Beifuß
Beifuß gibt dem Gänsebraten eine herbe, würzige Note. Frische Zweige sind saisonal auf Wochenmärkten und in gut sortierten Kräuterabteilungen erhältlich; getrockneter Beifuß wird in Gewürzgeschäften und teilweise in Reformhäusern geführt.
Geflügelbraten nach sächsischer Art
Festlicher Gänsebraten mit säuerlichen Äpfeln, Zwiebeln und BeifußGetrockneter Beifuß ist ein herb-würziges Küchenkraut, das besonders zu fetten Speisen, Geflügel und kräftigen Gemüsegerichten passt. gefüllt, dazu geschmorter Rotkohl, Kartoffelklöße und eine kräftige Bratensoße.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gans nach sächsischer Art verbindet knusprig gebräunte Haut mit einer aromatischen Füllung aus Äpfeln, Zwiebeln und Beifuß. Rotkohl, Kartoffelklöße und die aus dem Bratensatz gebundene Soße ergänzen den Braten zu einer vollständigen, bodenständigen Festmahlzeit.
Die Haut wird zum Schluss goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig und kräftig aromatisch bleibt. Die Apfel-Zwiebel-Füllung schmeckt würzig und leicht fruchtig, der Rotkohl süß-säuerlich, die Klöße weich mit gerösteter Brotfüllung und die Soße vollmundig.
Schritt für Schritt
Die Gans innen und außen kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Überschüssiges Fett am Bürzel entfernen. Die Gans innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben. Äpfel und die drei für die Füllung vorgesehenen Zwiebeln grob würfeln, mit frischem oder getrocknetem Beifuß mischen und die Gans locker damit füllen. Die Öffnung mit Küchengarn oder Holzspießen verschließen.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Gans mit der Brustseite nach unten in den Bräter legen, 500 ml heißes Wasser angießen und 45 Minuten braten.
Daran erkennst du es: Die Haut beginnt zu bräunen und Fett tritt aus.
Die Gans wenden, die Haut an Brust und Keulen vorsichtig einstechen und weitere 90 bis 120 Minuten bei 180 °C braten. Zwischendurch austretendes Fett abschöpfen und die Gans mit dem Bratensaft übergießen. Falls der Bräter trocken wird, etwas Geflügelfond nachgießen. Während dieser längeren Garphase können Rotkohl und Kartoffelklöße parallel vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Gans ist weitgehend durchgegart, die Keulen lassen sich bereits etwas bewegen.
Für eine knusprige Haut die Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen und die Gans 15 bis 20 Minuten weiterbraten. Sie ist gar, wenn sich die Keulen leicht bewegen lassen und das Fleisch an der dicksten Stelle vollständig durchgegart ist. Die Gans vor dem Tranchieren etwa 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist goldbraun und knusprig; die Keulen lassen sich leicht bewegen.
Die äußeren Blätter und den Strunk entfernen, den Kohl fein schneiden und die Zwiebel würfeln. Äpfel schälen, vierteln und in kleine Stücke schneiden. Gänsefett oder Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Zucker kurz anschwitzen, dann Rotkohl und Äpfel zufügen. Mit Apfelessig und Apfelsaft ablöschen. Nelken und Lorbeerblatt zugeben, den Kohl salzen und pfeffern und zugedeckt etwa 60 Minuten bei kleiner Hitze schmoren. Die Gewürze vor dem Servieren entfernen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht vollständig zerfallen, und schmeckt süß-säuerlich.
1 kg Kartoffeln in der Schale weich kochen, abgießen, ausdampfen lassen, pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die übrigen 500 g Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem sauberen Tuch sehr kräftig ausdrücken. Die Flüssigkeit kurz stehen lassen, das Wasser abgießen und die abgesetzte Kartoffelstärke auffangen.
Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffeln lassen sich leicht durchstechen und pressen.
Gekochte Kartoffeln, rohe Kartoffelmasse, aufgefangene Kartoffelstärke, Kartoffelstärke, Ei, Salz und Muskat zu einem glatten Teig verkneten. Weißbrot würfeln und in der Hälfte der Butter goldbraun rösten. Aus dem Kartoffelteig acht Klöße formen und jeweils einige Brotwürfel in die Mitte geben.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und hält beim Rollen zusammen.
Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen, die Klöße einlegen und die Hitze so weit reduzieren, dass das Wasser nur noch leicht siedet. Die Klöße 20 bis 25 Minuten gar ziehen lassen. Die restliche Butter schmelzen.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen auf und sind beim Herausheben fest, aber noch weich.
Den Bratensatz durch ein Sieb in einen Topf gießen und das Fett abheben. Den Bratensatz mit dem restlichen Geflügelfond aufkochen und einige Minuten einkochen lassen. Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, in die kochende Soße geben und kurz binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist leicht gebunden und überzieht die Rückseite eines Löffels.
Die Gans tranchieren und mit Rotkohl, Kartoffelklößen und Bratensoße anrichten. Die Klöße nach Wunsch mit der geschmolzenen Butter beträufeln.
Daran erkennst du es: Die Portionen sind angerichtet und die Soße wird heiß serviert.
Gut zu wissen
Beifuß gibt dem Gänsebraten eine herbe, würzige Note. Frische Zweige sind saisonal auf Wochenmärkten und in gut sortierten Kräuterabteilungen erhältlich; getrockneter Beifuß wird in Gewürzgeschäften und teilweise in Reformhäusern geführt.
Säuerliche Äpfel bringen Frische in die kräftige Gans und unterstützen den süß-säuerlichen Charakter des Rotkohls.
Mehligkochende Kartoffeln geben dem Kloßteig genügend Stärke und sorgen für eine weiche, formbare Struktur.
Die Füllung schmeckt milder und weniger herb als mit Beifuß.
Beifuß durch Majoran ersetzen und die Menge nach gewünschter Intensität dosieren.
Der Rotkohl erhält ein milderes, weniger ausgeprägt gänsefettiges Aroma.
Die angegebene Menge Gänsefett vollständig durch Butter ersetzen.
Die Füllung nur locker einlegen und die Öffnung anschließend verschließen.
Falls die Gans außen stark bräunt, die Temperatur reduzieren und die Garzeit mit dem Garzustand des Fleisches abgleichen.
Den Bräter während der zweiten Garphase regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf Geflügelfond ergänzen.
Verbrannte Bestandteile nicht in die Soße geben; nur den nicht angebrannten Teil des Bratensatzes verwenden.
Die Klöße nur leicht siedend gar ziehen lassen und den Teig glatt verkneten.
Die übrige Kloßmasse mit etwas zusätzlicher Kartoffelstärke stabilisieren, bevor weitere Klöße geformt werden.
Speisestärke und kaltes Wasser vollständig verrühren und erst dann in die kochende Soße geben.
Die Soße durch ein feines Sieb passieren und nochmals kurz aufkochen.
Beifuß wird durch Majoran ersetzt, wodurch die Füllung milder und weniger herb ausfällt.
Der Rotkohl wird vollständig mit Butter statt Gänsefett angesetzt.
Die Qualität von knuspriger Haut, Klößen und Rotkohl nach dem Einfrieren ist für diese Rezeptfassung nicht näher festgelegt.
Häufig gefragt
Ja. Majoran ist als mildere Alternative genannt. Die Füllung schmeckt dann weniger herb.
Die Rezeptfassung sieht 45 Minuten bei 200 °C, anschließend 90 bis 120 Minuten bei 180 °C und zum Schluss 15 bis 20 Minuten bei 220 °C vor. Entscheidend ist der Garzustand des Fleisches, nicht allein die Uhrzeit.
Bei stark sprudelndem Wasser können die Klöße aufreißen oder zerfallen. Sie sollten nur leicht siedend gar ziehen.
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