Rübensirup
Rübensirup gibt der Sauce eine malzige, dunkle Süße. Dunkler Kandissirup oder Ahornsirup sind mögliche Ersatzprodukte, verändern den Geschmack aber leicht.
Sachsen
Zartes Rindfleisch, das mehrere Tage in einer würzigen Essig-Rotwein-Marinade liegt und anschließend langsam mit Lebkuchen und RübensirupDunkler, süßer Sirup aus eingekochten Zuckerrüben, der Brot, Gebäck und Saucen würzt. geschmort wird. Dazu werden sächsische Kartoffelklöße und milder Rotkohl serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sächsischer Sauerbraten verbindet butterzart geschmortes Rindfleisch mit einer feinwürzigen, süß-säuerlichen Sauce. Die lange Marinierzeit gibt dem Fleisch Tiefe, während Lebkuchen und Rübensirup die Sauce abrunden. Kartoffelklöße und milder Rotkohl machen daraus ein vollständiges, herzhaftes Familiengericht.
Das Fleisch ist weich und saftig und lässt sich leicht in Scheiben schneiden. Die Sauce schmeckt würzig, dunkel, leicht säuerlich und malzig-süß. Die Klöße sind kompakt und zart, der Rotkohl weich mit milder Frucht- und Essignote.
Schritt für Schritt
Wasser, Rotweinessig, Rotwein, Zwiebeln, Möhren, Knollensellerie und die Gewürze in einem großen Topf aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Die Marinade vollständig abkühlen lassen. Den Rinderbraten in einen passenden Behälter legen, mit der kalten Marinade übergießen und zugedeckt mindestens 3 Tage, höchstens 5 Tage im Kühlschrank marinieren. Den Braten täglich einmal wenden.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist nach dem Abkühlen kalt, und der Braten ist vollständig bedeckt.
Wichtig: Das Fleisch während der Marinierzeit durchgehend im Kühlschrank aufbewahren.
Den Braten aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und auffangen. Butterschmalz in einem schweren Schmortopf erhitzen und den Braten von allen Seiten kräftig anbraten. Tomatenmark kurz mitrösten. Mit etwa 500 ml der durchgesiebten Marinade ablöschen, Rübensirup und Lebkuchenbrösel hinzufügen. Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 3 Stunden schmoren, entweder bei ca. 150 °C Ober-/Unterhitze im Ofen oder auf der kleinsten Herdstufe. Zwischendurch wenden und bei Bedarf weitere Marinade nachgießen. Während der Braten schmort, können Rotkohl und Kartoffelklöße vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist sehr zart und lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Wichtig: Den Schmortopf vorsichtig öffnen, da heißer Dampf austreten kann.
Den fertigen Braten aus dem Schmortopf nehmen und warm halten. Die Schmorsauce durch ein feines Sieb streichen, wieder aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf etwas Rübensirup ergänzen. Falls die Sauce zu dünn ist, noch etwas zerbröselten Lebkuchen unterrühren und kurz ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß, glatt passiert und leicht gebunden.
Die rohen Kartoffeln schälen und fein reiben. Die geriebenen Kartoffeln in einem sauberen Tuch fest ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Die gekochten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken und mit den rohen Kartoffeln, Ei, Kartoffelstärke, Salz und einer Prise Muskat zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig gleichmäßige Klöße formen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und klebt nur leicht an den Händen.
Salzwasser in einem weiten Topf zum leichten Sieden bringen. Die Klöße vorsichtig hineingeben und etwa 15–18 Minuten im nicht sprudelnden Wasser gar ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
Daran erkennst du es: Die Klöße schwimmen an der Oberfläche und sind im Kern fest, aber nicht hart.
Wichtig: Beim Einlegen und Herausheben der Klöße vor heißem Wasser schützen.
Zucker in einem Topf leicht karamellisieren lassen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Rotkohl und geriebenen Apfel hinzufügen, mit Apfelessig ablöschen und kurz umrühren. Gemüsebrühe, Gewürznelken und Lorbeerblatt dazugeben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 30–40 Minuten schmoren, bis der Kohl weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Butter unterrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht vollständig zerfallen.
Wichtig: Beim Ablöschen des Karamells vorsichtig arbeiten, da heißer Dampf aufsteigen kann.
Den warm gehaltenen Sauerbraten in Scheiben schneiden und mit der passierten Sauce übergießen. Zusammen mit den Kartoffelklößen und dem milden Rotkohl servieren.
Daran erkennst du es: Braten, Sauce und Beilagen sind heiß und unmittelbar servierbereit.
Gut zu wissen
Rübensirup gibt der Sauce eine malzige, dunkle Süße. Dunkler Kandissirup oder Ahornsirup sind mögliche Ersatzprodukte, verändern den Geschmack aber leicht.
Dunkler Lebkuchen ohne Glasur würzt und bindet die Sauce. Glasierte Stücke können die Sauce unnötig süß machen.
Mehligkochende Kartoffeln liefern ausreichend Stärke für formbare Klöße. Die gekochten Kartoffeln sollten gut abgekühlt sein.
Senfkörner geben der Marinade eine warme, leicht scharfe Würznote und sind als Senfbestandteil zu berücksichtigen.
Die Sauce bleibt süß-säuerlich, schmeckt aber weniger malzig als mit Rübensirup.
In derselben Menge verwenden und die Sauce am Ende vorsichtig abschmecken.
Die Sauce wird weniger fruchtig und etwas milder.
Den Rotwein durch Gemüsebrühe ersetzen und die Säure bei Bedarf mit etwas zusätzlichem Essig ausbalancieren.
Das Gericht erhält eine weniger buttrige, aber weiterhin geeignete Bratgrundlage.
Ein hocherhitzbares neutrales Öl zum Anbraten verwenden.
Die Marinade vor dem Einlegen vollständig abkühlen lassen.
Falls das Fleisch bereits eingelegt wurde, den Behälter sofort in den Kühlschrank stellen und die Kühlkette möglichst kurz halten.
Den Braten gründlich trocken tupfen und portionsweise beziehungsweise in einem ausreichend großen Topf anbraten.
Die Hitze erhöhen und den Braten weiter anbraten, bevor Flüssigkeit zugegeben wird.
Zunächst nur etwa 500 ml Marinade verwenden und die fertige Sauce offen aufkochen lassen.
Etwas zerbröselten Lebkuchen einrühren und die Sauce kurz ziehen lassen.
Die rohen Kartoffeln kräftig ausdrücken und die Klöße nur in leicht siedendem Wasser gar ziehen lassen.
Den restlichen Teig mit etwas Kartoffelstärke nacharbeiten und die Hitze reduzieren.
Den Zucker nur hell karamellisieren lassen und die Zwiebeln sowie den Kohl rechtzeitig hinzufügen.
Mit etwas zusätzlicher Brühe und Apfel ausgleichen; stark verbrannter Karamellgeschmack lässt sich jedoch nur begrenzt retten.
Der Rotwein wird vollständig durch Gemüsebrühe ersetzt.
Die Sauce wird stärker reduziert und mit etwas zusätzlichem Lebkuchen gebunden.
Butterschmalz und Butter werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt.
Die Marinade kann bis zu 5 Tage vor dem Servieren angesetzt und der Braten darin mariniert werden. Das fertige Gericht kann außerdem am Vortag gegart und am nächsten Tag langsam in der Sauce erwärmt werden.
Gegarten Sauerbraten, Sauce und Beilagen nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Den Braten für die beste Qualität in seiner Sauce lagern.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren vollständig durchwärmen.
Braten und Sauce portionsweise in gefriergeeigneten, gut verschlossenen Behältern einfrieren. Kartoffelklöße und Rotkohl möglichst getrennt einfrieren, da die Klöße nach dem Auftauen weicher werden können.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam in der Sauce erhitzen.
Die Sauce lässt sich gut einfrieren; Kartoffelklöße können nach dem Auftauen an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Der Braten sollte mindestens 3 Tage und höchstens 5 Tage zugedeckt im Kühlschrank marinieren. Dabei wird er täglich einmal gewendet.
Ja. Dunkler Kandissirup oder Ahornsirup können in derselben Menge verwendet werden. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger malzig.
Die passierte Sauce zunächst aufkochen lassen. Falls sie weiterhin zu dünn ist, etwas zerbröselten Lebkuchen einrühren und kurz ziehen lassen.
Stark sprudelndes Wasser kann die Klöße aufreißen oder zerfallen lassen. Sie sollten nur in leicht siedendem Wasser gar ziehen.
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