Lausitzer Honigkuchen

Sächsisches Honiggebäck

Flacher, würziger Honigkuchen mit Roggen- und Weizenmehl, Mandeln, ZitronatKandierte Schale der Zitronatzitrone, meist als süße Backzutat verwendet. und Orangeat. Der schwere Honigteig ruht über Nacht, wird als Platte ausgerollt und in kleine Rechtecke geschnitten.

Zum Rezept
Lausitzer Honigkuchen
Vorbereitung 75 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 14 Stunden
Menge Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Getreide, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kombination aus Roggen- und Weizenmehl ergibt einen kräftigen, zugleich gut ausrollbaren Teig.
  • Honig, brauner Zucker und die Gewürze sorgen für eine dunkle, intensive Aromatik.
  • Mandeln, Zitronat und Orangeat bringen Biss und frische Zitrusnoten in die kompakte Krume.
  • Die lange Ruhezeit lässt den schweren Honigteig aromatischer und mürber werden.
  • Das dünne Ausrollen ermöglicht gleichmäßiges Backen und eine praktische Stückeinteilung.

Lausitzer Honigkuchen verbindet flüssigen Honig, Roggenmehl und kräftige Gewürze zu einem aromatischen, flachen Gebäck. Mandeln, Zitronat und Orangeat geben der festen Krume Biss und feine Zitrusnoten. Nach der langen Teigruhe wird die Platte gebacken und reift in der Dose noch ein bis zwei Tage weiter.

Aromatisch würzig, deutlich nach Honig und Zimt duftend, mit fester, leicht mürber Krume. Mandeln sorgen für Biss, während Zitronat und Orangeat helle Zitrusnoten beisteuern. Nach ein bis zwei Tagen in der Dose wird das Gebäck mürber und runder im Geschmack.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig ansetzen und ruhen lassen

  1. Honigmischung erwärmen

    Honig und braunen Zucker in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis sich der Zucker löst. Die Mischung nicht kochen lassen und anschließend lauwarm abkühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst, die Mischung bleibt flüssig und darf nicht kochen.

    • Die Mischung nur so weit erwärmen, dass sich der Zucker löst.

    Wichtig: Vor dem Vermengen mit den Eiern lauwarm abkühlen lassen.

  2. Trockene Zutaten vermengen

    Roggenmehl, Weizenmehl, Zimt, Nelken, Anis, Kardamom und Salz in der großen Schüssel vermengen. Mandeln, Zitronat und Orangeat gleichmäßig unterheben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Mehl, Gewürze und Einlagen sind gleichmäßig verteilt.

    • Die kandierten Schalen möglichst gleichmäßig in der Mehlmischung verteilen.
  3. Teig herstellen

    PottascheKaliumcarbonat und traditionelles Backtriebmittel für bestimmte schwere und zuckerreiche Teige. im Wasser oder Rum vollständig auflösen. Die lauwarme Honigmischung, die zwei Teigeier und die aufgelöste Pottasche zu den trockenen Zutaten geben. Alles zunächst mit den Knethaken, dann kurz mit den Händen zu einem schweren, klebrigen Teig verkneten.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Ein zusammenhängender, schwerer und klebriger Teig ist entstanden.

    • Nur so lange mit den Händen nacharbeiten, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
  4. Teig ruhen lassen

    Den Teig abdecken und mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, kühl ruhen lassen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig hat mindestens 12 Stunden geruht und ist durchgezogen.

    • Die Schüssel gut abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.

Ausrollen und backen

  1. Teig temperieren und Ofen vorbereiten

    Den Teig am nächsten Tag 30 Minuten temperieren lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

    30 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach dem Temperieren besser ausrollen.

    • Den Teig nicht lange warm stehen lassen; die angegebene Temperierzeit genügt.
  2. Teigplatte ausrollen

    Den Teig zwischen zwei Bögen Backpapier etwa 8 bis 10 mm dick zu einem Rechteck von ungefähr 30 x 35 cm ausrollen. Das obere Backpapier abziehen und den Teig auf das vorbereitete Blech legen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Platte ist gleichmäßig dick und liegt vollständig auf dem Blech.

    • Bei klebrigem Teig das Backpapier als Führung verwenden und die Dicke möglichst gleichmäßig halten.
  3. Bestreichen und vorzeichnen

    Das zusätzliche Ei verquirlen und die Teigplatte dünn damit bestreichen. Mit einem Messer vorsichtig etwa 24 Rechtecke vorzeichnen, ohne den Teig ganz durchzuschneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist dünn mit Ei überzogen und die Stücke sind nur markiert.

    • Nur dünn bestreichen, damit die Oberfläche gleichmäßig bräunt.
  4. Honigkuchen backen

    Den Honigkuchen auf der mittleren Schiene 20 bis 24 Minuten backen. Die Oberfläche soll fest und leicht gebräunt sein, die Mitte darf auf Druck noch etwas nachgeben.

    22 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest und leicht gebräunt; die Mitte gibt auf Druck noch etwas nach.

    • Die Platte nicht zu lange backen, damit sie nach dem Auskühlen nicht hart wird.

Abkühlen und aufbewahren

  1. Abkühlen und schneiden

    Das Gebäck 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, entlang der Markierungen schneiden und anschließend vollständig auskühlen lassen. Danach in eine gut schließende Dose geben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind geschnitten und vollständig ausgekühlt, bevor sie in die Dose kommen.

    • Das Schneiden nach kurzer Abkühlzeit erleichtert saubere Kanten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die lange Teigruhe: Die mindestens zwölfstündige, am besten über Nacht dauernde Ruhezeit gehört zum Charakter des Rezepts. Sie macht den schweren Teig aromatischer und erleichtert die Verarbeitung am nächsten Tag.
  • Nicht zu lange backen: Die Oberfläche soll fest und leicht gebräunt sein, während die Mitte beim Herausnehmen noch etwas nachgeben darf. Das Gebäck festigt sich beim Abkühlen weiter.
  • Nachreifen in der Dose: In einer gut schließenden Dose wird der Honigkuchen nach ein bis zwei Tagen mürber und aromatischer.

Zutatenwissen

Pottasche finden

Pottasche steht meist im Backzutatenregal, besonders in der Vorweihnachtszeit, oder in gut sortierten Supermärkten und Drogerien.

Zitronat auswählen

Kandierte Zitronenschale liegt gewöhnlich neben Orangeat und Rosinen bei den Backzutaten. Fein gehackte kandierte Zitronenschale ist eine passende Alternative.

Orangeat auswählen

Kandierte Orangenschale findet sich im Backregal, in der Weihnachtsbäckerei-Abteilung oder im Feinkosthandel.

Sinnvolle Alternativen

Backpulver

Das Gebäck wird meist etwas weicher und weniger typisch im Biss.

Pottasche durch Backpulver nach Produktangabe ersetzen. Die Menge nicht stillschweigend mit einer zusätzlichen Pottasche-Menge kombinieren.

Fein gehackte kandierte Zitronenschale

Die Zitrusnote kann etwas frischer wirken.

Zitronat in gleicher Menge durch fein gehackte kandierte Zitronenschale ersetzen.

Sehr fein gewürfelte kandierte Orangenschale

Das Grundaroma bleibt erhalten.

Orangeat in gleicher Menge durch sehr fein gewürfelte kandierte Orangenschale ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Honig-Zucker-Mischung kocht.

Nur bei niedriger Hitze erwärmen, bis sich der Zucker löst, und anschließend lauwarm abkühlen lassen.

Wenn die Mischung nur kurz zu heiß wurde, vollständig lauwarm abkühlen lassen, bevor sie weiterverarbeitet wird.

Der Teig lässt sich am nächsten Tag schwer verarbeiten und schmeckt weniger rund.

Den Teig abgedeckt mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, kühl ruhen lassen.

Das Gebäck wird nach dem Auskühlen hart.

Auf die leichte Bräunung achten und die Mitte beim Herausnehmen noch leicht nachgeben lassen.

Die Platte backt ungleichmäßig und bleibt in der Mitte zu weich.

Zwischen Backpapier gleichmäßig auf die angegebene Dicke ausrollen.

Servieren und kombinieren

  • Als kleines süßes Gebäck: Den vollständig ausgekühlten Honigkuchen in den vorgezeichneten Rechtecken als aromatisches Kleingebäck servieren. Für eine mürbere, intensivere Krume ein bis zwei Tage in der gut schließenden Dose lagern.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, abgedeckt kühl ruhen lassen. Am nächsten Tag 30 Minuten temperieren, ausrollen und backen.

Aufbewahren

Das vollständig ausgekühlte Gebäck in eine gut schließende Dose geben. Nach ein bis zwei Tagen wird es mürber und aromatischer.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Roggen- und Weizenmehl sind enthalten.
  • Eier: enthält · Eier werden im Teig und zum Bestreichen verwendet.
  • Schalenfrüchte: enthält · Mandeln sind enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Pottasche ersetzen?

Ja. Als Ersatz eignet sich Backpulver; das Gebäck wird dann meist etwas weicher und weniger typisch im Biss. Die Menge sollte nach der Produktangabe gewählt werden.

Wie lange muss der Honigteig ruhen?

Der Teig soll mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, abgedeckt kühl ruhen. Am nächsten Tag vor dem Ausrollen 30 Minuten temperieren lassen.

Wann schmeckt der Honigkuchen am besten?

Direkt nach dem vollständigen Auskühlen ist er bereits servierfähig. In einer gut schließenden Dose wird er nach ein bis zwei Tagen mürber und aromatischer.

Wodurch lassen sich Zitronat und Orangeat ersetzen?

Zitronat kann durch fein gehackte kandierte Zitronenschale und Orangeat durch sehr fein gewürfelte kandierte Orangenschale ersetzt werden.

Aus unserer Küche

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