Spreewälder Kartoffelsuppe mit Kasseler

Deftige Spreewald-Kartoffelsuppe

Kräftige Kartoffelsuppe mit Kasseler, getrockneten Mischpilzen und einer würzigen Speck-Gurken-Einlage, abgerundet mit kaltgepresstem LeinölLeinöl ist ein aus den Samen des Gemeinen Leins gewonnenes Pflanzenöl mit charakteristisch hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren..

Zum Rezept
Spreewälder Kartoffelsuppe mit Kasseler
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 75 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Pilze, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Ziehenlassen und Aufgießen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der selbst gekochte Kasselerfond gibt Kartoffeln und Gemüse eine kräftige, herzhafte Basis.
  • Grob gestampfte Kartoffeln sorgen für eine sämige Suppe mit angenehm stückiger Struktur.
  • Getrocknete Pilze vertiefen das Aroma und bringen Waldnoten in den Fond.
  • Die knusprige Speck-Gurken-Einlage setzt einen würzigen Kontrast mit leichtem Biss.
  • Leinöl wird erst beim Servieren ergänzt und bewahrt dadurch sein charakteristisches Aroma.

Diese Spreewälder Kartoffelsuppe verbindet grob gestampfte Kartoffeln mit Kasseler, Pilzen und einer herzhaften Speck-Gurken-Einlage. Der Kasselerfond bildet die aromatische Grundlage, während Leinöl am Schluss eine typisch nussige Note ergänzt.

Sämig und zugleich stückig, mit kräftigem Kasseleraroma, erdigen Pilznoten, salzig-würziger Specknote und frischem, leicht säuerlichem Gurkenbiss. Das Leinöl sorgt für einen mild-nussigen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kasselerfond kochen

    Kasseler-Nacken, Wasser, die halbierte Zwiebel, Lorbeerblatt, Nelken und Pfefferkörner in den Suppentopf geben. Aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 40 Minuten leise garen, bis das Fleisch weich ist.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Kasseler lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.

    • Nicht stark sprudelnd kochen, damit der Fond möglichst klar bleibt.
  2. Fond auffangen und Pilze einweichen

    Kasseler herausheben und kurz abkühlen lassen. Den Kochfond durch ein feines Sieb gießen und auffangen. Die getrockneten Mischpilze mit dem heißen Wasser übergießen und etwa 15 Minuten quellen lassen. Das Kasseler anschließend in mundgerechte Stücke schneiden, sobald es handhabbar ist.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pilze sind weich und vollständig aufgequollen.

    • Das Einweichwasser wird später mit den Pilzen verwendet und bringt zusätzliches Aroma.
  3. Kartoffeln garen und grob stampfen

    Die Kartoffeln in den heißen Kochfond geben und etwa 15 Minuten garen. Anschließend mit dem Kartoffelstampfer einige Male durch den Topf gehen, sodass die Suppe sämig wird, aber noch deutliche Kartoffelstücke behält.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Nicht vollständig pürieren; die grob gestampfte Struktur gehört zum Charakter der Suppe.
  4. Gemüse und Pilze köcheln

    Möhre, Sellerie, Lauch sowie die ausgedrückten und klein geschnittenen Pilze samt Einweichwasser hinzufügen. Weitere 10 bis 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Möhre, Sellerie und Lauch sind weich, behalten aber noch etwas Form.

    • Während die Suppe köchelt, die Speck-Gurken-Einlage in der Pfanne zubereiten.
  5. Speck-Gurken-Einlage braten

    Während die Suppe köchelt, das Öl in der Pfanne erhitzen. Speck und fein gewürfelte Zwiebel darin langsam knusprig braten. Die Gurkenwürfel kurz unterschwenken, damit sie warm werden, aber Biss behalten.

    Daran erkennst du es: Der Speck ist knusprig und die Zwiebel leicht gebräunt; die Gurken bleiben bissfest.

    • Die Gurken nicht lange mitbraten, sonst verlieren sie ihre frische Säurenote und ihren Biss.
  6. Kasseler und Einlage zugeben

    Das vorbereitete Kasseler und die Speck-Gurken-Mischung in die Suppe geben. Alles noch etwa 2 Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Kasseler und Einlage sind durchgehend heiß.

  7. Abschmecken und servieren

    Die Suppe mit schwarzem Pfeffer und vorsichtig mit Salz abschmecken. In vorgewärmte Teller schöpfen und mit etwas Leinöl beträufeln.

    Daran erkennst du es: Die Suppe schmeckt ausgewogen würzig und wird sofort serviert.

    • Das Leinöl nicht mitkochen, sondern erst auf den Tellern ergänzen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Fond nur sanft köcheln: Ein ruhiges Köcheln hält den Kasselerfond aromatisch und verhindert unnötige Trübung.
  • Nicht vollständig pürieren: Die Kartoffeln nur einige Male grob stampfen. So bleibt die Suppe sämig, aber mit stückiger Struktur.
  • Erst am Ende salzen: Kasseler, Speck und Gewürzgurken bringen bereits Salz und Würze mit. Deshalb erst nach dem Zugeben der Einlage abschmecken.
  • Leinöl erst beim Servieren verwenden: Das Leinöl wird am Ende über die Suppe geträufelt und nicht mitgekocht, damit sein charakteristisches Aroma erhalten bleibt.

Zutatenwissen

Spreewälder Gurken

Kräftige Spreewälder Salz- oder Gewürzgurken geben der Einlage Säure und Biss. Kräftige Dillgurken funktionieren ebenfalls, schmecken aber milder und weniger typisch.

Kaltgepresstes Leinöl

Mildes kaltgepresstes Leinöl ergänzt die Suppe mit einer leicht nussigen Note. Es passt besonders gut zum regionalen Charakter des Gerichts und wird erst beim Servieren verwendet.

Getrocknete Mischpilze

Das Einweichwasser nicht wegschütten, sondern zusammen mit den Pilzen in die Suppe geben. So wird das Pilzaroma intensiver.

Sinnvolle Alternativen

Kräftige Dillgurken

Die Suppe schmeckt etwas milder und weniger charakteristisch nach Spreewald.

Die Dillgurken genauso klein würfeln und in Schritt 5 nur kurz in der Speck-Zwiebel-Mischung erwärmen.

Mildes Rapsöl

Die leicht nussige, charakteristische Leinölnote fällt schwächer aus.

Das Rapsöl erst beim Servieren über die Suppe geben.

Getrocknete Steinpilze oder Champignons

Steinpilze ergeben ein intensiveres, erdigeres Aroma; Champignons schmecken milder.

Die Ersatzpilze wie die Mischpilze in heißem Wasser einweichen und mit dem Einweichwasser verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Suppe wird vollständig glatt und breiig.

Nur einige Male mit dem Kartoffelstampfer durch den Topf gehen und Stücke erhalten.

Mit etwas heißem Fond oder Wasser verdünnen und einige gegarte Kartoffelstücke unterheben, falls vorhanden.

Die Gurken werden weich und verlieren ihren frischen Biss.

Die Gurken erst am Ende kurz unterschwenken.

Zusätzliche frisch gewürfelte Gurke erst beim Servieren ergänzen.

Die Suppe schmeckt zu salzig.

Erst ganz am Ende vorsichtig salzen.

Mit ungesalzener heißer Flüssigkeit und gegebenenfalls zusätzlichen Kartoffeln verdünnen.

Das Leinölaroma wirkt flach oder unangenehm.

Leinöl erst auf die angerichteten Portionen träufeln.

Die Suppe mit frischem Leinöl erst unmittelbar vor dem Servieren abrunden.

Varianten

Mildere Gurkenvariante

Eine weniger säuerliche Version mit kräftigen Dillgurken statt Spreewälder Salz- oder Gewürzgurken.

Pilzbetonte Variante

Eine intensivere Waldpilz-Version mit getrockneten Steinpilzen.

Servieren und kombinieren

  • Mit Leinöl servieren: Die Suppe in vorgewärmte Teller schöpfen und jede Portion mit etwas kaltgepresstem Leinöl beträufeln.
  • Mit kräftigem Brot: Ein kräftiges Bauernbrot oder Roggenbrot passt gut zur sämigen Suppe und nimmt den würzigen Fond auf.
  • Gurken als Einlage: Die Speck-Gurken-Mischung erst kurz vor dem Servieren unterheben oder portionsweise auf die Suppe geben, damit ihr Biss erhalten bleibt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Suppe kann bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht werden. Für die beste Textur die Speck-Gurken-Einlage möglichst getrennt aufbewahren und erst beim Erwärmen oder Servieren zugeben.

Aufbewahren

Die abgekühlte Suppe in einen verschließbaren Behälter füllen und im Kühlschrank lagern. Einlage und Leinöl möglichst getrennt aufbewahren.

Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die Kartoffelstruktur kann sich nach dem Einfrieren verändern; die Speck-Gurken-Einlage und das Leinöl sind dafür besonders ungeeignet.

Aufwärmen

  • Herd: Die Suppe in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen und gelegentlich umrühren. Nicht stark sprudelnd kochen. Einlage nach Möglichkeit erst am Ende zugeben.

Allergene und Nährwerte

  • Sellerie: enthält · Knollensellerie ist ausdrücklich als Zutat enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Gurken direkt in die Suppe geben?

Ja. Für mehr Biss und einen deutlicheren Kontrast ist es jedoch besser, die Gurken kurz mit Speck und Zwiebel zu erwärmen und erst danach als Einlage zuzugeben.

Kann ich das Leinöl ersetzen?

Mildes Rapsöl ist eine mögliche Alternative. Die Suppe verliert dadurch allerdings die leicht nussige und charakteristische Leinölnote.

Welche Pilze eignen sich als Ersatz für Mischpilze?

Getrocknete Steinpilze oder getrocknete Champignons können verwendet werden. Sie verändern jeweils die Intensität und Art des Pilzaromas.

Wie sämig soll die Kartoffelsuppe sein?

Die Suppe soll durch das grobe Stampfen sämig werden, aber noch erkennbare Kartoffel- und Gemüsestücke enthalten. Bei Bedarf kann die Konsistenz mit etwas heißem Fond angepasst werden.

Aus unserer Küche

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