Makrelen-Steckerlfisch mit bayerischem Kartoffelsalat

Bayerischer Grillklassiker

Ganze, marinierte Makrelen werden auf Holzstäben über indirekter Grillhitze gegart und mit einem lauwarmen bayerischen Kartoffelsalat mit Brühe, Radieschen, Gurke und MajoranEin mildes, süßlich-holziges Küchenkraut, das besonders deftige Speisen abrundet. serviert.

Zum Rezept
Makrelen-Steckerlfisch mit bayerischem Kartoffelsalat
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 13 Std. 10 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Kochen in Flüssigkeit
Verzehrkontext Abendmahlzeit
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die salzige Kräutermarinade würzt die Makrelen durch die lange Marinierzeit bis ins Innere und ergänzt den kräftigen Eigengeschmack des Fisches.
  • Indirekte Grillhitze verhindert zu starke direkte Hitze und lässt die Haut gleichmäßig knusprig werden, während das Fleisch saftig bleibt.
  • Der lauwarme Kartoffelsalat bringt mit Brühe, Essig, Senf, Radieschen und Gurke Frische und Säure als Ausgleich zur öligen Makrele.

Makrelen-Steckerlfisch verbindet kräftige Kräuter, rauchige Röstaromen und knusprige Haut. Die ganze Makrele wird am Stab langsam über indirekter Glut gegart und bleibt dabei saftig. Dazu kommt ein lauwarmer bayerischer Kartoffelsalat mit Brühe, Radieschen, Gurke und frischem Majoran – bodenständig, würzig und ideal für einen Grillabend.

Die Makrelen haben eine goldbraune, knusprige Haut und saftiges, aromatisches Fleisch mit Majoran-, Fenchel- und Wacholdernoten. Der Kartoffelsalat ist lauwarm, würzig und leicht säuerlich, mit weichen Kartoffeln, knackigen Radieschen und frischer Gurke.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Marinade und Marinierzeit

  1. Marinade ansetzen

    Wasser, Salz, Lorbeerblätter, Fenchelsaat und Wacholderbeeren in einem Topf erwärmen, bis sich das Salz löst. Die Flüssigkeit vollständig abkühlen lassen und anschließend durch ein Sieb abseihen. Sonnenblumenöl, Zitronensaft, Paprikapulver, Knoblauch, Majoran, Petersilie, Honig und schwarzen Pfeffer einrühren.

    • Die Marinade vor dem Kontakt mit dem Fisch vollständig abkühlen lassen.
    • Die Gewürze nach dem Abseihen nicht mit in die Marinierform geben.

    Wichtig: Rohe Fischzutaten erst in die vollständig abgekühlte Marinade geben.

  2. Makrelen marinieren

    Makrelen kalt abspülen und sorgfältig trocken tupfen. Die Haut auf beiden Seiten drei- bis viermal schräg einschneiden. Die Fische in die Marinade legen, abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

    12 Stunden
    • Die Einschnitte helfen, die Haut gleichmäßig zu garen und die Marinade besser aufzunehmen.
    • Die Fische vollständig mit Marinade benetzen und abgedeckt kalt stellen.

    Wichtig: Die Fische während der gesamten Marinierzeit gekühlt und abgedeckt aufbewahren.

Bayerischer Kartoffelsalat

  1. Kartoffeln garen und marinieren

    Kartoffeln mit Schale in Salzwasser etwa 15–20 Minuten gar kochen. Noch warm schälen und in feine Scheiben schneiden. Die warme Gemüsebrühe mit Senf, Weinessig, Zucker, etwas Salz und Pfeffer verrühren und über die Kartoffeln geben.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer leicht einstechen, zerfallen aber nicht.

    • Die Kartoffeln noch warm schneiden und mit der warmen Brühe übergießen, damit sie das Dressing aufnehmen.
    • Die Kartoffelscheiben vorsichtig behandeln, damit sie nicht zerfallen.
  2. Salat fertigstellen

    Die Zwiebel fein würfeln und unterheben. Den Salat 15 Minuten ziehen lassen, dann das Sonnenblumenöl einarbeiten. Radieschen und Gurke in dünne Scheiben schneiden, Majoran abzupfen und den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Alles vorsichtig unter den Kartoffelsalat mischen und nochmals abschmecken. Während der Fisch grillt, den Salat bei Bedarf lauwarm halten.

    15 Minuten
    • Das Öl erst nach der Ziehzeit unterheben, damit Brühe und Säure zunächst gut in die Kartoffeln einziehen.
    • Radieschen und Gurke erst kurz vor dem Servieren untermischen, damit sie knackig bleiben.

Makrelen grillen und servieren

  1. Grill und Fische vorbereiten

    Den Grill für indirekte mittlere bis kräftige Hitze vorbereiten. Die Fische aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Je einen Holzstab vom Maul aus möglichst dicht entlang der Wirbelsäule bis kurz vor den Schwanz schieben oder die Fische in passende Halterungen klemmen.

    • Die Fische vor dem Grillen gut trocken tupfen, damit die Haut besser bräunt.
    • Die Holzstäbe möglichst dicht an der Wirbelsäule führen, damit die Fische stabil bleiben.

    Wichtig: Für den Grill nur unbehandelte, lebensmittelechte Holzstäbe verwenden.

  2. Makrelen grillen

    Die Makrelen mit etwa 20 cm Abstand über die Glut hängen und dabei die stärkste direkte Hitze vermeiden. Die Fische 20–30 Minuten grillen, alle fünf bis sieben Minuten vorsichtig drehen und bei Bedarf mit etwas Öl bepinseln. Die Haut soll knusprig und goldbraun sein; der Fisch ist gar, wenn sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist knusprig und goldbraun, und die Rückenflosse lässt sich leicht herausziehen.

    • Die Fische regelmäßig und vorsichtig drehen, damit sie nicht anhaften oder auseinanderfallen.
    • Während des Grillens den Kartoffelsalat fertig durchheben und bei Bedarf abschmecken.

    Wichtig: Rohe Marinade, die mit dem Fisch in Kontakt war, nicht ungekocht erneut zum Bepinseln verwenden.

  3. Servieren

    Den Kartoffelsalat nochmals vorsichtig durchheben und lauwarm mit den gegrillten Makrelen servieren.

    • Die Makrelen direkt nach dem Grillen servieren, solange die Haut noch knusprig ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einhalten: Die Makrelen sollten die vollen 12 Stunden in der abgekühlten Marinade ziehen, damit die Kräuter- und Gewürzaromen ausreichend einziehen.
  • Indirekte Grillhitze: Die Fische nicht direkt über die stärkste Glut hängen. Die räumliche Trennung von der direkten Hitze schützt die Haut vor zu schnellem Verbrennen und hält das Fleisch saftig.
  • Kartoffelsalat lauwarm servieren: Der Kartoffelsalat nimmt Brühe und Säure besonders gut auf, solange die Kartoffeln noch warm sind. Radieschen und Gurke sorgen anschließend für Frische und Biss.

Zutatenwissen

Makrelen einkaufen

Ganze küchenfertige Makrelen sind an gut sortierten Fischtheken, beim Fischhändler oder auf größeren Wochenmärkten erhältlich.

Frischer oder getrockneter Majoran

Frischer Majoran ist meist im Kräutertopf, auf dem Wochenmarkt oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Getrockneter Majoran schmeckt konzentrierter und kann in einer passenden Variante verwendet werden.

Sinnvolle Alternativen

Ganze Forellen

Die Forellen schmecken milder und etwas weniger kräftig als Makrelen.

Die küchenfertigen Forellen auf dieselbe Weise marinieren, auf Holzstäbe stecken oder in Fischhalter klemmen und indirekt grillen. Die Garzeit an die Größe der Fische anpassen.

Getrockneter Majoran

Das Aroma wird konzentrierter und weniger frisch.

Getrockneten Majoran sparsam dosieren und zusammen mit den trockenen Gewürzen einrühren beziehungsweise über den Kartoffelsalat geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Marinade wird warm über den Fisch gegossen.

Die Marinade vollständig abkühlen lassen, bevor die Makrelen hineingelegt werden.

Falls der Fisch nur kurz mit lauwarmer Marinade in Kontakt war, sofort abdecken und gründlich kühlen; bei deutlich warmer Marinade die Marinade verwerfen und eine neue kalte Marinade ansetzen.

Die Haut verbrennt, während das Fischfleisch noch nicht gar ist.

Die Fische mit Abstand über indirekter Hitze grillen und regelmäßig drehen.

Die Fische in eine kühlere Zone umhängen und bei niedrigerer Hitze fertig garen.

Der Kartoffelsalat wirkt trocken und nimmt das Dressing nicht gut auf.

Warme Kartoffeln mit warmer Brühe übergießen und das Öl erst nach der Ziehzeit einarbeiten.

Etwas warme Gemüsebrühe und Weinessig vorsichtig unterheben und den Salat kurz ziehen lassen.

Die Makrelen fallen beim Drehen auseinander.

Die Stäbe dicht an der Wirbelsäule führen, passende Halter verwenden und die Fische vorsichtig mit einer Grillzange drehen.

Fischstücke in einer Grillschale bei indirekter Hitze fertig garen und anschließend mit dem Kartoffelsalat servieren.

Varianten

Steckerlfisch mit Forelle

Eine mildere Variante mit ganzen Forellen statt Makrelen.

Servieren und kombinieren

  • Für den Grillabend: Die Makrelen direkt vom Grill mit dem lauwarmen Kartoffelsalat servieren. Der säuerlich-würzige Salat bildet einen frischen Ausgleich zur kräftigen, öligen Makrele.
  • Als rustikales Fischgericht: Die ganzen Fische auf einer großen Platte mit dem Kartoffelsalat anrichten und direkt am Tisch portionieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Marinade kann vorbereitet und die Makrelen bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden. Den Kartoffelsalat am besten am Tag des Servierens zubereiten.

Einfrieren

Das Einfrieren ist für die gegrillten Makrelen und den Kartoffelsalat nicht näher beschrieben; die Qualität von Haut und Kartoffelsalat kann leiden.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Makrele ist als Fischzutat ausdrücklich enthalten.
  • Senf: enthält · Mittelscharfer Senf ist Bestandteil des Kartoffelsalat-Dressings.

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit rohem Fisch: Rohe Makrelen getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten, während der Marinierzeit gekühlt aufbewahren und Arbeitsflächen sowie Geräte danach gründlich reinigen.
  • Garzustand: Die Makrelen vollständig garen. Die Haut soll knusprig und goldbraun sein, und die Rückenflosse soll sich leicht herausziehen lassen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Makrele Forelle verwenden?

Ja. Ganze Forellen schmecken milder und etwas weniger kräftig. Sie können auf dieselbe Weise mariniert und indirekt gegrillt werden; die Garzeit richtet sich nach ihrer Größe.

Kann ich getrockneten Majoran verwenden?

Ja. Getrockneter Majoran schmeckt konzentrierter. Verwende ihn daher sparsam, etwa 1 TL statt der angegebenen frischen Majoranmenge.

Was kann ich verwenden, wenn ich keine Holzstäbe habe?

Passende Fischhalter für den Grill sind eine geeignete Alternative. Wenn Holzstäbe verwendet werden, sollten sie unbehandelt und lebensmittelecht sein.

Aus unserer Küche

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