Altbier ersetzen
Dunkles Bier ist eine mögliche Alternative; es schmeckt meist weniger herb-malzig als Altbier.
Wildgericht · Altbiersoße
Zarter, in Altbier und Fond geschmorter Wildschweinkamm mit einer süß-würzigen Spekulatius-Rübenkraut-Soße. Dazu gibt es acht Kartoffelklöße mit gerösteter Brötchenfüllung und geschmorten Rotkohl.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Wildschweinkamm schmort langsam mit Suppengrün und Gewürzen, bis er weich und durchgegart ist. Währenddessen lassen sich Rotkohl und Kartoffelklöße zubereiten. Altbier, Rübenkraut und Gewürzspekulatius geben der kräftigen Soße ihre malzige, süß-würzige Note.
Der Braten ist zart und herzhaft, die Soße dunkel, malzig und sanft süß-würzig. Die Kartoffelklöße sind weich mit geröstetem Brötchenkern; der Rotkohl schmeckt fruchtig und leicht säuerlich.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Suppengrün putzen und würfeln. Den Wildschweinkamm trocken tupfen, rundum mit Senf einreiben und mit dem abgemessenen Salz und Pfeffer würzen.
Öl und Butter im ofenfesten Bräter erhitzen. Den Kamm rundherum kräftig anbraten und kurz herausnehmen. Das Suppengrün im Bräter etwa 5 Minuten anrösten, dann das Fleisch wieder hineinlegen.
Daran erkennst du es: Der Braten ist rundherum kräftig gebräunt; das Gemüse ist angeröstet.
Altbier und Fond angießen, Lorbeer, Piment und Nelken dazugeben. Den Bräter zudecken und den Braten 2 bis 2½ Stunden im Ofen schmoren. Währenddessen ein- bis zweimal wenden. Falls der Fond stark einkocht, etwas Wasser oder Fond nachgießen. Während der Braten schmort, mit Rotkohl und Klößen fortfahren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und vollständig durchgegart.
Wichtig: Das Wildschweinfleisch vollständig durchgaren.
Den Braten aus dem Bräter nehmen und zugedeckt etwa 10 Minuten ruhen lassen. Den Schmorfond durch ein Sieb in einen Topf gießen und einige Minuten einkochen. Spekulatiuskrümel einrühren und kurz köcheln lassen, bis die Soße bindet. Rübenkraut nach und nach einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist gebunden und nach Geschmack abgeschmeckt.
Während der Braten im Ofen ist, Zwiebel und Apfel schälen und würfeln. Rotkohl fein schneiden. Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Apfel kurz andünsten. Rotkohl, Essig, Wasser, Lorbeer, Nelken und Zucker zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 40 bis 50 Minuten schmoren und gelegentlich umrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich geschmort und schmeckt ausgewogen säuerlich und süß.
500 g Kartoffeln schälen und in Salzwasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und fein zerstampfen. Das Brötchen würfeln und in der Butter rundherum goldbraun rösten. Die übrigen 500 g Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem sauberen Tuch kräftig ausdrücken.
Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffeln lassen sich fein zerstampfen; die geriebenen Kartoffeln sind kräftig ausgedrückt.
Gekochte und rohe Kartoffeln mit Ei, Kartoffelstärke und dem abgemessenen Salz verkneten. Aus der Masse acht Klöße formen und jeweils einige geröstete Brötchenwürfel in die Mitte geben.
Daran erkennst du es: Die Masse hält beim Formen zusammen; die Brötchenwürfel sind in der Mitte eingeschlossen.
Die Klöße in siedendem, nicht sprudelnd kochendem Salzwasser etwa 20 Minuten gar ziehen lassen. Wenn sie an die Oberfläche steigen, noch einige Minuten ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind durchgegart und an die Oberfläche gestiegen; anschließend noch einige Minuten ziehen lassen.
Den Braten in Scheiben schneiden und mit der Soße, den Kartoffelklößen und dem Rotkohl servieren.
Gut zu wissen
Dunkles Bier ist eine mögliche Alternative; es schmeckt meist weniger herb-malzig als Altbier.
Rübenkraut wird auch Zuckerrübensirup genannt und steht häufig bei Honig und Brotaufstrichen oder im Backregal.
Einfache Spekulatius können mit einer kleinen Prise Zimt und Nelke ähnlich gewürzt werden.
Die Soße schmeckt meist weniger herb-malzig als mit Altbier.
Altbier in gleicher Menge durch dunkles Bier ersetzen.
Die Soße erhält eine ähnliche, aber je nach Gebäck leicht abweichende Würze.
Die Spekulatius fein zerkrümeln und wie im Rezept einrühren.
Die Klöße in siedendem, nicht sprudelnd kochendem Wasser gar ziehen lassen.
Die restlichen Klöße bei geringerer Hitze fertig gar ziehen lassen.
Rübenkraut nach und nach einrühren und zwischendurch abschmecken.
Mit etwas Fond und einer kleinen Menge Pfeffer neu ausbalancieren.
Den Bräter zudecken und den Fond während der Schmorzeit kontrollieren.
Etwas Wasser oder Fond nachgießen.
Häufig gefragt
Ja. Dunkles Bier ist eine mögliche Alternative, schmeckt aber meist weniger herb-malzig.
Den Schmorfond vor dem Einkochen durch ein Sieb passieren. Anschließend Spekulatius einrühren und mit Rübenkraut nach Geschmack abschmecken.
Einfache Spekulatius mit einer kleinen Prise Zimt und Nelke geben eine ähnliche Würze.
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