Wacholderbeeren finden
Wacholderbeeren stehen meist im Gewürzregal gut sortierter Supermärkte, in Gewürzläden oder auf Wochenmärkten. Gemahlener Wacholder ist eine mögliche Alternative, bringt aber weniger klar erkennbare Gewürznoten in die Soße.
Brandenburgischer Schmorbraten
Kräftiger märkischer Sauerbraten aus Rindfleisch mit würziger Essigbeize, langsam geschmorter Soße, Kartoffelklößen und weich geschmortem Rotkohl.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Märkische Sauerbraten steht für ein kräftiges Rinderschmorgericht mit würziger Essigbeize und langsam gekochter Soße. Das Fleisch zieht zwei bis drei Tage mit Wurzelgemüse und Gewürzen durch, bevor es behutsam geschmort wird. Dazu kommen selbst gemachte Kartoffelklöße und aromatischer Rotkohl.
Der Braten ist zart und kräftig würzig, die Soße sämig mit ausgewogener Säure. Die Kartoffelklöße sind weich und kompakt mit gerösteten Brotwürfeln im Kern, während der Rotkohl süß-säuerlich und weich geschmort auf den Teller kommt.
Schritt für Schritt
Zwiebeln, Möhren und Sellerie grob würfeln. Essig, Wasser, Salz, Lorbeer, Wacholder, Nelken, Pfeffer und PimentPiment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus getrockneten Beeren mit Noten von Nelke, Muskat, Zimt und Pfeffer. in einem Topf aufkochen. Das Gemüse hineingeben und die Beize vollständig abkühlen lassen. Mit dem Rinderbraten in eine verschließbare Schüssel geben; das Fleisch sollte möglichst bedeckt sein. Zugedeckt 48 bis 72 Stunden im Kühlschrank marinieren und täglich wenden.
Wichtig: Fleisch und Beize während der gesamten Marinierzeit durchgehend gekühlt aufbewahren.
Am Zubereitungstag das Fleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Gemüse und Gewürze abgießen, die Beize auffangen und die Gewürze entfernen. Butterschmalz in einem schweren Bräter erhitzen und den Braten rundum kräftig anbraten. Das abgetropfte Gemüse dazugeben und einige Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Der Braten ist rundum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet.
Wichtig: Rohes Fleisch und gegarte Zutaten mit sauberem beziehungsweise getrenntem Küchenwerkzeug handhaben.
Tomatenmark und braunen Zucker einrühren. Die aufgefangene Beize und die Rinderbrühe angießen. Den Bräter mit Deckel in den auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizten Backofen stellen. Den Braten etwa 2½ bis 3 Stunden schmoren und nach der Hälfte der Zeit wenden. Er ist fertig, wenn sich das Fleisch leicht mit einer Gabel einstechen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Während der Braten schmort, den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohl fein schneiden. Apfel und Zwiebel schälen und würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Apfel darin andünsten und den Rotkohl hinzufügen. Apfelsaft, Rotweinessig, Zucker, Nelken, Lorbeer und etwas Salz einrühren. Den Rotkohl zugedeckt 45 bis 60 Minuten bei kleiner Hitze weich schmoren und gelegentlich umrühren. Vor dem Servieren Nelken und Lorbeer entfernen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich geschmort und lässt sich leicht mit der Gabel teilen.
Für die Kartoffelklöße 700 g KartoffelnKartoffelstärke ist ein feines Stärkepulver aus Kartoffelknollen, das Flüssigkeiten bindet und Speisen verdickt. schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die übrigen 500 g Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem sauberen Tuch kräftig ausdrücken. Die Flüssigkeit zehn Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig abgießen und die abgesetzte Kartoffelstärke auffangen.
Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffelstücke sind weich; aus der rohen Kartoffelmasse ist Stärke abgesetzt.
Das altbackene Brötchen klein würfeln und in der Butter goldbraun rösten. Gekochte Kartoffeln, rohe Kartoffelraspel, aufgefangene Kartoffelstärke, Kartoffelstärke, Ei, Salz und Muskat zu einem formbaren Teig vermengen. Aus der Masse acht Klöße formen und jeweils einige Brotwürfel in die Mitte geben. Die Klöße sorgfältig verschließen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und die Klöße lassen sich geschlossen rollen.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und die Klöße vorsichtig hineingeben. Sie sollen nur leicht ziehen und nicht sprudelnd kochen. Je nach Größe 15 bis 20 Minuten garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
Daran erkennst du es: Die Klöße schwimmen an der Oberfläche und sind durchgehend fest.
Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und abgedeckt ruhen lassen. Die Schmorflüssigkeit mit dem Gemüse fein pürieren. Mehl mit kaltem Wasser glatt rühren, in die kochende Soße geben und etwa fünf Minuten unter Rühren köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf einem kleinen Spritzer Rotweinessig abschmecken. Den Braten quer zur Faser aufschneiden und mit Soße, Kartoffelklößen und Rotkohl servieren.
Daran erkennst du es: Die Soße ist gebunden und glatt, der Braten lässt sich quer zur Faser schneiden.
Gut zu wissen
Wacholderbeeren stehen meist im Gewürzregal gut sortierter Supermärkte, in Gewürzläden oder auf Wochenmärkten. Gemahlener Wacholder ist eine mögliche Alternative, bringt aber weniger klar erkennbare Gewürznoten in die Soße.
Ganze Pimentkörner gibt es im Gewürzregal und im Fachhandel. Zur Not kann eine kleine Prise gemahlener Piment verwendet werden; das Aroma wird dann etwas gleichmäßiger und weniger rund.
Die Flüssigkeit der rohen Kartoffelraspel zehn Minuten stehen lassen und das Wasser vorsichtig abgießen. Die abgesetzte Stärke wird anschließend in den Kloßteig gegeben.
Die Soße erhält eine gleichmäßigere und weniger klar erkennbare Wacholdernote.
Anstelle der ganzen Wacholderbeeren vorsichtig dosieren und nach Möglichkeit durch ein feines Sieb oder sorgfältiges Pürieren in die Soße integrieren.
Das Aroma wird gleichmäßiger und etwas weniger rund.
Den gemahlenen Piment sparsam zur Beize geben, da er sich nicht wie ganze Körner wieder entfernen lässt.
Das Anbrataroma bleibt erhalten, der buttrige Geschmack des Butterschmalzes entfällt.
Ein hitzebeständiges Pflanzenöl in derselben Menge verwenden.
Die Beize vor dem Einlegen des Fleisches vollständig abkühlen lassen.
Falls das Fleisch bereits in warmer Beize liegt, sofort herausnehmen, Beize abkühlen lassen und das Fleisch gekühlt aufbewahren.
Das Fleisch vor dem Anbraten sorgfältig mit Küchenpapier oder einem sauberen Tuch trocknen.
Die Flüssigkeit abgießen, den Bräter wieder erhitzen und das Fleisch portionsweise nachbräunen.
Die Hitze nach dem Aufkochen reduzieren und die Klöße vorsichtig einsetzen und verschließen.
Die restlichen Klöße nur noch sanft ziehen lassen und beim Servieren vorsichtig aus dem Topf heben.
Mehl und kaltes Wasser glatt verrühren und die Soße anschließend etwa fünf Minuten unter Rühren köcheln lassen.
Eine kleine zusätzliche Menge Mehl mit kaltem Wasser glatt rühren und portionsweise einarbeiten.
Erst nach dem Binden abschmecken und den zusätzlichen Essig nur tropfenweise ergänzen.
Die Soße mit etwas Brühe oder Wasser verdünnen und bei Bedarf mit einer kleinen Menge Zucker ausbalancieren.
Die Kartoffelklöße können durch separat gekochte Salzkartoffeln ersetzt werden.
Die Rinderbrühe kann durch Gemüsebrühe ersetzt werden; der Braten bleibt dennoch ein Rindergericht.
Die Beize und das marinierte Fleisch können bis zu 72 Stunden im Voraus vorbereitet werden. Den fertig geschmorten Braten am besten erst am Serviertag aufschneiden.
Reste von Braten, Soße, Klößen und Rotkohl nach dem Abkühlen getrennt oder gemeinsam abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Gegarte Reste nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Kartoffelklöße und gebundene Soße können nach dem Einfrieren an Qualität und Konsistenz verlieren.
Häufig gefragt
Der Rinderbraten mariniert zugedeckt 48 bis 72 Stunden im Kühlschrank. Wende ihn währenddessen täglich.
Aus der angegebenen Kartoffelmasse werden acht Kartoffelklöße geformt.
Häufig sind sprudelnd kochendes Wasser, ein zu feuchter Teig oder nicht sorgfältig verschlossene Klöße die Ursache. Die Klöße sollten nur leicht ziehen und vollständig verschlossen sein.
Ja. Die redaktionelle Grundlage nennt Salzkartoffeln als mögliche Alternative zu Kartoffelklößen. Dafür die Klöße-Zutaten und die entsprechenden Arbeitsschritte weglassen und Kartoffeln separat in Salzwasser garen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …