Bohnenkraut
Getrocknetes Bohnenkraut gibt es im Gewürzregal. Frisches Bohnenkraut ist häufig im Kräutertopfbereich von Supermärkten, auf Wochenmärkten oder in Gärtnereien erhältlich.
Bohnengemüse mit Klößen
Würziges Bohnengemüse mit Speck-Zwiebel-Soße und gefüllten Thüringer Kartoffelklößen aus rohen und gekochten Kartoffeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Grüne Bohnen mit Thüringer Klößen verbinden ein würziges Bohnengemüse mit der bekannten Kartoffelspezialität aus Thüringen. Das Gemüse wird mit Zwiebel, Speck und einer sämigen Mehlschwitze gekocht, die Klöße werden aus rohen und gekochten Kartoffeln zubereitet. In Thüringen heißen sie je nach Gegend auch Hütes oder grüne Klöße – die Bezeichnungen stehen für regionale Vielfalt, nicht für nur eine einzig gültige Variante.
Die Bohnen sind weich, aber noch leicht bissfest, und von einer sämigen, würzigen Specksoße umhüllt. Die Klöße schmecken erdig und kartoffelig, mit einem buttrig-gerösteten Kern und einer weichen, kompakten Hülle.
Schritt für Schritt
Die grünen Bohnen putzen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Tiefgekühlte Bohnen direkt verwenden. In reichlich Salzwasser mit dem BohnenkrautBohnenkraut ist ein würzig-aromatisches Kraut für Hülsenfrüchte und herzhafte Speisen. 8 bis 10 Minuten bissfest garen. 450 ml Kochwasser abnehmen, die Bohnen abgießen und das Bohnenkraut entfernen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind gegart, aber noch leicht bissfest.
Wichtig: Vorsicht beim Abgießen des heißen Kochwassers.
Den Speck in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Zwiebel und Butter dazugeben und 3 Minuten glasig braten. Das Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Nach und nach das Bohnenkochwasser unterrühren, bis eine glatte Soße entsteht. Lorbeerblatt, Zucker, etwas Salz und Pfeffer zufügen und die Soße 5 Minuten leise köcheln lassen. Die Bohnen unterheben und weitere 8 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist sämig und die Bohnen sind vollständig von ihr umhüllt.
Die rohen Kartoffeln schälen und fein reiben. Die Masse in ein sauberes Küchentuch geben und über einer Schüssel kräftig auspressen. Das Kartoffelwasser 10 Minuten stehen lassen, vorsichtig abgießen und die abgesetzte Stärke auffangen. Die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken. Rohe Kartoffelmasse, gekochte Kartoffeln, aufgefangene Kartoffelstärke, die zusätzliche Kartoffelstärke und 2 TL Salz zu einem formbaren Teig vermengen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und hält beim Zusammendrücken zusammen.
Das Brötchen in kleine Würfel schneiden und in der Butter goldbraun rösten. Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und knapp unter dem Siedepunkt halten. Aus dem Kartoffelteig 8 Klöße formen, jeweils einige geröstete Brötchenwürfel in die Mitte geben und den Teig sorgfältig verschließen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind rund geformt und an der Oberfläche vollständig geschlossen.
Wichtig: Beim Formen und Einlegen in heißes Wasser vorsichtig arbeiten.
Die Klöße vorsichtig in das heiße Wasser geben. Sie dürfen nicht sprudelnd kochen, sondern sollen bei niedriger Hitze etwa 25 bis 30 Minuten ziehen. Wenn sie an die Oberfläche steigen, noch 5 Minuten ziehen lassen und anschließend mit einer Schaumkelle herausheben.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind an die Oberfläche gestiegen und bleiben beim Herausheben geschlossen.
Wichtig: Heißes Wasser und Dampf können Verbrühungen verursachen.
Gut zu wissen
Getrocknetes Bohnenkraut gibt es im Gewürzregal. Frisches Bohnenkraut ist häufig im Kräutertopfbereich von Supermärkten, auf Wochenmärkten oder in Gärtnereien erhältlich.
Für die Klöße werden mehligkochende Kartoffeln verwendet. Die gekochten Kartoffeln sollten vollständig ausgekühlt sein, bevor sie durch die Kartoffelpresse gedrückt werden.
Durchwachsener Räucherspeck wird zunächst ohne zusätzliches Fett ausgelassen. Die Butter kommt erst gemeinsam mit der Zwiebel hinzu.
Das Aroma wird milder und weniger pfeffrig als mit Bohnenkraut.
Das Bohnenkraut vollständig durch Majoran ersetzen und diesen wie im Rezept mit den Bohnen verwenden.
Das Bohnengemüse wird vegetarisch; die Speckwürze und das ausgelassene Fett fehlen, daher kann etwas mehr Butter oder Öl zum Anbraten nötig sein.
Räuchertofu würfeln und in etwas Fett anbraten, bevor die Zwiebel hinzugegeben wird.
Die Füllung bleibt möglich, kann aber etwas brüchiger werden.
Ein altbackenes glutenfreies Brötchen verwenden und die Würfel besonders sorgfältig goldbraun rösten.
Das Gericht erhält ein etwas anderes Aroma; bei geeigneter Margarine kann es milchfrei zubereitet werden.
Butter in beiden Verwendungen durch eine zum Braten geeignete Margarine ersetzen und die Produktkennzeichnung prüfen.
Das Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten, die rohe Kartoffelmasse kräftig ausdrücken und die Klöße vollständig schließen.
Die restliche Teigmasse mit etwas zusätzlicher Kartoffelstärke nacharbeiten und einen Probekloß garen.
Die Flüssigkeit nach und nach unter ständigem Rühren zugeben.
Die Soße durch ein Sieb streichen oder mit einem Schneebesen kräftig glattrühren.
Die Bohnen nur 8 bis 10 Minuten vorgaren und die angegebene kurze Nachziehzeit einhalten.
Bei sehr weichen Bohnen die Soße nur noch vorsichtig unterheben und nicht weiter stark erhitzen.
Nur einige Würfel in die Mitte geben und die Naht rundum glatt verschließen.
Bereits geöffnete Klöße vorsichtig mit der Schaumkelle herausheben und als lockere Kartoffelstücke mit dem Gemüse servieren.
Das Bohnengemüse wird ohne Speck zubereitet und erhält seine Würze durch Zwiebel, Butter, Bohnenkraut und Pfeffer.
Ein höherer Speckanteil macht das Bohnengemüse herzhafter und rauchiger.
Majoran ersetzt das Bohnenkraut und ergibt eine mildere Kräuternote.
Das Bohnengemüse kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet und getrennt von den Klößen gekühlt aufbewahrt werden. Die Klöße möglichst frisch formen und garen; gegarte Klöße können ebenfalls vorbereitet werden, verlieren dann aber etwas an Zartheit.
Bohnengemüse und Klöße getrennt abkühlen lassen, anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Das Einfrieren wird für dieses Rezept nicht empfohlen, da Bohnen und Kartoffelklöße nach dem Auftauen an Struktur verlieren können.
Häufig gefragt
Mehligkochende Kartoffeln eignen sich am besten. Für den Teig werden rohe und gekochte, ausgekühlte Kartoffeln kombiniert.
Nach dem Stehen setzt sich Kartoffelstärke am Boden ab. Diese Stärke wird aufgefangen und wieder in den Kloßteig gegeben.
Aus der angegebenen Menge werden 8 Klöße geformt, also etwa 2 Klöße pro Person bei 4 Personen.
Als Alternative eignet sich Majoran. Das Aroma wird dadurch milder und weniger pfeffrig.
Stark sprudelndes Wasser kann die empfindliche Kartoffelhülle aufreißen. Die Klöße sollen deshalb nur bei niedriger Hitze ziehen.
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