Bittermandel-Aroma
Bittermandel-Aroma gibt der Klumpfüllung eine feine Marzipannote. Es kann weggelassen werden, dann schmeckt die Füllung milder.
Festtagsbraten, niedersächsische Art
Festlicher Gänsebraten für 6 Personen mit buttriger Klumpfüllung aus Semmelbröseln, Mandeln, KorinthenKorinthen sind kleine, kernlose und meist dunkel gefärbte getrocknete Weintrauben. und Eiern. Dazu werden Rotkohl, Kartoffelklöße und eine kräftige Soße aus dem Bratensatz serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese niedersächsisch geprägte Festtagsvariante verbindet knusprig gebratene Gans mit einer charakteristischen Klumpfüllung, in der Butter, Mandeln, Korinthen und Bittermandel-AromaBittermandelaroma ist ein konzentriertes Lebensmittelaroma mit dem typischen Duft und Geschmack von Bittermandeln. süße und herzhafte Noten vereinen. Rotkohl, Kartoffelklöße und die aus dem Bräteransatz gekochte Soße machen daraus ein vollständiges Festessen.
Die Gans duftet kräftig und würzig, die Haut wird goldbraun und knusprig. Die Klumpfüllung ist buttrig, weich und leicht körnig mit süßen Korinthen, nussigen Mandeln und feiner Zitronennote. Rotkohl schmeckt fruchtig-säuerlich, die Klöße mild und locker, die Soße vollmundig und herzhaft.
Schritt für Schritt
Die Gans innen und außen kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Hals und Innereien herausnehmen und für die Soße beiseitelegen. Überschüssiges Fett aus der Bauchhöhle entfernen. Die Gans innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Die Butter im kleinen Topf schmelzen und kurz abkühlen lassen. Eier, Semmelbrösel, Mandeln, Korinthen, Zucker, Bittermandel-Aroma, Zitronenabrieb und die kleine Prise Salz in der Rührschüssel vermengen. Die flüssige Butter unterarbeiten und die Füllung 10 Minuten quellen lassen.
Die Füllung locker in die Bauchhöhle geben, damit sie sich beim Garen ausdehnen kann. Die Öffnung mit Holzspießen verschließen und die Keulen mit Küchengarn zusammenbinden.
Wichtig: Die rohe gefüllte Gans bis zum direkten Beginn des Garens kühl halten.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lauch grob schneiden und mit Lorbeer, Pfefferkörnern, Majoran, Hals und Innereien in den großen Bräter geben. Wasser und Geflügelfond angießen. Die Gans mit der Brustseite nach unten auf das Gitter über dem Bräter setzen.
Die Gans zunächst 60 Minuten braten. Danach vorsichtig wenden und weitere 2½ bis 3 Stunden garen. Währenddessen mehrmals mit dem Bratensaft übergießen und bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen. Die Gans ist fertig, wenn die dickste Stelle der Keule mindestens 80 °C erreicht. Für eine besonders knusprige Haut die Temperatur in den letzten 15 bis 20 Minuten auf 220 °C erhöhen. Die fertige Gans mindestens 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle der Keule erreicht mindestens 80 °C und die Haut ist goldbraun und knusprig.
Wichtig: Geflügel erst tranchieren und servieren, wenn die angegebene Kerntemperatur erreicht ist.
Den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohl fein schneiden. Äpfel und Zwiebel schälen und würfeln. Gänsefett oder ButterFür den Rotkohl kann Gänsefett aus dem Bräter verwendet werden. in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Zucker darin leicht karamellisieren lassen. Rotkohl und Äpfel hinzufügen, mit Apfelsaft und Apfelessig ablöschen und Lorbeer, Nelken, Zimt und Salz dazugeben. Den Rotkohl zugedeckt 60 bis 75 Minuten bei kleiner Hitze schmoren und gelegentlich umrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht zerfallen, und die Flüssigkeit ist aromatisch eingekocht.
Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Masse vollständig abkühlen lassen. Kartoffelstärke, Eier, Salz und Muskatnuss gründlich unterarbeiten und daraus 12 gleich große Klöße formen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht durchstechen; die abgekühlte Masse lässt sich zu formstabilen Klößen formen.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen und anschließend nur leicht sieden lassen. Die Klöße hineingeben und 15 bis 18 Minuten gar ziehen lassen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 5 Minuten weitergaren. Butter in einer Pfanne schmelzen, Semmelbrösel darin goldbraun rösten und die Bröselbutter über die Klöße geben.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und sind nach der zusätzlichen Garzeit formstabil.
Die Gans aus dem Bräter nehmen und ruhen lassen. Den Bratensatz durch ein Sieb gießen und das Fett abschöpfen. Etwa 2 EL des abgeschöpften Gänsefetts in einem Topf erhitzen, 2 EL Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Nach und nach etwa 600 ml Bratensaft unter ständigem Rühren angießen und die Soße 8 bis 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt, leicht gebunden und schmeckt kräftig abgeschmeckt.
Die Gans tranchieren und die Klumpfüllung in Scheiben schneiden. Gänsefleisch mit Füllung, Rotkohl, Kartoffelklößen und Bratensoße servieren.
Gut zu wissen
Bittermandel-Aroma gibt der Klumpfüllung eine feine Marzipannote. Es kann weggelassen werden, dann schmeckt die Füllung milder.
Korinthen liegen meist bei Rosinen und anderem Trockenobst. Rosinen sind eine passende Alternative, machen die Füllung aber etwas süßer und weniger fein säuerlich.
Für den Rotkohl kann Gänsefett aus dem Bräter verwendet werden. Butter ist die im Rezept vorgesehene Alternative.
Die Füllung schmeckt milder und weniger marzipanartig.
Das Bittermandel-Aroma einfach nicht zu den übrigen Füllungszutaten geben.
Die Füllung wird etwas süßer und weniger fein säuerlich.
Rosinen in gleicher Menge verwenden und wie die Korinthen unter die Füllung mischen.
Der Rotkohl bleibt aromatisch, schmeckt aber weniger nach Gans.
Die Butter anstelle des Gänsefetts zum Karamellisieren von Zwiebel und Zucker erhitzen.
Die Füllung nur locker einfüllen und ausreichend Platz zum Ausdehnen lassen.
Die Gans länger garen und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Keule sowie den Garzustand der Füllung prüfen.
Die Gans gründlich trocken tupfen und die Temperatur in den letzten 15 bis 20 Minuten auf 220 °C erhöhen.
Die Gans kurz weiter bei hoher Temperatur bräunen und dabei aufmerksam beobachten.
Die Kartoffelmasse vollständig abkühlen lassen und die Klöße nur in leicht siedendem Wasser gar ziehen lassen.
Die restliche Masse mit etwas zusätzlicher Kartoffelstärke nacharbeiten und zunächst einen Probekloß garen.
Den Bratensaft nach und nach unter ständigem Rühren angießen.
Die Soße durch ein feines Sieb streichen und anschließend erneut kurz köcheln lassen.
Eine zurückhaltendere Füllung, bei der die nussigen und fruchtigen Aromen stärker im Vordergrund stehen.
Rosinen ersetzen die Korinthen und machen die Füllung süßer und etwas weniger fein säuerlich.
Rotkohl kann am Vortag gekocht und gekühlt aufbewahrt werden. Die Füllungszutaten können abgewogen werden; die rohe Füllung und die gefüllte Gans erst unmittelbar vor dem Braten zusammenstellen und bis dahin kühl halten.
Reste zügig abkühlen lassen, getrennt verpacken und im Kühlschrank aufbewahren. Fleisch und Füllung möglichst vom Knochen lösen, damit sie gleichmäßig abkühlen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Tranchiertes Gänsefleisch und Füllung portionsweise luftdicht verpacken. Rotkohl und Soße separat einfrieren; Kartoffelklöße möglichst frisch zubereiten, da ihre Konsistenz beim Einfrieren leiden kann.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend vollständig erhitzen.
Die Haut verliert nach dem Einfrieren an Knusprigkeit; Fleisch und Füllung profitieren vom Aufwärmen in etwas Soße.
Häufig gefragt
Nach 60 Minuten Brustseite nach unten wird die Gans gewendet und weitere 2½ bis 3 Stunden gegart. Die genaue Dauer hängt von Gewicht und Ofen ab; entscheidend ist, dass die dickste Stelle der Keule mindestens 80 °C erreicht.
Die Klumpfüllung dehnt sich beim Garen aus. Wird sie zu dicht eingefüllt, gart sie schlechter durch und kann die Bauchhöhle überfüllen.
Ja. Der Rotkohl kann vorab geschmort, gekühlt aufbewahrt und vor dem Servieren langsam wieder erwärmt werden.
Ja. Ohne Bittermandel-Aroma schmeckt die Füllung milder; Mandeln, Korinthen, Butter und Zitronenabrieb bleiben trotzdem aromatisch.
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