Wildschwein-Rippenseite einkaufen
Die flach zugeschnittene ausgelöste Rippenseite ist beim Wildmetzger, in einer Fleischerei mit Wildangebot oder bei einer regionalen Jägerschaft erhältlich.
Braten aus Brandenburg
Gefüllter Wildschweinrollbraten mit würzigen Gurken, Waldpilzen und Kräutern, langsam in Rotwein geschmort und mit cremigem Grünkohl sowie Salzkartoffeln serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser Brandenburger Braten verbindet kräftiges Wildschweinfleisch mit einer würzigen Füllung aus süß-sauren Gewürzgurken, Waldpilzen und frischen Kräutern. Das aufgerollte und gebundene Fleisch schmort im Rotwein weich und entwickelt dabei eine aromatische Sauce. Cremiger Grünkohl mit Walnüssen und schlicht gekochte Kartoffeln machen daraus eine herzhafte vollständige Tellerportion für kühle Tage.
Der Rollbraten ist weich und saftig, mit einer würzigen, leicht süß-säuerlichen Füllung. Die Rotweinsauce schmeckt kräftig und aromatisch, während der Grünkohl cremig und nussig wirkt. Die Kartoffeln bringen eine milde, erdige Beilage mit.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Getrocknete Waldpilze mit heißem Wasser bedecken und etwa 20 Minuten einweichen. Frische Pilze putzen und grob hacken. Zwiebel, Gewürzgurken, Möhren, Sellerie und Lauch vorbereiten. Die Möhren längs vierteln, den Sellerie grob würfeln und den Lauch gründlich waschen.
Die flach ausgebreitete Rippenseite mit Salz und Pfeffer würzen und mit Senf und Tomatenmark bestreichen. Zwiebel, Gurken, Wacholderbeeren, Pilze, Thymian, Majoran und Salbei gleichmäßig darauf verteilen.
Das Fleisch von der langen Seite her fest aufrollen und mit Küchengarn in mehreren Abständen binden. Das Schmalz in einem großen Bräter erhitzen und den Rollbraten rundherum kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Die Außenseite ist rundherum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Anbraten vorsichtig mit heißem Fett umgehen.
Möhren, Sellerie und Lauch in den Bräter geben. Mit Rotwein ablöschen und den Wildfond oder das Wasser angießen. Bei getrockneten Pilzen kannst du stattdessen das durch ein feines Sieb gegossene Einweichwasser verwenden. Den Bräter zudecken und den Rollbraten im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 2 Stunden schmoren lassen. Nach etwa einer Stunde prüfen, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist, und bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen. Das Fleisch ist fertig, wenn es weich ist und vollständig durchgegart wurde.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und vollständig durchgegart; der Rollbraten lässt sich leicht anschneiden.
Wichtig: Wildschweinfleisch vollständig durchgaren.
Für den Grünkohl die Blätter von den dicken Stielen zupfen, gründlich waschen und grob schneiden. Butter in einem breiten Topf zerlassen, Walnüsse und Muskatnuss kurz darin erwärmen. Grünkohl und saure Sahne hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze 20–30 Minuten schmoren. Zwischendurch umrühren und den Grünkohl nicht sprudelnd kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind weich, aber nicht zerkocht, und die Masse ist cremig.
Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich kochen. Anschließend abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich mit einem Messer leicht einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Wasserdampf achten.
Den fertigen Rollbraten aus dem Bräter nehmen und 10–15 Minuten ruhen lassen. Den Schmorsud durch ein Sieb gießen, das Gemüse leicht ausdrücken und die Sauce bei Bedarf einige Minuten einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist aromatisch und ausreichend konzentriert; der Braten lässt sich nach der Ruhezeit sauber schneiden.
Das Küchengarn entfernen und den Rollbraten in Scheiben schneiden. Mit der Rotweinsauce, dem cremigen Grünkohl und den Salzkartoffeln servieren.
Gut zu wissen
Die flach zugeschnittene ausgelöste Rippenseite ist beim Wildmetzger, in einer Fleischerei mit Wildangebot oder bei einer regionalen Jägerschaft erhältlich.
Frische Steinpilze oder Pfifferlinge sind saisonal erhältlich. Getrocknete Waldpilzmischungen können eingeweicht werden; ihr gesiebtes Einweichwasser eignet sich für den Schmorsud.
Wildschweinschmalz ist gelegentlich beim Wildmetzger oder auf regionalen Märkten erhältlich. Schweineschmalz oder neutrales Pflanzenöl funktionieren ebenfalls.
Den halben Sellerie grob würfeln. Er gibt dem Schmorsud Körper und eine würzige Gemüsebasis.
Der Braten wird etwas kompakter und kann je nach Dicke länger brauchen.
Den Nacken möglichst flach zuschneiden lassen, wie die Rippenseite füllen, aufrollen und die Garprobe über die Weichheit des Fleisches bestimmen.
Der Geschmack wird etwas milder, die Bräunung funktioniert weiterhin.
Den Ersatz zum kräftigen Anbraten des Rollbratens im Bräter verwenden.
Getrocknete Pilze geben dem Schmorsud eine konzentriertere Pilznote.
Nur eine der beiden Mengen verwenden. Getrocknete Pilze vorher einweichen und das gesiebte Einweichwasser nach Möglichkeit für die Sauce verwenden.
Die Sauce wird weniger wildwürzig und etwas milder.
Das Wasser wie den Wildfond zum Ablöschen und Schmoren verwenden.
Nach etwa einer Stunde die Flüssigkeitsmenge prüfen und bei Bedarf heißes Wasser nachgießen.
Falls der Braten noch nicht weich ist, etwas heiße Flüssigkeit ergänzen, wieder zudecken und weiter schmoren.
Von der langen Seite her eng aufrollen und das Garn in mehreren Abständen anlegen.
Die Scheiben vorsichtig schneiden und die herausgefallene Füllung mit der Sauce servieren.
Bei kleiner Hitze zugedeckt schmoren und nicht sprudelnd kochen lassen.
Den Topf sofort von der Hitze nehmen und vorsichtig umrühren.
Gleich große Stücke schneiden und nach etwa 20 Minuten mit einem Messer prüfen.
Die weichen Kartoffeln als rustikales Kartoffelstampf-Element mit der Sauce servieren.
Ein flach zugeschnittener Wildschweinnacken kann als alternative Fleischgrundlage verwendet werden.
Den Rollbraten kann man bis zu 24 Stunden vorher schmoren und gekühlt aufbewahren. Grünkohl und Sauce lassen sich ebenfalls vorbereiten; Kartoffeln möglichst frisch kochen.
Fleisch, Sauce, Grünkohl und Kartoffeln nach dem Abkühlen getrennt oder gut verschlossen im Kühlschrank lagern.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Rollbraten und Sauce portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Grünkohl kann separat eingefroren werden; gekochte Kartoffeln verlieren eher an Struktur.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Kartoffeln sind nach dem Einfrieren möglicherweise etwas trockener oder weicher.
Häufig gefragt
Nein. Sie sind im Ausgangsrezept als Alternativen vorgesehen: entweder 100 g frische oder 30–40 g getrocknete Waldpilze verwenden.
Ein flach zugeschnittener Wildschweinnacken ist als Alternative genannt. Der Braten wird etwas kompakter und kann je nach Dicke länger brauchen.
Nach etwa einer Stunde prüfen und bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen. Bei getrockneten Pilzen kann gesiebtes Einweichwasser verwendet werden.
Ja. Während der Rollbraten schmort, können Grünkohl und Kartoffeln vorbereitet und gegart werden.
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