Frische Blutwurst einkaufen
Frische, ungeräucherte Blutwurst ist besonders zuverlässig in Metzgereien, auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Rheinisches Hauptgericht
Rheinisches Hauptgericht mit selbstgemachten Schupfnudeln, mildem Apfelkompott, langsam geschmorten Zwiebeln und gebratener frischer Blutwurst.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die rheinische Küche verbindet bei Himmel un Ääd fruchtige Äpfel mit Kartoffeln, Zwiebeln und gebratener Blutwurst. In dieser Variante werden die Kartoffeln zu selbstgemachten Schupfnudeln verarbeitet, die nach dem Sieden goldbraun in Butter braten. Apfelkompott und geschmorte Zwiebeln ergänzen die würzige Blutwurst zu einem vollständigen Hauptgericht.
Goldbraun gebratene Schupfnudeln treffen auf cremig-stückiges Apfelkompott, weiche süßlich geschmorte Zwiebeln und außen gebräunte, würzige Blutwurst.
Schritt für Schritt
Kartoffeln mit Schale in reichlich Salzwasser etwa 25 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich und lassen sich leicht durchstechen.
Die gepressten Kartoffeln mit Weizenmehl, Ei, Eigelb, Salz und Muskatnuss zügig zu einem weichen, formbaren Teig verkneten. Nur so viel zusätzliches Mehl verwenden, dass der Teig nicht mehr stark klebt.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, formbar und klebt nicht mehr stark an den Händen.
Den Teig in vier Stücke teilen. Auf wenig Mehl zu fingerdicken Rollen formen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück zwischen den Handflächen zu einer länglichen Schupfnudel mit spitzen Enden rollen.
Daran erkennst du es: Alle Stücke sind ähnlich groß und an den Enden zugespitzt.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Sieden bringen. Die Schupfnudeln portionsweise hineingeben und etwa 4 bis 5 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln steigen an die Oberfläche.
Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Wasser, Zitronensaft, Zucker und Zimt in einen Topf geben. Aufkochen und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten weich dünsten. Das Kompott darf noch leicht stückig bleiben.
Daran erkennst du es: Die Apfelstücke sind weich, aber noch teilweise erkennbar.
Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln mit Zucker und Salz bei niedriger bis mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten weich und goldbraun schmoren. Bei Bedarf einen Esslöffel Wasser zugeben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.
Blutwurst in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und vorsichtig im Mehl wenden. Öl in einer zweiten Pfanne erhitzen und die Scheiben bei mittlerer Hitze von jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten, bis sie außen gebräunt sind.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen gebräunt und behalten möglichst ihre Form.
Butter in der Pfanne der Schupfnudeln erhitzen. Die abgetropften Schupfnudeln darin 6 bis 8 Minuten rundherum goldbraun braten. Dabei vorsichtig wenden, damit sie ihre Form behalten.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln sind rundherum goldbraun und außen leicht knusprig.
Schupfnudeln mit Apfelkompott, geschmorten Zwiebeln und gebratener Blutwurst auf vier Tellern anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Alle Komponenten sind heiß beziehungsweise warm und werden direkt serviert.
Gut zu wissen
Frische, ungeräucherte Blutwurst ist besonders zuverlässig in Metzgereien, auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Geräucherte Blutwurst kann verwendet werden. Sie schmeckt kräftiger und bleibt beim Braten meist etwas fester.
Säuerliche Äpfel halten den fruchtigen Teil des Gerichts im Gleichgewicht mit der würzigen Blutwurst und den süßen Zwiebeln.
Der Geschmack wird kräftiger; die Scheiben bleiben beim Braten meist etwas fester.
Die geräucherte Blutwurst wie die frische Blutwurst in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, mehlieren und braten.
Nur so viel Mehl einarbeiten, dass der Teig formbar ist und nicht mehr stark klebt.
Mit kleinen Portionen geformter Schupfnudeln beginnen und die übrigen Stücke besonders kurz kneten.
Den Teig ausreichend formbar halten und die Schupfnudeln portionsweise in nur siedendes Wasser geben.
Den restlichen Teig mit wenig zusätzlichem Mehl nacharbeiten und erneut vorsichtig testen.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren und bei Bedarf etwas Wasser zugeben.
Verbrannte Zwiebeln nicht weiterverwenden; eine neue kleine Portion langsam schmoren.
Die Scheiben vorsichtig wenden und bei mittlerer Hitze braten.
Aufgeplatzte Scheiben trotzdem vollständig bräunen und vorsichtig servieren.
Häufig gefragt
Ja. Geräucherte Blutwurst ist eine mögliche Alternative, schmeckt kräftiger und bleibt beim Braten meist etwas fester.
Warme Kartoffeln lassen sich leichter pressen und benötigen meist weniger zusätzliches Mehl. Dadurch bleiben die Schupfnudeln lockerer.
Nein. Es darf leicht stückig bleiben, damit die Apfelstruktur erhalten bleibt.
Apfelkompott und Zwiebeln können zubereitet werden, während die Schupfnudeln geformt oder portionsweise gesiedet werden.
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