Wildfond ersetzen
Falls kein Wildfond erhältlich ist, kann kräftige Rinderbrühe verwendet werden. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger wildtypisch.
Wildgericht aus der Pfalz
Zarte Rehkeule wird mit Wurzelgemüse, Rotwein, WildfondWildfond ist eine kräftige Grundbrühe aus Wildknochen oder Wildabschnitten, die als Basis für Saucen, Suppen und Schmorgerichte dient. und Wacholder geschmort und anschließend mit Sahne und Johannisbeergelee zu einer cremigen Sauce vollendet. Rotkohl und Kartoffelklöße ergänzen den kräftigen Sonntagsbraten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser Rehbraten verbindet aromatisches Wildfleisch mit Wacholder, Rotwein und geröstetem Wurzelgemüse. Dazu passen fruchtiger Rotkohl, Kartoffelklöße und Preiselbeeren – eine festliche, bodenständige Kombination für vier Personen.
Der Rehbraten ist zart und würzig, die Wacholderrahmsauce cremig mit fruchtiger Tiefe. Der Rotkohl schmeckt säuerlich-süß, während die Kartoffelklöße weich und mild die kräftige Sauce aufnehmen.
Schritt für Schritt
Für den Rotkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl fein schneiden. Apfel und Zwiebel schälen und würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, die Zwiebel glasig dünsten und den Rotkohl kurz mitdünsten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und der Rotkohl leicht zusammengefallen.
Apfel, Apfelessig, Apfelsaft, Wasser, Zucker, Nelken, Lorbeerblatt und Salz zum Rotkohl geben. Alles aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze 50 bis 60 Minuten schmoren. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf einen kleinen Schluck Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber noch leicht bissfest und saftig.
Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Masse vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht durch die Kartoffeln.
Wichtig: Beim Abgießen und Pellen vorsichtig mit heißem Wasser und Dampf umgehen.
Ei, Kartoffelstärke, Salz und Muskat unter die abgekühlte Kartoffelmasse kneten. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen 8 Klöße formen. In einem großen Topf Salzwasser aufkochen, die Hitze reduzieren und die Klöße 15 bis 18 Minuten im nur leicht siedenden Wasser gar ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und noch einige Minuten ziehen konnten.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und bleiben stabil.
Wichtig: Die Klöße vorsichtig in das heiße Wasser geben.
Die Rehkeule trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln, Möhren und Sellerie schälen und grob würfeln.
Wichtig: Rohes Wildfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Butterschmalz in einem ofenfesten Bräter erhitzen und die Rehkeule rundherum kräftig anbraten. Das Fleisch anschließend herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Anbraten kann heißes Fett spritzen.
Das Wurzelgemüse im Bräter etwa 5 Minuten anrösten. Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Mit Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit kurz einkochen lassen. Wildfond, Lorbeerblätter, WacholderbeerenAromatische, harzig-würzige Beerenzapfen zum Würzen deftiger Speisen. und Thymian dazugeben.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und der Rotwein kurz eingekocht.
Die Rehkeule wieder in den Bräter legen. Den Bräter abdecken und den Braten im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 90 Minuten schmoren. Nach der Hälfte der Garzeit wenden und mit etwas Sauce übergießen. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht einstechen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht einstechen.
Wichtig: Den heißen Bräter nur mit geeigneten Topfhandschuhen anfassen.
Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Lorbeerblätter und Thymian entfernen. Die Sauce mit dem Gemüse fein pürieren oder durch ein Sieb streichen, Sahne und Johannisbeergelee einrühren und die Sauce bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten cremig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig gebunden und haftet leicht am Löffel.
Die Rehkeule in dünne Scheiben schneiden und mit Wacholderrahmsauce, Rotkohl, Kartoffelklößen und Preiselbeeren servieren.
Gut zu wissen
Falls kein Wildfond erhältlich ist, kann kräftige Rinderbrühe verwendet werden. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger wildtypisch.
Wacholder prägt die Sauce deutlich. Die Beeren leicht andrücken, damit sie Aroma abgeben, und vor dem Servieren wieder entfernen.
Preiselbeeren bringen fruchtige Süße und Säure zum kräftigen Wildgeschmack und werden erst beim Servieren dazu gereicht.
Die Sauce bleibt kräftig, schmeckt aber weniger wildtypisch.
Den Wildfond im gleichen Volumen durch kräftige Rinderbrühe ersetzen und die Sauce am Ende sorgfältig abschmecken.
Die Rehkeule gründlich trocken tupfen und den Bräter mit dem Butterschmalz vollständig erhitzen.
Die Flüssigkeit abgießen oder verdampfen lassen und das Fleisch portionsweise nachbräunen.
Die Kartoffelmasse vollständig abkühlen lassen und die Klöße nur in leicht siedendem Wasser gar ziehen lassen.
Etwas zusätzliche Kartoffelstärke unterarbeiten, sofern der Teig noch nicht gegart ist.
Die Sauce nach dem Pürieren bei mittlerer Hitze cremig einkochen lassen.
Die Sauce ohne Deckel etwas länger einkochen lassen.
Zwischendurch umrühren und bei Bedarf einen kleinen Schluck Wasser ergänzen.
Etwas Wasser zugeben und den Rotkohl zugedeckt bei kleiner Hitze weitergaren.
Eine alltagstaugliche Variante mit kräftiger Rinderbrühe statt Wildfond.
Der Rehbraten kann statt mit Kartoffelklößen auch mit einer anderen sättigenden Beilage serviert werden.
Braten, Sauce, Rotkohl und Klöße nach dem Abkühlen getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Kartoffelklöße können nach dem Einfrieren an Qualität und Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Kräftige Rinderbrühe kann im gleichen Volumen verwendet werden. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger wildtypisch.
Der Rehbraten schmort bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 90 Minuten. Wende die Rehkeule nach der Hälfte der Garzeit und übergieße sie mit etwas Sauce. Sie ist fertig, wenn sie sich leicht einstechen lässt.
Die abgekühlte Kartoffelmasse lässt sich besser mit Ei und Kartoffelstärke vermengen und bleibt beim Formen stabiler.
Ja. Der Rotkohl kann während der Schmorzeit des Rehbratens zugedeckt bei kleiner Hitze weitergaren.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …