Rehkeule finden
Ausgelöste Rehkeule bekommst du bei einer Wildmetzgerei, einem Wildhändler oder einer Metzgerei mit Wildangebot.
Wildschmorgericht · Schwarzwälder Art
Zarte Rehkeule schmort mit Schwarzwälder Speck, Wurzelgemüse, Apfel, kleinen Kartoffeln und Waldpilzen in einem würzigen Fond. Ein vollständiges Herbstgericht aus dem Bräter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Rehkeule wird zunächst kräftig angebraten und anschließend mit Rotwein, Wildfond und aromatischen Gewürzen im Ofen geschmort. Kartoffeln, Apfel und Pilze garen direkt im Schmortopf mit und nehmen dabei den herzhaften Schmorfond auf.
Zartes, herzhaftes Wildfleisch trifft auf süßlichen Apfel, erdige Pilze und weiche Kartoffeln. Rotwein, Wacholder, Piment und Thymian prägen den aromatischen Schmorfond.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rehkeule trocken tupfen, falls nötig parieren und rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
1 EL Öl im ofenfesten Schmortopf erhitzen. Die Keule darin rundum kräftig anbraten und herausnehmen. Das restliche Öl in den Topf geben und Speck sowie grob gewürfelte Zwiebeln anbraten.
Daran erkennst du es: Die Keule ist rundum gebräunt; Speck und Zwiebeln duften und beginnen Farbe anzunehmen.
Möhren, Sellerie und Lauch in Stücke schneiden, in den Topf geben und 6–8 Minuten mitbraten. Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Tomatenmark einrühren; kurz rösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und der Knoblauch duftet, ohne dunkel zu werden.
Mit Rotwein ablöschen und 3–4 Minuten einkochen lassen. Dabei den Bratensatz vom Topfboden lösen.
Daran erkennst du es: Der Rotweingeruch ist weniger scharf und die Flüssigkeit leicht reduziert.
Wildfond, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Piment und Thymian in den Topf geben. Die Keule zurücklegen, den Topf zudecken und 60 Minuten im vorgeheizten Ofen schmoren. Währenddessen Kartoffeln waschen und halbieren sowie den Apfel entkernen und in Spalten schneiden.
Kartoffeln und Apfel zur Keule geben. Ist der Topfboden nur knapp mit Flüssigkeit bedeckt, etwas heißen Fond oder heißes Wasser ergänzen. Zudecken und weitere 35 Minuten schmoren.
Die Pilze putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Unterheben, den Topf wieder zudecken und weitere 25–35 Minuten garen. Sind die Kartoffeln weich und lässt sich die Keule leicht mit einer Gabel einstechen, ist sie zart. Falls nicht, Kartoffeln und Pilze herausnehmen und warm halten; die Keule zugedeckt weiter schmoren, bis sie zart ist.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich und die Keule lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Die Keule herausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Lorbeerblätter und Thymianstiele aus dem Schmorfond entfernen. Für eine sämigere Sauce Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren, in den leicht köchelnden Fond geben und kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Keule aufschneiden und mit Kartoffeln, Gemüse, Pilzen und Sauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist nach Wunsch sämig und ausgewogen abgeschmeckt.
Gut zu wissen
Ausgelöste Rehkeule bekommst du bei einer Wildmetzgerei, einem Wildhändler oder einer Metzgerei mit Wildangebot.
Rinderfond kann Wildfond ersetzen, schmeckt aber weniger wildtypisch.
Frische Waldpilze sind saisonal erhältlich; tiefgekühlte Mischungen sind eine praktische Alternative. Champignons schmecken milder.
Geräucherter Bauchspeck kann Schwarzwälder Speck ersetzen und bringt ein etwas anderes Raucharoma mit.
Die Sauce schmeckt weniger wildtypisch.
Rinderfond anstelle des Wildfonds verwenden und wie angegeben zugießen.
Der Pilzgeschmack wird milder als mit gemischten Waldpilzen.
Champignons putzen, je nach Größe halbieren oder vierteln und wie beschrieben zugeben.
Das Raucharoma unterscheidet sich vom Schwarzwälder Speck.
Geräucherten Bauchspeck anstelle des Schwarzwälder Specks mit den Zwiebeln anbraten.
Das Öl vor dem Anbraten erhitzen und die Keule rundum kräftig bräunen.
Bratensatz und Gemüse sorgfältig weiter anrösten, bevor du mit Rotwein ablöschst.
Kartoffeln und Apfel erst nach der ersten Schmorstunde und Pilze erst später zugeben.
Kartoffeln und Pilze herausnehmen und warm halten; die Keule zugedeckt weiterschmoren.
Die Zartheit prüfen, statt dich ausschließlich nach der Zeit zu richten.
Kartoffeln und Pilze herausnehmen und warm halten; die Keule zugedeckt weiter schmoren, bis sie zart ist.
Ersetze die gemischten Waldpilze durch Champignons für eine mildere Pilznote.
Rinderfond ist eine Alternative zu Wildfond; die Sauce schmeckt dadurch weniger wildtypisch.
Geräucherter Bauchspeck ersetzt Schwarzwälder Speck und bringt ein anderes Raucharoma mit.
Häufig gefragt
Die Keule ist zart, wenn sich leicht mit einer Gabel einstechen lässt. Falls sie noch fest ist, Kartoffeln und Pilze herausnehmen und die Keule zugedeckt weiterschmoren.
Ja. Verwende 300 g Champignons; ihr Geschmack ist milder als der gemischter Waldpilze.
Ja. Rinderfond funktioniert als Alternative, schmeckt aber weniger wildtypisch.
Nein. Die Speisestärke ist optional. Für eine sämigere Sauce rührst du sie mit kaltem Wasser glatt, gibst sie in den leicht köchelnden Fond und kochst ihn kurz auf.
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