln mit Apfelkompott, geschmorten Zwiebeln und gebratener Blutwurst auf vier Tellern anrichten und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Alle Komponenten sind heiß beziehungsweise warm und werden direkt serviert.

    • Die Komponenten getrennt oder locker nebeneinander anrichten, damit die Schupfnudeln ihre goldbraune Oberfläche behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffeln warm verarbeiten: Die Kartoffeln noch warm pellen und pressen. So lässt sich der Teig mit weniger zusätzlichem Mehl formen.
  • Arbeitsschritte kombinieren: Apfelkompott und Zwiebeln können zubereitet werden, während der Schupfnudelteig ruht beziehungsweise die geformten Schupfnudeln portionsweise gegart werden.
  • Schupfnudeln und Blutwurst vorsichtig wenden: Beide Komponenten sind empfindlich. Mit ausreichend Platz in der Pfanne und vorsichtigem Wenden bleiben sie besser in Form.

Zutatenwissen

Frische Blutwurst einkaufen

Frische, ungeräucherte Blutwurst ist besonders zuverlässig in Metzgereien, auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Geräucherte Alternative

Geräucherte Blutwurst kann verwendet werden. Sie schmeckt kräftiger und bleibt beim Braten meist etwas fester.

Säuerliche Äpfel verwenden

Säuerliche Äpfel halten den fruchtigen Teil des Gerichts im Gleichgewicht mit der würzigen Blutwurst und den süßen Zwiebeln.

Sinnvolle Alternativen

geräucherte Blutwurst

Der Geschmack wird kräftiger; die Scheiben bleiben beim Braten meist etwas fester.

Die geräucherte Blutwurst wie die frische Blutwurst in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, mehlieren und braten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Schupfnudeln werden schwer oder fest.

Nur so viel Mehl einarbeiten, dass der Teig formbar ist und nicht mehr stark klebt.

Mit kleinen Portionen geformter Schupfnudeln beginnen und die übrigen Stücke besonders kurz kneten.

Die Schupfnudeln zerfallen beim Sieden.

Den Teig ausreichend formbar halten und die Schupfnudeln portionsweise in nur siedendes Wasser geben.

Den restlichen Teig mit wenig zusätzlichem Mehl nacharbeiten und erneut vorsichtig testen.

Die Zwiebeln werden dunkel oder bitter.

Bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren und bei Bedarf etwas Wasser zugeben.

Verbrannte Zwiebeln nicht weiterverwenden; eine neue kleine Portion langsam schmoren.

Die Blutwurstscheiben reißen beim Braten auf.

Die Scheiben vorsichtig wenden und bei mittlerer Hitze braten.

Aufgeplatzte Scheiben trotzdem vollständig bräunen und vorsichtig servieren.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus der Pfanne servieren: Das Gericht sofort nach dem Anrichten servieren, damit die Schupfnudeln goldbraun bleiben und die Blutwurst warm ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl wird für Teig, Formen und zum Wenden der Blutwurst verwendet.
  • Ei: enthält · Ei und Eigelb sind Bestandteile des Schupfnudelteigs.
  • Milch: enthält · Butter wird zum Braten der Schupfnudeln und zum Schmoren der Zwiebeln verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich geräucherte Blutwurst verwenden?

Ja. Geräucherte Blutwurst ist eine mögliche Alternative, schmeckt kräftiger und bleibt beim Braten meist etwas fester.

Warum müssen die Kartoffeln noch warm gepresst werden?

Warme Kartoffeln lassen sich leichter pressen und benötigen meist weniger zusätzliches Mehl. Dadurch bleiben die Schupfnudeln lockerer.

Soll das Apfelkompott vollständig glatt sein?

Nein. Es darf leicht stückig bleiben, damit die Apfelstruktur erhalten bleibt.

Was kann ich parallel zubereiten?

Apfelkompott und Zwiebeln können zubereitet werden, während die Schupfnudeln geformt oder portionsweise gesiedet werden.

Aus unserer Küche

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