Spreewälder Gurken
Kräftige Spreewälder Salz- oder Gewürzgurken geben der Einlage Säure und Biss. Kräftige Dillgurken funktionieren ebenfalls, schmecken aber milder und weniger typisch.
Deftige Spreewald-Kartoffelsuppe
Kräftige Kartoffelsuppe mit Kasseler, getrockneten Mischpilzen und einer würzigen Speck-Gurken-Einlage, abgerundet mit kaltgepresstem LeinölLeinöl ist ein aus den Samen des Gemeinen Leins gewonnenes Pflanzenöl mit charakteristisch hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Spreewälder Kartoffelsuppe verbindet grob gestampfte Kartoffeln mit Kasseler, Pilzen und einer herzhaften Speck-Gurken-Einlage. Der Kasselerfond bildet die aromatische Grundlage, während Leinöl am Schluss eine typisch nussige Note ergänzt.
Sämig und zugleich stückig, mit kräftigem Kasseleraroma, erdigen Pilznoten, salzig-würziger Specknote und frischem, leicht säuerlichem Gurkenbiss. Das Leinöl sorgt für einen mild-nussigen Abschluss.
Schritt für Schritt
Kasseler-Nacken, Wasser, die halbierte Zwiebel, Lorbeerblatt, Nelken und Pfefferkörner in den Suppentopf geben. Aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 40 Minuten leise garen, bis das Fleisch weich ist.
Daran erkennst du es: Das Kasseler lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Kasseler herausheben und kurz abkühlen lassen. Den Kochfond durch ein feines Sieb gießen und auffangen. Die getrockneten Mischpilze mit dem heißen Wasser übergießen und etwa 15 Minuten quellen lassen. Das Kasseler anschließend in mundgerechte Stücke schneiden, sobald es handhabbar ist.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind weich und vollständig aufgequollen.
Die Kartoffeln in den heißen Kochfond geben und etwa 15 Minuten garen. Anschließend mit dem Kartoffelstampfer einige Male durch den Topf gehen, sodass die Suppe sämig wird, aber noch deutliche Kartoffelstücke behält.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.
Möhre, Sellerie, Lauch sowie die ausgedrückten und klein geschnittenen Pilze samt Einweichwasser hinzufügen. Weitere 10 bis 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
Daran erkennst du es: Möhre, Sellerie und Lauch sind weich, behalten aber noch etwas Form.
Während die Suppe köchelt, das Öl in der Pfanne erhitzen. Speck und fein gewürfelte Zwiebel darin langsam knusprig braten. Die Gurkenwürfel kurz unterschwenken, damit sie warm werden, aber Biss behalten.
Daran erkennst du es: Der Speck ist knusprig und die Zwiebel leicht gebräunt; die Gurken bleiben bissfest.
Das vorbereitete Kasseler und die Speck-Gurken-Mischung in die Suppe geben. Alles noch etwa 2 Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Daran erkennst du es: Kasseler und Einlage sind durchgehend heiß.
Die Suppe mit schwarzem Pfeffer und vorsichtig mit Salz abschmecken. In vorgewärmte Teller schöpfen und mit etwas Leinöl beträufeln.
Daran erkennst du es: Die Suppe schmeckt ausgewogen würzig und wird sofort serviert.
Gut zu wissen
Kräftige Spreewälder Salz- oder Gewürzgurken geben der Einlage Säure und Biss. Kräftige Dillgurken funktionieren ebenfalls, schmecken aber milder und weniger typisch.
Mildes kaltgepresstes Leinöl ergänzt die Suppe mit einer leicht nussigen Note. Es passt besonders gut zum regionalen Charakter des Gerichts und wird erst beim Servieren verwendet.
Das Einweichwasser nicht wegschütten, sondern zusammen mit den Pilzen in die Suppe geben. So wird das Pilzaroma intensiver.
Die Suppe schmeckt etwas milder und weniger charakteristisch nach Spreewald.
Die Dillgurken genauso klein würfeln und in Schritt 5 nur kurz in der Speck-Zwiebel-Mischung erwärmen.
Die leicht nussige, charakteristische Leinölnote fällt schwächer aus.
Das Rapsöl erst beim Servieren über die Suppe geben.
Steinpilze ergeben ein intensiveres, erdigeres Aroma; Champignons schmecken milder.
Die Ersatzpilze wie die Mischpilze in heißem Wasser einweichen und mit dem Einweichwasser verwenden.
Nur einige Male mit dem Kartoffelstampfer durch den Topf gehen und Stücke erhalten.
Mit etwas heißem Fond oder Wasser verdünnen und einige gegarte Kartoffelstücke unterheben, falls vorhanden.
Die Gurken erst am Ende kurz unterschwenken.
Zusätzliche frisch gewürfelte Gurke erst beim Servieren ergänzen.
Erst ganz am Ende vorsichtig salzen.
Mit ungesalzener heißer Flüssigkeit und gegebenenfalls zusätzlichen Kartoffeln verdünnen.
Leinöl erst auf die angerichteten Portionen träufeln.
Die Suppe mit frischem Leinöl erst unmittelbar vor dem Servieren abrunden.
Eine weniger säuerliche Version mit kräftigen Dillgurken statt Spreewälder Salz- oder Gewürzgurken.
Eine intensivere Waldpilz-Version mit getrockneten Steinpilzen.
Die Suppe kann bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht werden. Für die beste Textur die Speck-Gurken-Einlage möglichst getrennt aufbewahren und erst beim Erwärmen oder Servieren zugeben.
Die abgekühlte Suppe in einen verschließbaren Behälter füllen und im Kühlschrank lagern. Einlage und Leinöl möglichst getrennt aufbewahren.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Kartoffelstruktur kann sich nach dem Einfrieren verändern; die Speck-Gurken-Einlage und das Leinöl sind dafür besonders ungeeignet.
Häufig gefragt
Ja. Für mehr Biss und einen deutlicheren Kontrast ist es jedoch besser, die Gurken kurz mit Speck und Zwiebel zu erwärmen und erst danach als Einlage zuzugeben.
Mildes Rapsöl ist eine mögliche Alternative. Die Suppe verliert dadurch allerdings die leicht nussige und charakteristische Leinölnote.
Getrocknete Steinpilze oder getrocknete Champignons können verwendet werden. Sie verändern jeweils die Intensität und Art des Pilzaromas.
Die Suppe soll durch das grobe Stampfen sämig werden, aber noch erkennbare Kartoffel- und Gemüsestücke enthalten. Bei Bedarf kann die Konsistenz mit etwas heißem Fond angepasst werden.
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