Soßenlebkuchen
Soßenlebkuchen gibt der Sauce einen würzigen Körper und bindet sie. Als Alternative eignet sich kräftiger Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug; die Sauce wird dann etwas süßer und weniger würzig.
Fränkisches Schmorgericht
Zarter fränkischer Sauerbraten aus Rindfleisch, mehrere Tage in einer würzigen Essigbeize mariniert und anschließend langsam geschmort. Die kräftige süßsaure Soße wird mit SoßenlebkuchenSoßenlebkuchen gibt der Sauce einen würzigen Körper und bindet sie. gebunden und mit Kartoffelklößen sowie Blaukraut serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser fränkische Sauerbraten verbindet zart geschmortes Rindfleisch mit einer ausgewogenen süßsauren Soße. Ihren würzigen Körper bekommt die Soße durch Soßenlebkuchen, während Kartoffelklöße und Blaukraut die kräftige Flüssigkeit aufnehmen. Die Beizzeit von drei bis fünf Tagen braucht etwas Planung, sorgt aber für ein besonders aromatisches Sonntagsgericht.
Das Fleisch ist zart und saftig, die Sauce dunkel, würzig, leicht süß und angenehm säuerlich. Die Kartoffelklöße sind weich und kompakt, das Blaukraut mürbe mit fruchtiger Apfelnote.
Schritt für Schritt
Karotte, Sellerie und Zwiebel grob schneiden. Mit Lorbeer, Nelken, Pfefferkörnern, Thymian, Wacholderbeeren, RotweinessigRotweinessig ist ein aus Rotwein hergestellter Essig mit kräftiger Säure und fruchtig-herben Noten für Saucen, Salate, Marinaden und Rotkohl., Wasser und dem Salz für die Beize in einen Topf geben. Die Beize einmal aufkochen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gewürze duften und die Beize ist vollständig abgekühlt, bevor das Fleisch hineinkommt.
Wichtig: Rohes Fleisch erst in die vollständig abgekühlte Beize geben.
Das Rindfleisch in die kalte Beize legen, sodass es möglichst vollständig bedeckt ist. Zugedeckt drei bis fünf Tage im Kühlschrank ziehen lassen und einmal täglich wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist während der gesamten Beizzeit möglichst von Flüssigkeit umgeben.
Wichtig: Während der gesamten Beizzeit im Kühlschrank aufbewahren und den Behälter abdecken.
Das Fleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Beize durch ein Sieb gießen und auffangen. Das Gemüse beiseitelegen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist außen möglichst trocken, damit es kräftig anbraten kann.
Das Sonnenblumenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das Fleisch rundherum kräftig anbraten. Das aufgefangene Gemüse dazugeben und drei Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundherum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet.
Mit 250 ml der aufgefangenen Beize und der Rinderbrühe ablöschen. Den Deckel auflegen und das Fleisch bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa zwei bis zweieinhalb Stunden schmoren lassen. Den Braten gelegentlich wenden und bei Bedarf etwas Beize nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist weich.
Wichtig: Den Schmortopf während der Garzeit geschlossen halten und die Flüssigkeit nicht vollständig einkochen lassen.
Wenn das Fleisch weich ist, aus dem Schmortopf nehmen und zugedeckt ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch bleibt zugedeckt warm und lässt sich anschließend sauber schneiden.
Den Soßenlebkuchen zerbröseln, mit Rotwein und Zuckerrübensirup verrühren und zehn Minuten quellen lassen.
Daran erkennst du es: Die Lebkuchenbrösel haben sich mit Rotwein und Sirup verbunden.
Die Lebkuchenmischung in die Schmorsauce geben und acht bis zehn Minuten sanft köcheln lassen. Die Sauce mit dem Stabmixer glatt pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ist sie zu dick, etwas aufgefangene Beize oder Brühe einrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, gebunden und ausgewogen süßsauer abgeschmeckt.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit Spritzer vermeiden und den Stabmixer vollständig eintauchen.
Die 400 g Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen, ausdampfen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel zerdrücken.
Die 900 g rohen Kartoffeln schälen und fein reiben. Die Masse portionsweise in ein sauberes Tuch geben und kräftig ausdrücken. Die Flüssigkeit zehn Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig abgießen und die abgesetzte Kartoffelstärke zur geriebenen Kartoffelmasse geben.
Daran erkennst du es: Die geriebene Kartoffelmasse ist deutlich trockener und die abgesetzte Stärke wurde zurückgegeben.
Die gekochten Kartoffeln mit der rohen Kartoffelmasse und zwei Teelöffeln Salz zu einem formbaren Teig verkneten. Falls der Teig zu weich ist, etwas Kartoffelstärke einarbeiten. Die Semmel klein würfeln und in der Butter goldbraun rösten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und die Semmelwürfel sind goldbraun geröstet.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Mit nassen Händen acht Klöße formen, jeweils einige geröstete Semmelwürfel in die Mitte geben und die Klöße gut verschließen. In das siedende, nicht sprudelnd kochende Wasser legen und etwa 20 Minuten gar ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind fest geworden und steigen im Wasser beziehungsweise lassen sich vorsichtig anheben, ohne auseinanderzufallen.
Wichtig: Die Klöße vorsichtig in das heiße Wasser geben und Spritzwasser vermeiden.
Die äußeren Blätter entfernen, den Rotkohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl fein schneiden. Zwiebel und Apfel schälen und klein würfeln.
Daran erkennst du es: Rotkohl, Zwiebel und Apfel sind gleichmäßig vorbereitet.
Die Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebel glasig dünsten. Rotkohl und Apfel dazugeben und kurz mitdünsten. Apfelsaft, Rotweinessig, Zucker, Lorbeerblatt, Nelken, Salz und Pfeffer einrühren. Zugedeckt 40 bis 50 Minuten weich schmoren und gelegentlich umrühren.
Daran erkennst du es: Das Blaukraut ist weich, aber nicht völlig zerfallen, und süßsauer abgeschmeckt.
Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden. Mit Kartoffelklößen, Blaukraut und reichlich Soße servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind quer zur Faser geschnitten und lassen sich leicht portionieren.
Gut zu wissen
Soßenlebkuchen gibt der Sauce einen würzigen Körper und bindet sie. Als Alternative eignet sich kräftiger Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug; die Sauce wird dann etwas süßer und weniger würzig.
Die 900 g rohen Kartoffeln werden gerieben und ausgedrückt, während 400 g Kartoffeln gekocht und durch die Presse gedrückt werden. Beide Massen werden anschließend verbunden.
Die Beize nach dem Einlegen durch ein Sieb gießen und für das Ablöschen sowie zum Verdünnen der Sauce aufbewahren.
Die Sauce wird etwas süßer und weniger würzig.
Soßenlebkuchen im gleichen Mengenverhältnis ersetzen und ebenfalls zerbröseln, mit Rotwein und Zuckerrübensirup verrühren und quellen lassen.
Die Garzeit und die Saftigkeit können je nach Zuschnitt leicht variieren.
Den gewählten Zuschnitt als ganzes Stück verwenden und bis zur beschriebenen Weichheit schmoren.
Die Beize vor dem Einlegen des Fleisches vollständig abkühlen lassen.
Falls das Fleisch nur kurz warm geworden ist, sofort wieder abdecken und durchgehend gekühlt weiterbeizen.
Das Fleisch vor dem Anbraten gründlich trocknen und den Topf mit Öl gut erhitzen.
Das Fleisch herausnehmen, trocken tupfen und portionsweise erneut anbraten.
Die Klöße in nur siedendem Wasser gar ziehen lassen und die Teigkonsistenz prüfen.
Den restlichen Teig mit etwas Kartoffelstärke stabilisieren und das Wasser auf ein sanftes Sieden reduzieren.
Die Sauce nach dem Pürieren prüfen und nur bei Bedarf mit Beize oder Brühe verdünnen.
Schrittweise aufgefangene Beize oder Rinderbrühe einrühren und kurz erwärmen.
Soßenlebkuchen wird durch kräftigen Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug ersetzt.
Die Beize kann vorbereitet und das Fleisch drei bis fünf Tage darin im Kühlschrank mariniert werden. Auch der fertige Sauerbraten kann nach dem Schmoren bis zum Servieren warmgehalten oder gekühlt und später schonend erwärmt werden.
Fleisch, Sauce und Beilagen nach dem Abkühlen getrennt oder gemeinsam abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren gründlich durcherhitzen.
Häufig gefragt
Die angegebene Beizzeit beträgt drei bis fünf Tage. Das Fleisch sollte dabei zugedeckt im Kühlschrank liegen und einmal täglich gewendet werden.
Als Alternative eignet sich ein Stück kräftiger Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug. Die Sauce wird damit etwas süßer und weniger würzig.
Die gekochten Kartoffeln geben dem Teig Bindung und eine weiche Struktur. Die ausgedrückten rohen Kartoffeln sorgen für die typische Festigkeit der Klöße.
Etwas aufgefangene Beize oder Rinderbrühe einrühren und die Sauce kurz erwärmen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
In dieser Fassung werden Kartoffelklöße und Blaukraut serviert. Beide nehmen die kräftige süßsaure Sauce gut auf.
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