Pulsnitzer Soßenpfefferkuchen
Der fein gewürzte, wenig süße Pfefferkuchen wird zerbröselt in die dunkle Soße eingerührt. Als Ersatz eignet sich milder Soßenlebkuchen; die Soße wird dann etwas würziger-süß.
Sächsische Festtagsküche
Ein sächsischer Festtagsteller aus langsam geschmortem Sauerbraten, Vogtländischen Grünen Klößen mit gerösteter Brotfüllung, dunkler Pfefferkuchensoße und fruchtigem Apfelrotkohl.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Vogtländische Grüne Klöße mit Sauerbraten: Rohe und gekochte Kartoffeln verbinden sich zu einer charakteristischen Kloßmasse, in deren Mitte geröstete Brötchenwürfel sitzen. Dazu kommen ein über viele Stunden marinierter und anschließend geschmorter Rinderbraten, eine dunkle Soße mit Pulsnitzer SoßenpfefferkuchenDer fein gewürzte, wenig süße Pfefferkuchen wird zerbröselt in die dunkle Soße eingerührt. und fruchtig-säuerlicher Apfelrotkohl.
Der Braten ist zart und kräftig aromatisch, die Soße dunkel, würzig und leicht süßlich. Die Klöße sind außen kompakt und innen weich mit gerösteter Brotfüllung; der Apfelrotkohl ergänzt das Gericht mit fruchtiger Säure und angenehmer Süße.
Schritt für Schritt
Wasser mit grob geschnittenen Zwiebeln, Möhren und Sellerie, Lorbeer, Wacholder, Piment, Pfeffer, Nelken, Senfkörnern, Zucker und Salz aufkochen. Den Sud vollständig abkühlen lassen, Rotweinessig und Rotwein einrühren und das Fleisch hineinlegen. Abgedeckt 36 bis 48 Stunden im Kühlschrank marinieren und gelegentlich wenden.
Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Das Fleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Beize durch ein Sieb gießen und auffangen, das Gemüse beiseitelegen. Das Öl in einem schweren Bräter erhitzen und das Fleisch rundum kräftig anbraten. Das Beizgemüse und das Tomatenmark kurz mitrösten, dann Beize und Rinderfond angießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum kräftig gebräunt; das Tomatenmark duftet geröstet, aber nicht verbrannt.
Den Bräter abdecken und den Sauerbraten im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Ober- und Unterhitze etwa 2,5 bis 3 Stunden schmoren. Das Fleisch nach etwa der Hälfte der Zeit wenden. Es ist fertig, wenn sich eine Gabel leicht hineinstechen lässt.
Daran erkennst du es: Eine Gabel lässt sich leicht in das Fleisch stechen.
Den Kohl fein schneiden, die Zwiebel würfeln und den Apfel schälen und klein schneiden. Butter oder Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Apfel darin anschwitzen, den Rotkohl dazugeben und mit Apfelsaft, Apfelessig, Zucker, Lorbeer, Nelken und Salz würzen. Zugedeckt bei niedriger Hitze 45 bis 60 Minuten schmoren und gelegentlich umrühren. Diese Arbeit kann während des Schmorens des Sauerbratens erfolgen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht vollständig zerfallen, und die Flüssigkeit ist aromatisch eingekocht.
Die Kartoffeln zum Kochen mit Schale in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten garen. Abgießen, etwas ausdampfen lassen, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Brötchen würfeln und in der Butter goldbraun rösten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel einstechen; die Brötchenwürfel sind goldbraun.
Die rohen Kartoffeln fein reiben und in einem sauberen Tuch oder Kloßsack kräftig ausdrücken. Die Flüssigkeit zehn Minuten stehen lassen, vorsichtig abgießen und die abgesetzte KartoffelstärkeKartoffelstärke ist ein feines Stärkepulver aus Kartoffelknollen, das Flüssigkeiten bindet und Speisen verdickt. zurückbehalten. Die rohe Kartoffelmasse mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen, die aufgefangene Stärke und das Salz einarbeiten und anschließend die gekochten Kartoffeln unterheben. Falls die Masse zu weich ist, etwas Kartoffelstärke ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und hält zusammen, ohne flüssig zu wirken.
Wichtig: Mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten, um Verbrühungen zu vermeiden.
Aus der Kartoffelmasse mit nassen Händen acht Klöße formen und jeweils einige geröstete Brötchenwürfel in die Mitte geben. Die Klöße bis zum Kochen des Wassers kühl und abgedeckt bereithalten.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind geschlossen und behalten ihre runde Form.
Das Salzwasser in einem breiten Topf aufkochen. Die Klöße vorsichtig hineingleiten lassen, die Hitze sofort reduzieren und sie bei etwa 85 bis 90 °C 20 bis 25 Minuten ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen. Wenn die Klöße an die Oberfläche steigen und sich fest anfühlen, sind sie gar.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und fühlen sich fest an.
Wichtig: Die Klöße vorsichtig in das heiße Wasser gleiten lassen, um Spritzer und Verbrühungen zu vermeiden.
Den Sauerbraten aus dem Bräter nehmen und abgedeckt ruhen lassen. Die Soße durch ein Sieb gießen, zurück in den Bräter geben und den zerbröselten Soßenpfefferkuchen einrühren. Die Soße fünf Minuten sanft köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf einem kleinen Schuss Essig abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist leicht gebunden und schmeckt ausgewogen säuerlich, würzig und mild süßlich.
Den Sauerbraten in Scheiben schneiden und mit den Grünen Klößen, Apfelrotkohl und reichlich Soße servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich in saubere, zarte Scheiben schneiden.
Gut zu wissen
Der fein gewürzte, wenig süße Pfefferkuchen wird zerbröselt in die dunkle Soße eingerührt. Als Ersatz eignet sich milder Soßenlebkuchen; die Soße wird dann etwas würziger-süß.
Die aus dem Kartoffelwasser abgesetzte Stärke zuerst zurückbehalten. Zusätzliche Kartoffelstärke nur einarbeiten, wenn die Kloßmasse zu weich bleibt.
Mehligkochende Kartoffeln liefern ausreichend Stärke und unterstützen eine formbare Kloßmasse.
Die Soße wird etwas würziger und süßer, bleibt aber gebunden.
Den Soßenlebkuchen wie den Soßenpfefferkuchen zerbröseln und in die durchgesiebte Soße einrühren.
Der Rotkohl schmeckt etwas leichter und erhält weniger milchige Rundung.
Das Rapsöl zum Anschwitzen von Zwiebel und Apfel verwenden.
Den Sud vor Zugabe von Essig und Wein vollständig abkühlen lassen.
Wenn das Fleisch noch nicht lange im warmen Sud lag, den Sud sofort kühlen und das Fleisch anschließend durchgehend im Kühlschrank marinieren.
Das Fleisch vor dem Anbraten gründlich trocken tupfen.
Das Fleisch kurz herausnehmen, trocken tupfen und den Anbratvorgang bei ausreichend hoher Hitze fortsetzen.
Die Hitze nach dem Einlegen reduzieren und die Masse bei Bedarf mit Kartoffelstärke korrigieren.
Bei noch nicht gegarten Klößen die Hitze weiter reduzieren und einen Probekloß prüfen; die restliche Masse gegebenenfalls vorsichtig nachbinden.
Den Pfefferkuchen portionsweise einrühren und erst danach abschmecken.
Mit einem kleinen Schuss Essig und bei Bedarf etwas Fond ausbalancieren.
Die Klöße werden pur geformt und ohne geröstete Brötchenwürfel in der Mitte gegart.
Das Fleisch kann 36 bis 48 Stunden vor dem Garen in der Beize mariniert werden. Sauerbraten und Rotkohl lassen sich außerdem vollständig vorgaren und zum Servieren vorsichtig wieder erwärmen; die Klöße möglichst frisch zubereiten.
Sauerbraten, Soße und Rotkohl getrennt oder gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Die Klöße nach Möglichkeit frisch servieren und Reste ebenfalls gekühlt lagern.
Gekochte Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Mangels ausgearbeiteter Einfrier- und Auftauanleitung wird keine Einfrierempfehlung für das vollständige Gericht gegeben.
Häufig gefragt
Die Beize sollte 36 bis 48 Stunden im Kühlschrank einwirken. Das Fleisch gelegentlich wenden und während der gesamten Zeit abgedeckt kühlen.
Ja. Die gerösteten Brötchenwürfel können weggelassen werden; die Klöße werden dann pur geformt und wie beschrieben in Salzwasser gezogen.
Milder Soßenlebkuchen eignet sich als Ersatz. Die Soße wird dadurch etwas würziger und süßer.
Stark sprudelndes Wasser kann die empfindliche Kartoffelmasse aufreißen. Nach dem Einlegen die Hitze reduzieren und die Klöße nur bei etwa 85 bis 90 °C ziehen lassen.
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