Wildschweinfleisch einkaufen
Wildschweinfleisch ist bei regionalen Wildbrethändlern, in Metzgereien mit Wildabteilung oder über örtliche Jägerschaften erhältlich. Rehschulter ist eine mildere und magerere Alternative.
Wildbraten aus Baden-Württemberg
Zarter Wildschweinbraten mit kräftiger Steinpilzsoße, handgemachten Spätzle und fruchtigem Rotkohl.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Wildschweinbraten mit Steinpilzsoße, Spätzle und Rotkohl verbindet langsam geschmortes Wild mit einem aromatischen Fond aus gerösteten Knochen, Wurzelgemüse, Rotwein und Gewürzen. SteinpilzeBeliebter Wildpilz mit festem Fleisch und nussigem Aroma, der zu den Röhrlingen gehört. geben der Soße Tiefe, während Spätzle und Rotkohl die herzhafte Tellerkombination abrunden.
Der Braten ist zart und würzig, die Soße dunkel, vollmundig und erdig mit deutlicher Steinpilznote. Dazu kommen weiche, leicht muskatige Spätzle und saftig-fruchtiger Rotkohl mit feiner Säure.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Steinpilze mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten quellen lassen. Anschließend durch ein feines Sieb abgießen und das Einweichwasser auffangen.
Den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Wildknochen mit 1 EL des Rapsöls oder Butterschmalzes in einem Bräter verteilen und etwa 25 Minuten kräftig rösten.
Daran erkennst du es: Die Knochen sind kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Herausnehmen des heißen Bräters Ofenhandschuhe verwenden.
Die Hälfte von Möhren, Zwiebeln, Lauch und Sellerie grob würfeln. Das Gemüse in einem großen Topf mit dem restlichen Öl anrösten. 1 EL Tomatenmark einrühren, kurz mitrösten und mit 100 ml Rotwein ablöschen. Den Wein fast vollständig einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und der Wein weitgehend eingekocht.
Die gerösteten Knochen, die angedrückte Knoblauchzehe, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Nelken, Paprikapulver und Muskatnuss zum Gemüse geben. Mit 1,5 l Wasser auffüllen und den Fond bei kleiner Hitze etwa 2 Stunden leise köcheln lassen. Danach durch ein Sieb gießen und den Fond auffangen.
Daran erkennst du es: Der Fond ist aromatisch und leicht konzentriert.
Wichtig: Heißen Fond vorsichtig durch das Sieb gießen.
Das WildschweinfleischAromatisches, meist dunkelrotes Wildbret vom Wildschwein mit festerer Struktur als gewöhnliches Schweinefleisch. trocken tupfen, rundum salzen und pfeffern. In einem Schmortopf im verbliebenen Öl von allen Seiten kräftig anbraten. Das restliche gewürfelte Gemüse dazugeben und 5 Minuten mitrösten. Das übrige Tomatenmark einrühren, mit dem restlichen Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet.
Wichtig: Rohes Wildfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
700 ml Wildfond angießen, den Topf abdecken und den Braten im Backofen bei 160 °C Ober- und Unterhitze etwa 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden 15 Minuten schmoren. Das Fleisch ist fertig, wenn es weich ist und im Kern mindestens 70 °C für 2 Minuten erreicht. Den Braten anschließend 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und erreicht im Kern mindestens 70 °C für 2 Minuten.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen; nach dem Garen 10 Minuten ruhen lassen.
Das Fleisch aus dem Topf nehmen. Den Schmorfond mit dem Gemüse pürieren und durch ein Sieb streichen. Die eingeweichten Steinpilze grob hacken und zusammen mit dem gefilterten Einweichwasser zur Soße geben. Alles 10 Minuten einkochen lassen, die Sahne einrühren und mit einer Mischung aus Speisestärke und kaltem Wasser leicht binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist leicht gebunden und überzieht den Löffel dünn.
Die äußeren Blätter entfernen, den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl fein schneiden. Die Zwiebel würfeln, die Äpfel schälen und grob raspeln.
Öl oder Butterschmalz in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin glasig dünsten und den Zucker kurz karamellisieren lassen. Rotkohl und Äpfel dazugeben. Mit Rotwein, Wasser und Rotweinessig ablöschen. Zimtstange und Nelken hinzufügen, salzen und den Rotkohl zugedeckt bei kleiner Hitze 75 bis 90 Minuten weich schmoren. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser ergänzen. Vor dem Servieren die Gewürze entfernen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht zerfallen, und süß-säuerlich abgeschmeckt.
Wichtig: Den Topf beim Öffnen vorsichtig öffnen, da heißer Dampf austritt.
Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskatnuss zu einem zähen Teig verrühren. Den Teig mit einem Kochlöffel kräftig schlagen, bis er Blasen wirft, und 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh und wirft beim Schlagen Blasen.
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Den Spätzleteig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder einen Spätzlehobel ins Wasser geben. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, mit einem Schaumlöffel herausheben und kurz in kaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle steigen an die Oberfläche und sind elastisch.
Wichtig: Vorsicht vor spritzendem kochendem Wasser.
Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die Spätzle darin erwärmen. Den Wildschweinbraten in Scheiben schneiden und in der Steinpilzsoße kurz heiß werden lassen. Mit Spätzle und Rotkohl servieren.
Daran erkennst du es: Spätzle und Fleisch sind vollständig heiß.
Wichtig: Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Gut zu wissen
Wildschweinfleisch ist bei regionalen Wildbrethändlern, in Metzgereien mit Wildabteilung oder über örtliche Jägerschaften erhältlich. Rehschulter ist eine mildere und magerere Alternative.
Wildknochen sind bei Wildbrethändlern und manchen Metzgereien auf Bestellung erhältlich. Rinderknochen können ersatzweise verwendet werden, ergeben aber einen kräftigeren und weniger wildaromatischen Fond.
Getrocknete Steinpilze sind in gut sortierten Supermärkten, auf Wochenmärkten und im Feinkosthandel erhältlich. Frische oder tiefgekühlte Steinpilze benötigen kein Einweichwasser und schmecken etwas feiner.
Das Fleisch schmeckt milder und ist meist magerer.
Rehschulter wie das Wildschweinfleisch anbraten und schmoren; die Garprobe über Weichheit und Kerntemperatur durchführen.
Der Fond wird kräftiger und weniger wildaromatisch.
Die Rinderknochen ebenso rösten und für den Fond verwenden.
Das Pilzaroma wirkt feiner; Einweichwasser entfällt.
Die Pilze direkt zur Soße geben und die Soße bei Bedarf mit etwas zusätzlichem Wildfond abschmecken.
Knochen und Gemüse deutlich bräunen und den Fond leise, aber ausreichend lange köcheln lassen.
Die Soße länger einkochen lassen und anschließend mit der angerührten Speisestärke leicht binden.
Den Bräter abdecken, die Flüssigkeit kontrollieren und die Kerntemperatur sowie die Weichheit prüfen.
Das Fleisch in der Soße bei niedriger Hitze noch etwas nachziehen lassen und dünn aufschneiden.
Einen zähen Teig schlagen und die Spätzle portionsweise in sprudelnd kochendes Wasser geben.
Etwas Mehl unter den Teig schlagen und vor der nächsten Portion erneut prüfen.
Den Zucker nur kurz karamellisieren und den Rotweinessig vollständig einarbeiten.
Mit etwas Rotweinessig nachwürzen und kurz weiter schmoren.
Die Spätzle werden durch Salzkartoffeln oder Kartoffelklöße ersetzt.
Die Soße wird ohne Sahne zubereitet und mit Fond sowie Speisestärke gebunden.
Frische Steinpilze ersetzen die getrockneten Pilze und werden direkt in die fertige Soße gegeben.
Wildfond und Rotkohl können am Vortag zubereitet werden. Den Braten ebenfalls vorgaren, rasch abkühlen, gekühlt aufbewahren und am nächsten Tag in der Soße langsam erhitzen. Spätzle möglichst frisch zubereiten.
Braten, Soße und Rotkohl getrennt oder zusammen rasch abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Spätzle abgedeckt separat lagern.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Geeignet sind Schulter, Hals oder Keule. Wichtig ist ein ausreichend großes Stück, das sich zum langsamen Schmoren eignet.
Ja. Salzkartoffeln oder Kartoffelklöße passen ebenfalls sehr gut zur Steinpilzsoße und zum Rotkohl.
Ja. Frische oder tiefgekühlte Steinpilze können direkt in die Soße gegeben werden; das Einweichwasser entfällt.
Ja. Der Fond lässt sich vorbereiten und bis zur weiteren Verwendung gekühlt aufbewahren.
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