Senfstärke wählen
Mittelscharfer Senf ergibt eine ausgewogene Sauce. Für eine kräftigere Note kann ein Teil durch schärferen Senf ersetzt werden; die Sauce danach vorsichtig nachwürzen.
Deutsche Hausmannskost
Zart geschmorte Hähnchenkeulen mit knusprig gebräunter Haut, cremigem Senfrahm sowie Petersilienkartoffeln und Möhren.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Geschmorte Hähnchenkeulen in Senfrahm verbinden kräftig angebratenes Geflügel mit einer mild-würzigen Sauce. Möhren und Zwiebeln geben dem Schmorfond Tiefe, während Petersilienkartoffeln die cremige Sauce aufnehmen. Die Kombination ist bodenständig, alltagstauglich und lässt sich ohne feste regionale Zuordnung in vielen deutschen Küchen kochen.
Die Hähnchenkeulen sind außen kräftig gebräunt und innen zart. Der Senfrahm schmeckt cremig, mild-würzig und leicht pfeffrig, während Möhren und Zwiebeln für süßliche Tiefe sorgen. Die Kartoffeln sind weich und buttrig, die Petersilie bringt einen frischen Abschluss.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwiebeln schälen und grob würfeln, Möhren schälen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und vierteln. Die Petersilie fein hacken.
Wichtig: Beim Schneiden auf eine stabile Unterlage und ein scharfes Messer achten.
Die Hähnchenkeulen trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Das Rapsöl im ofenfesten Bräter erhitzen. Die Keulen zuerst auf der Hautseite 3–4 Minuten kräftig anbraten, wenden und weitere 2 Minuten braten. Herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist deutlich gebräunt, das Fleisch muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchgegart sein.
Wichtig: Beim Wenden und Herausnehmen heißes Fett vorsichtig handhaben.
Zwiebeln und Möhren im Bräter etwa 3 Minuten anrösten. Das Mehl darüberstreuen und kurz unterrühren. Mit der Hühnerbrühe ablöschen, Lorbeerblatt und Thymian dazugeben und einmal aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist glatt eingerührt und beginnt zu kochen.
Die Hähnchenkeulen mit der Hautseite nach oben zurück in den Bräter setzen. Ohne Deckel auf der mittleren Schiene 45–50 Minuten schmoren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig durchgegart, lässt sich leicht vom Knochen lösen und die Haut ist kräftig gebräunt.
Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und nicht rosa servieren.
Während die Keulen im Ofen garen, die Kartoffeln in einem Topf mit reichlich kaltem Wasser und dem Salz für das Kochwasser aufsetzen. Nach dem Aufkochen 18–20 Minuten garen, bis sie weich sind.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet ohne Widerstand durch die Kartoffelstücke.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Wasserdampf achten.
Die fertigen Hähnchenkeulen aus dem Bräter nehmen und kurz warm halten. Das Lorbeerblatt entfernen. Senf und Sahne in den Schmorfond rühren und die Sauce bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten leicht einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig gebunden und überzieht den Kochlöffel leicht.
Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Butter und Petersilie unterheben. Die Hähnchenkeulen mit dem Möhren-Zwiebel-Senfrahm und den Petersilienkartoffeln anrichten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind trocken ausgedampft und gleichmäßig mit Butter und Petersilie überzogen.
Gut zu wissen
Mittelscharfer Senf ergibt eine ausgewogene Sauce. Für eine kräftigere Note kann ein Teil durch schärferen Senf ersetzt werden; die Sauce danach vorsichtig nachwürzen.
Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form und passen gut zur cremigen Sauce.
Die Sahne erst nach dem Herausnehmen der Keulen einrühren und die Sauce nur leicht einkochen lassen, damit sie cremig bleibt.
Der Geschmack bleibt ähnlich; ein kaltgepresstes Öl kann die Sauce stärker aromatisieren.
Rapsöl im gleichen Volumen durch Sonnenblumenöl oder ein anderes hitzestabiles neutrales Pflanzenöl ersetzen.
Die Sauce wird etwas glatter und glutenfrei, sofern die verwendete Brühe ebenfalls glutenfrei ist.
Das Mehl weglassen und die Sauce am Ende mit in kaltem Wasser angerührter Speisestärke vorsichtig binden.
Die Sauce kann je nach Produkt etwas leichter und weniger milchig schmecken.
Sahne durch eine ungesüßte pflanzliche Kochcreme ersetzen und die Sauce wie beschrieben einkochen.
Die Kartoffeln bleiben cremig, erhalten aber ein etwas anderes Aroma.
Butter nach dem Abgießen durch vegane Margarine ersetzen.
Den Bräter gut vorheizen, die Haut trocken tupfen und die Keulen mit etwas Abstand anbraten.
Die Keulen am Ende kurz unter starker Oberhitze nachbräunen, dabei aufmerksam beobachten.
Das Mehl kurz mit dem Gemüse verrühren und die Brühe unter ständigem Rühren nach und nach angießen.
Die Sauce durch ein Sieb gießen oder mit dem Schneebesen kräftig glattrühren.
Die Sauce bei mittlerer Hitze einige Minuten offen einkochen lassen.
Etwas länger einkochen oder mit einer kleinen Menge angerührter Speisestärke binden.
Kartoffeln in gleich große Stücke schneiden und ab dem Aufkochen auf eine gleichmäßige Garung achten.
Die weicheren Stücke als rustikales Kartoffelgericht mit Butter und Petersilie servieren.
Eine würzigere Version für alle, die deutlich mehr Senfaroma mögen.
Gebratene Champignons ergänzen die Sauce um eine herzhafte, erdige Note.
Sahne und Butter werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt.
Die Hähnchenkeulen mit Schmorfond können bis zu 12 Stunden vorher gegart und rasch abgekühlt werden. Senf und Sahne möglichst erst beim Aufwärmen einrühren, damit die Sauce frisch und cremig bleibt.
Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Geflügelgerichte nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die cremige Sahnesauce kann sich beim Einfrieren und Auftauen trennen; die Qualität der Kartoffeln kann ebenfalls leiden.
Häufig gefragt
Ja. Für eine mildere Sauce weniger Senf verwenden oder einen milden Senf wählen. Für mehr Würze einen Teil des mittelscharfen Senfs durch schärferen Senf ersetzen.
Die Sauce mit einem kleinen Schuss Hühnerbrühe oder Wasser verdünnen und kurz glatt rühren.
Die Keulen vor dem Anbraten trocken tupfen, mit der Hautseite nach oben schmoren und die Sauce erst beim Anrichten darübergeben.
Ja. Die Kartoffeln während der Schmorphase aufsetzen; ihre Kochzeit überschneidet sich mit der Garzeit der Keulen.
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