Regionaler Bratenzuschnitt
Färsenbraten aus der Unterschale ist ein großes, mageres Stück und eignet sich für langsames Schmoren. Ein regionaler Zuschnitt kann am besten bei Metzgereien oder Hofläden vorbestellt werden.
Schmorbraten aus Angeln
Kräftiger Rinderschmorbraten aus der Unterschale, über Nacht in dunklem Bier und Rotwein mariniert, scharf angebraten und langsam im Ofen gegart. Dazu gibt es fruchtig-würzigen Apfelrotkohl, cremigen Kartoffel-Schnittlauch-Stampf und eine dunkle Biersauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Schmorbraten von der Angeliter Färse verbindet ein kräftiges Stück Färsenfleisch mit dunklem Bier, Rotwein und langsam geschmortem Wurzelgemüse. Während der Braten im Ofen zart wird, entstehen Apfelrotkohl und Kartoffel-Schnittlauch-Stampf als passende Beilagen für ein festliches Sonntagsessen.
Der Braten ist zart und aromatisch, die Sauce dunkel, malzig und herzhaft. Der Rotkohl schmeckt fruchtig-säuerlich mit warmen Gewürznoten, während der Kartoffel-Stampf weich, cremig und frisch nach Schnittlauch duftet.
Schritt für Schritt
Gemüsezwiebeln, Porree, Knollensellerie und Möhren grob schneiden. Dunkles BierEin dunkles, malzbetontes Bier gibt der Sauce Farbe und herzhafte Tiefe. und Rotwein in der großen Schüssel vermischen, das Gemüse dazugeben und den Färsenbraten hineinlegen. Zugedeckt im Kühlschrank 12 bis 24 Stunden marinieren.
Wichtig: Die Marinade und der rohe Braten bleiben während der gesamten Marinierzeit gekühlt.
Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohl fein hobeln. Mit Apfelessig, Zucker, Salz, Pfeffer, Gewürznelken und Lorbeerblatt vermischen. Zugedeckt ebenfalls über Nacht kühl durchziehen lassen.
Den Braten aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch das Sieb gießen und auffangen. Den Braten rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Daran erkennst du es: Der Braten ist trocken getupft und gleichmäßig gewürzt.
Wichtig: Rohe Marinade nicht ungekocht weiterverwenden; sie wird im nächsten Schritt vollständig erhitzt.
Rapsöl im schweren Bräter erhitzen. Den Braten von allen Seiten kräftig anbraten und anschließend herausnehmen. Das abgetropfte Marinadengemüse in den Bräter geben, kurz rösten, das Tomatenmark einrühren und zwei bis drei Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Der Braten ist rundum gebräunt und das Tomatenmark dunkler geworden, ohne zu verbrennen.
Die aufgefangene Marinade und den Rinderfond angießen. Den Braten wieder einlegen und die Flüssigkeit aufkochen lassen. Den Bräter mit Deckel in den 160 °C heißen Ofen stellen und den Braten etwa 2 bis 2,5 Stunden schmoren. Nach der Hälfte der Garzeit einmal wenden.
Daran erkennst du es: Der Braten lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Wichtig: Den Bräter vorsichtig öffnen, da heißer Dampf austreten kann.
Während der Braten schmort, das Schmalz im großen Topf erhitzen. Die Zwiebel fein würfeln, die Äpfel schälen und klein schneiden. Beides im Schmalz andünsten. Den marinierten Rotkohl mit Gewürzen, Rotwein und Wasser dazugeben. Zugedeckt 45 bis 60 Minuten weich schmoren und gelegentlich umrühren. Die SpeisestärkeFeines Stärkepulver zum Binden von Flüssigkeiten und für bestimmte Back- und Süßspeisen. mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, unter den Rotkohl rühren und kurz aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht völlig zerfallen, und leicht gebunden.
Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch, Sahne und Butter erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen. Die Kartoffeln durch die Presse drücken oder grob zerstampfen, mit der warmen Milch-Sahne-Mischung verrühren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Den fein geschnittenen Schnittlauch unterheben.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich ohne Widerstand mit einer Gabel zerdrücken.
Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Den Schmorfond durch ein Sieb in einen Topf gießen und aufkochen. Die Speisestärke mit den 2 EL kaltem Wasser verrühren, in die Sauce geben und kurz andicken lassen. Die kalte Butter einrühren und die Sauce abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und glänzt nach dem Einrühren der kalten Butter.
Wichtig: Den Braten vor dem Anschneiden ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft besser verteilt.
Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit dunkler Biersauce, Apfelrotkohl und Kartoffel-Schnittlauch-Stampf servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind zart und lassen sich sauber quer zur Faser schneiden.
Gut zu wissen
Färsenbraten aus der Unterschale ist ein großes, mageres Stück und eignet sich für langsames Schmoren. Ein regionaler Zuschnitt kann am besten bei Metzgereien oder Hofläden vorbestellt werden.
Ein dunkles, malzbetontes Bier gibt der Sauce Farbe und herzhafte Tiefe. Je nach Sorte kann die Sauce etwas herber oder süßer ausfallen.
Die Speisestärke für Sauce und Rotkohl wird jeweils separat mit Flüssigkeit glatt gerührt. So lassen sich beide Komponenten unabhängig voneinander binden.
Mehligkochende Kartoffeln ergeben den weichsten und cremigsten Stampf.
Der Geschmack bleibt kräftig, der regionale Charakter der Angeliter Färse wird jedoch allgemeiner.
Den Rinderbraten mit derselben Marinier- und Schmorführung verwenden.
Die Sauce kann je nach Biersorte herber, süßer oder weniger malzig schmecken.
Das Bier im gleichen Volumen einsetzen und die Sauce am Ende abschmecken.
Der Rotkohl wird weniger vollmundig und erhält keine Schmalznote.
Das Öl erhitzen und Zwiebeln und Äpfel darin wie beschrieben andünsten.
Den Braten gründlich trocken tupfen und den Bräter mit dem Öl vollständig vorheizen.
Den Braten herausnehmen, die Flüssigkeit verdampfen lassen und ihn anschließend portionsweise weiter anbraten.
Stärke mit kaltem Wasser klümpchenfrei verrühren und die Sauce nach dem Einrühren kurz aufkochen.
Eine kleine zusätzliche Menge Stärke mit kaltem Wasser anrühren und portionsweise einarbeiten.
Die Kartoffeln nur pressen oder grob zerstampfen und die warme Milch-Sahne-Mischung von Hand unterrühren.
Etwas warme Milch oder Sahne vorsichtig unterheben und nicht weiter pürieren.
Den Zucker sparsam dosieren und den Rotkohl am Ende mit etwas Apfelessig abschmecken.
Kleine Mengen Apfelessig und Salz einarbeiten, bis die Süße ausgeglichen ist.
Bier und Rotwein werden durch alkoholfreie Alternativen ersetzt. Die Sauce bleibt kräftig, schmeckt aber etwas fruchtiger und weniger weinbetont.
Die Zubereitung wird mit einem klassischen Rinderbraten aus der Unterschale gekocht, wenn kein Färsenbraten erhältlich ist.
Braten und Rotkohl können am Vorabend mariniert beziehungsweise angesetzt werden. Der fertige Braten kann bis zum nächsten Tag vorbereitet und vor dem Servieren schonend in Sauce erwärmt werden.
Braten, Sauce, Rotkohl und Stampf nach dem Abkühlen getrennt abdecken und im Kühlschrank lagern. Den Stampf beim Erwärmen mit etwas Milch oder Sahne lockern.
Gekochte Speisen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren ist für dieses Rezept nicht ausreichend belegt; besonders Kartoffel-Stampf und gebundene Sauce können an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Die angegebene Marinierzeit von 12 bis 24 Stunden unterstützt das Aroma. Kürzer ist möglich, der Geschmack wird dann weniger tief und würzig.
Der Braten ist fertig, wenn er sich leicht mit einer Gabel einstechen lässt. Die genaue Zeit hängt von Form und Dicke des Bratenstücks ab.
Ja. Ein anderes dunkles, malzbetontes Bier funktioniert ebenfalls. Je nach Sorte wird die Sauce etwas herber oder süßer.
Mehligkochende Kartoffeln verwenden, nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen und sie nur pressen oder grob zerstampfen. Einen Stabmixer vermeiden.
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