Graue Erbsen
Getrocknete graue Erbsen werden auch Kapuzinererbsen genannt. Gelbe Schälerbsen sind eine mögliche Alternative, zerfallen jedoch schneller und schmecken milder.
Norddeutsches Erbsengericht
Getrennt gegarte Graue Erbsen treffen auf Salzkartoffeln, Kasseler, geräucherte Schweinebacke und Kochwürste. Eine warme Speck-Zwiebel-Stippe verbindet die herzhaften Komponenten auf dem Teller.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Grauen Erbsen werden eingeweicht und anschließend separat weich gekocht, damit sie ihre Form behalten. Dazu kommen zart gegartes Fleisch, Kochwürste und Kartoffeln; die würzige Stippe aus Speck, Zwiebel und Brühe wird zum Schluss darübergegeben.
Weiche, noch formstabile Erbsen und milde Kartoffeln stehen neben herzhaftem Kasseler, rauchiger Schweinebacke und würziger Kochwurst. Die warme Speck-Zwiebel-Stippe ist sämig und kräftig; ein Spritzer Apfelessig bringt frische Säure.
Schritt für Schritt
Die Erbsen verlesen, waschen und in einer großen Schüssel mit reichlich kaltem Wasser 8–12 Stunden einweichen. Anschließend abgießen und gründlich abspülen.
Kasseler und Schweinebacke in einen Topf legen und mit Wasser bedecken. Langsam aufkochen, dann bei kleiner Hitze etwa 40 Minuten sanft garen, ohne die Flüssigkeit sprudelnd kochen zu lassen. Die Kochwürste für die letzten 15 Minuten dazugeben. Fleisch und Würste herausheben und die Brühe auffangen; 250 ml für die Speckstippe abmessen.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind nach der angegebenen Garzeit gegart und lassen sich zum Schneiden aus dem Topf nehmen.
Die eingeweichten Erbsen mit 1,5 l frischem Wasser und dem Lorbeerblatt in einen zweiten Topf geben. Aufkochen, zugedeckt bei kleiner Hitze 60–90 Minuten garen und bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen. Gegen Ende salzen und mit schwarzem Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Erbsen sind weich, behalten aber noch ihre Form.
Die Kartoffeln schälen und je nach Größe halbieren. In einem Topf mit leicht gesalzenem Wasser 18–22 Minuten garen. Währenddessen können die übrigen Komponenten weitergaren. Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, wenn sich ein Messer leicht hineinstechen lässt.
Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Zwiebel und Butter dazugeben und goldgelb braten. Das Mehl einrühren, dann nach und nach 250 ml der aufgefangenen Brühe zugießen und unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen. Mit schwarzem Pfeffer und nach Geschmack mit Apfelessig abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Stippe ist heiß und leicht gebunden; die Zwiebel ist goldgelb.
Kasseler und Schweinebacke in Scheiben schneiden. Erbsen, Kartoffeln, Fleisch und Kochwürste auf vier Tellern anrichten und die heiße Speckstippe darübergeben.
Gut zu wissen
Getrocknete graue Erbsen werden auch Kapuzinererbsen genannt. Gelbe Schälerbsen sind eine mögliche Alternative, zerfallen jedoch schneller und schmecken milder.
Sie zerfallen schneller und schmecken milder; Farbe und Biss unterscheiden sich von Grauen Erbsen.
Die Grauen Erbsen durch gelbe Schälerbsen ersetzen. Während des Garens früher auf die Konsistenz prüfen und rechtzeitig vom Herd nehmen, wenn sie weich sind.
Gegen Ende der angegebenen Garzeit regelmäßig prüfen und bei weichen, noch formstabilen Erbsen aufhören.
Zerfallene Erbsen können trotzdem mit Kartoffeln und Fleisch angerichtet werden; die Konsistenz wird dann weicher.
Die Brühe nach und nach zugießen und dabei kontinuierlich rühren.
Die Stippe kräftig glatt rühren und bei Bedarf durch ein Sieb passieren.
Die Erbsen gegen Ende der Garzeit probieren und nach Geschmack würzen.
Vor dem Anrichten vorsichtig mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Gelbe Schälerbsen bringen eine mildere, weichere Variante auf den Teller.
Häufig gefragt
Die Erbsen 8–12 Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen. Danach abgießen und gründlich abspülen.
Die Erbsen zugedeckt bei kleiner Hitze sanft garen, nicht sprudelnd kochen und gegen Ende regelmäßig auf ihre Konsistenz prüfen.
Nein. Der Apfelessig wird nach Geschmack zugegeben und lässt sich weglassen.
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