Fleisch vom Metzger aufschneiden lassen
Eine gleichmäßig flache Fleischplatte lässt sich leichter füllen und aufrollen. Sehr dicke Stellen können vorsichtig flachiert werden.
Herzhafter Rollbraten
Saftiger Schweinerollbraten mit cremiger Spinat-Frischkäse-Füllung, kräftigem Gemüsefond, Salzkartoffeln und Rahmwirsing.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gefüllter Schweinerollbraten verbindet zartes Schweinefleisch mit einer cremigen Füllung aus Blattspinat und Frischkäse. Der aufgerollte Braten wird im Bräter angebraten und anschließend im aromatischen Gemüse-Fleischfond geschmort. Dazu passen Salzkartoffeln und Rahmwirsing besonders gut.
Der Braten ist außen kräftig gebräunt und innen saftig mit einer weichen, cremigen Füllung. Die Sauce schmeckt würzig und fleischig, während Kartoffeln und Rahmwirsing milde, butterige und leicht muskatige Akzente setzen.
Schritt für Schritt
Blattspinat verlesen und gründlich waschen. Tiefgekühlten Spinat vollständig auftauen lassen. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Butter in einer Pfanne zerlassen und Zwiebel sowie Knoblauch darin glasig dünsten. Spinat hinzufügen, zusammenfallen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Mischung abkühlen lassen und überschüssige Flüssigkeit gründlich ausdrücken.
Daran erkennst du es: Der Spinat ist zusammengefallen, die Zwiebeln sind glasig und die Füllung nach dem Ausdrücken nicht mehr wässrig.
Frischkäse und Senf unter den abgekühlten Spinat rühren. Das Fleisch trocken tupfen, flach auslegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Füllung gleichmäßig darauf verstreichen, dabei an den Rändern etwa zwei Zentimeter frei lassen. Das Fleisch von der kurzen Seite her fest aufrollen und mit Küchengarn binden.
Daran erkennst du es: Die Füllung liegt gleichmäßig in der Mitte und die Rolle ist mit mehreren Bindungen stabil verschlossen.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Möhren, Sellerie und zwei Zwiebeln grob würfeln. Öl in einem großen Bräter erhitzen und den Rollbraten rundherum kräftig anbraten. Das Gemüse kurz mitrösten, mit der Fleischbrühe ablöschen und das Lorbeerblatt dazugeben.
Daran erkennst du es: Der Braten ist rundherum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet, ohne dunkel zu werden.
Wichtig: Beim Ablöschen kann heißer Dampf aufsteigen.
Den Braten mit der Nahtseite nach unten in den Bräter legen und im Ofen 90 bis 105 Minuten garen. Zwischendurch mehrmals mit dem Fond übergießen. Der Braten ist fertig, wenn er im Kern etwa 72 bis 75 °C erreicht. Während der Braten gart, können Kartoffeln und Wirsing vorbereitet werden. Den Braten anschließend herausnehmen, locker abdecken und zehn Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur liegt bei etwa 72 bis 75 °C und der Braten lässt sich sauber in Scheiben schneiden.
Wichtig: Die Kerntemperatur im dicksten Teil der Rolle messen und das Fleisch erst bei erreichtem Garzustand servieren.
Kartoffeln schälen, je nach Größe halbieren und in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen. Abgießen und bis zum Servieren warm halten.
Daran erkennst du es: Ein Messer oder eine Gabel gleitet ohne Widerstand durch die Kartoffeln.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Wasserdampf achten.
Die äußeren Blätter des Wirsings entfernen. Den Wirsing vierteln, den Strunk herausschneiden und die Blätter in Streifen schneiden. Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Wirsing hinzufügen und fünf Minuten mitbraten. Brühe und Sahne angießen, zugedeckt 12 bis 15 Minuten schmoren lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Wirsing ist weich, behält aber noch etwas Biss und ist von einer cremigen Sauce umgeben.
Den Bratenfond durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen und kurz aufkochen. Speisestärke mit zwei Esslöffeln kaltem Wasser glatt rühren, in den Fond geben und unter Rühren kurz köcheln lassen, bis die Sauce leicht bindet. Das Küchengarn entfernen, den Rollbraten in Scheiben schneiden und mit Sauce, Salzkartoffeln und Rahmwirsing servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und überzieht den Löffel dünn, ohne zu dick zu werden.
Wichtig: Vor dem Servieren kontrollieren, dass kein Stück Küchengarn am Braten verbleibt.
Gut zu wissen
Eine gleichmäßig flache Fleischplatte lässt sich leichter füllen und aufrollen. Sehr dicke Stellen können vorsichtig flachiert werden.
Beide Varianten funktionieren. Tiefgekühlter Spinat muss vollständig aufgetaut und besonders gründlich ausgedrückt werden.
Die äußeren Blätter und der harte Strunk werden entfernt. Die verbleibenden Blätter garen gleichmäßiger, wenn sie in feine Streifen geschnitten werden.
Eine kräftige, nicht zu salzige Fleischbrühe gibt dem Fond Geschmack. Beim späteren Abschmecken berücksichtigen, dass die Brühe bereits Salz enthalten kann.
Die Füllung wird etwas kräftiger und strukturierter; die Stiele benötigen eine längere Garzeit.
Mangoldblätter von den dicken Stielen trennen, die Stiele fein schneiden und zuerst dünsten. Die Blätter anschließend wie den Spinat zusammenfallen lassen und gründlich ausdrücken.
Die Füllung wird etwas säuerlicher und weicher.
Schmand direkt unter den vollständig abgekühlten, ausgedrückten Spinat rühren. Bei sehr weicher Konsistenz die Füllung besonders dünn verstreichen.
Der Geschmack bleibt mild und das Anbraten funktioniert ähnlich.
Sonnenblumenöl in gleicher Menge zum Anbraten verwenden.
Fond und Wirsing schmecken leichter und weniger fleischig; das Gericht bleibt wegen des Schweinefleischs nicht vegetarisch.
Brühe in denselben Mengen einsetzen und die Sauce am Ende vorsichtig nachsalzen.
Spinat gründlich ausdrücken und rundum etwa zwei Zentimeter Rand frei lassen.
Ausgetretene Füllung aus dem Fond schöpfen und die Sauce gegebenenfalls etwas stärker binden.
Öl gut erhitzen und den Braten rundherum kräftig anbraten, bevor das Gemüse und die Brühe dazukommen.
Den Fond länger offen einkochen lassen und die Sauce kräftig abschmecken.
Den Braten zehn Minuten locker abgedeckt ruhen lassen und erst danach vom Garn befreien.
Die Scheiben kurz in der heißen Sauce erwärmen und vorsichtig servieren.
Speisestärke immer zuerst mit kaltem Wasser glatt rühren und unter ständigem Rühren einlaufen lassen.
Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und erneut kurz aufkochen.
Nach etwa 12 bis 15 Minuten prüfen und den Wirsing vom Herd nehmen, sobald er weich, aber noch leicht bissfest ist.
Den Wirsing ohne Deckel kurz weitergaren, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft.
Die Spinatfüllung wird mit frischen Kräutern ergänzt und erhält dadurch ein kräuterbetonteres Aroma.
Ein Teil des Spinats wird durch fein gewürzte Pilze ergänzt, wodurch die Füllung herzhafter und aromatischer wird.
Der Wirsing wird mit mehr Brühe und weniger Sahne zubereitet, bleibt aber cremig und mild.
Füllung und Rollbraten können bis zu 12 Stunden vorher vorbereitet, gebunden und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Anbraten kurz aus dem Kühlschrank nehmen, während der Backofen vorheizt.
Braten, Sauce und Beilagen nach dem Essen zügig abkühlen lassen und getrennt oder gut abgedeckt im Kühlschrank lagern. Den Braten zum Aufbewahren möglichst in Scheiben schneiden und mit etwas Sauce bedecken.
Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Verzehr vollständig durchwärmen.
Häufig gefragt
Ja. Wichtig ist, dass das Fleisch als ausreichend flache Platte zum Füllen und Aufrollen vorbereitet wird. Die Kerntemperatur und nicht allein die Zeit entscheidet über den Garzustand.
Ja. Den Spinat vollständig auftauen und sehr gründlich ausdrücken, bevor er mit Frischkäse und Senf vermischt wird.
Die Füllung nicht bis an die Ränder streichen, den Braten von der kurzen Seite her fest aufrollen und mit mehreren Bindungen aus Küchengarn sichern.
Etwas Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren und portionsweise in die kurz kochende Sauce geben. Nach jeder Zugabe die Bindung prüfen.
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