Gebratenes Rebhuhn mit Spitzkohl und Honigäpfeln

Niedersachsen · Wildgeflügel

Goldbraun gebratenes Rebhuhn mit gedünstetem Spitzkohl, süß-säuerlichen Honigäpfeln, Salzkartoffeln und einer kräftigen Rieslingsauce.

Zum Rezept
Gebratenes Rebhuhn mit Spitzkohl und Honigäpfeln
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Minuten
Gesamtzeit ca. 65 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Gemüse, Milchprodukte, Obst, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Rösten und Ofenbraten, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Während des Garens bestreichen oder begießen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Beilagen verbinden herzhafte, milde und fruchtig-säuerliche Aromen.
  • Der Bratensaft gibt der Rieslingsauce einen kräftigen Geschmack und verbindet sie mit dem Geflügel.
  • Kartoffeln und Spitzkohl können zubereitet werden, während das Rebhuhn im Ofen brät.
  • Die Äpfel werden nur so lange gegart, bis sie weich sind, aber noch ihre Form halten.

Die Rebhühner werden im Ofen gebraten und mit Bratensaft übergossen. Dazu kommen sanft gedünsteter Spitzkohl, glasierte Apfelspalten und buttrige Salzkartoffeln. Während die Vögel im Ofen garen, lassen sich die Beilagen zubereiten; die Sauce entsteht aus Riesling, Geflügelbrühe und dem aufgefangenen Bratensaft.

Das Rebhuhn wird goldbraun und aromatisch, der Spitzkohl bleibt zart, die Apfelspalten schmecken süß-säuerlich und die Rieslingsauce rundet das Gericht kräftig ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rebhühner vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rebhühner innen und außen trocken tupfen, salzen und pfeffern. Weiche Butter und Öl verrühren und die Vögel damit einreiben. Thymian in den Bräter legen, die Rebhühner mit der Brust nach oben daraufsetzen und die Geflügelbrühe angießen.

    200 °C

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln und Arbeitsflächen halten.

  2. Rebhühner braten

    Die Rebhühner etwa 30–40 Minuten im Ofen braten und zwischendurch mit Bratensaft übergießen. Nach 30 Minuten erstmals die Kerntemperatur prüfen; je nach Größe weitergaren, bis mindestens 74 °C erreicht sind. Den Temperaturfühler an der dicksten Stelle messen und den Knochen nicht berühren. Die fertigen Vögel herausnehmen und etwa 8 Minuten ruhen lassen. Den Bratensaft für die Sauce auffangen.

    30 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Mit einem Küchenthermometer an der dicksten Stelle mindestens 74 °C messen; Garzeit je nach Größe anpassen.

    • Während des Bratens regelmäßig mit dem Bratensaft übergießen.

    Wichtig: Die Kerntemperatur mit einem sauberen Küchenthermometer prüfen.

  3. Kartoffeln kochen

    Während das Geflügel brät, Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 18–22 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit Butter sowie Petersilie mischen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, wenn ein Messer leicht hineingleitet.

    • Kartoffelstücke möglichst gleich groß schneiden, damit sie gleichzeitig gar werden.
  4. Spitzkohl dünsten

    Während das Geflügel brät, den Spitzkohl vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Schalotte fein würfeln und in der Butter bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Kohl und Wasser zugeben, salzen und pfeffern. Zugedeckt 7–9 Minuten dünsten und gelegentlich wenden.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kohl ist zart, aber nicht zerfallen.

    • Den Kohl gelegentlich wenden, damit er gleichmäßig gart.
  5. Honigäpfel zubereiten

    Die Äpfel entkernen und in Spalten schneiden. Butter in einer Pfanne schmelzen und die Apfelspalten etwa 2 Minuten anbraten, dann wenden. Honig und Zitronensaft zugeben und die Äpfel weitere 3–4 Minuten sanft garen, bis sie weich sind, aber ihre Form halten.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Apfelspalten sind weich, behalten aber ihre Form.

    • Die Äpfel sanft garen und nicht zu oft wenden, damit die Spalten intakt bleiben.
  6. Weinsauce kochen

    Während die Rebhühner ruhen, die Schalotte fein würfeln und in Butter glasig dünsten. Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Mit Riesling ablöschen, Geflügelbrühe und den aufgefangenen Bratensaft zugießen und unter Rühren aufkochen. Etwa 8 Minuten leise köcheln lassen, dann die Sahne einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und gleichmäßig; das Mehl ist nicht mehr roh schmeckbar.

    • Beim Zugießen von Wein und Brühe weiter rühren, damit die Sauce glatt bleibt.
  7. Anrichten

    Die Rebhühner mit Spitzkohl, Honigäpfeln und Salzkartoffeln anrichten. Die Weinsauce dazugeben und sofort servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Garzeit prüfen: Die angegebene Bratzeit ist ein Richtwert. Größe und tatsächliches Gewicht der Rebhühner beeinflussen die Garzeit; entscheidend ist die gemessene Kerntemperatur.
  • Bratensaft aufbewahren: Den Bratensaft aus dem Bräter auffangen und für die Weinsauce verwenden.

Zutatenwissen

Rebhühner besorgen

Küchenfertige Rebhühner sind laut Rezeptbeschreibung am ehesten auf Vorbestellung bei Wild- und Geflügelhändlern oder in Wildfachgeschäften erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Wachteln

Wachteln sind kleiner und milder im Geschmack.

Wachteln statt Rebhühner verwenden und ihre Garzeit anhand der Kerntemperatur prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Rebhuhn ist innen noch nicht ausreichend gegart.

Die Kerntemperatur mit einem Küchenthermometer prüfen und die Vögel bei Bedarf länger garen.

Weitergaren und erneut die Kerntemperatur prüfen.

Die Apfelspalten verlieren ihre Form.

Die Äpfel sanft garen und prüfen, sobald sie weich werden.

Die weicheren Stücke vorsichtig als fruchtige Sauce zum Anrichten verwenden.

Die Weinsauce wird klumpig.

Riesling und Brühe unter fortlaufendem Rühren zugießen.

Die Sauce kräftig mit dem Schneebesen glattrühren.

Servieren und kombinieren

  • Mit allen Beilagen servieren: Das gebratene Rebhuhn mit Spitzkohl, Honigäpfeln und Salzkartoffeln auf Tellern anrichten und die Rieslingsauce dazugeben.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Reste zügig abkühlen lassen, innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen.

Bei Raumtemperatur nicht länger als 2 Stunden stehen lassen.

Aufwärmen

  • Backofen: Die Reste abgedeckt und mit etwas Sauce oder Brühe im Ofen gleichmäßig erhitzen.
  • Herd: Geflügel und Beilagen mit etwas Sauce oder Brühe in einem Topf bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren erhitzen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Enthalten in Butter und Sahne.
  • Weizen: enthält · Weizenmehl wird für die Sauce verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Kerntemperatur von Geflügel: Das Rebhuhn mit einem Küchenthermometer an mehreren Stellen prüfen, darunter an der dicksten Stelle der Brust und im innersten Bereich von Schenkel und Flügel; den Knochen nicht berühren. Vor dem Herausnehmen mindestens 74 °C erreichen lassen.
  • Kühlen und Aufwärmen von Resten: Gegarte Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen. Im Kühlschrank innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen und beim Aufwärmen auf mindestens 74 °C erhitzen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Woran erkenne ich, dass das Rebhuhn gar ist?

Die Kerntemperatur mit einem Küchenthermometer prüfen. Das Geflügel sollte mindestens 74 °C erreichen; die genaue Bratzeit hängt von Größe und Gewicht ab.

Kann ich Rebhuhn durch Wachteln ersetzen?

Ja. Wachteln sind eine kleinere, mildere Alternative. Die Garzeit muss angepasst und die Kerntemperatur geprüft werden.

Kann ich die Beilagen während des Bratens zubereiten?

Ja. Kartoffeln, Spitzkohl und Honigäpfel lassen sich zubereiten, während die Rebhühner im Ofen braten.

Aus unserer Küche

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