Printen für die Sauce
Aachener Kräuterprinten geben der Sauce ihre würzige Note. Unglasierte Lebkuchen können sie ersetzen; die Sauce wird dadurch milder und weniger kräuterwürzig.
Süß-säuerlicher Rinderschmorbraten
Mürbe geschmorte Rinderschulter aus einer würzigen Rotwein-Essig-Beize, serviert mit süß-säuerlicher Printensauce, Rotkohl und Kartoffelklößen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Eine kräftige Rotwein-Essig-Beize gibt der Rinderschulter ihr würziges Aroma, während langsames Schmoren sie zart macht. Rosinen, Rübenkraut und Aachener Kräuterprinten runden die Sauce süß-säuerlich ab. Dazu kommen geschmorter Rotkohl und Kartoffelklöße mit gerösteten Brotwürfeln.
Das zarte, saftige Rindfleisch trifft auf eine dunkle, sämige Sauce mit würziger Printennote und süß-säuerlichem Geschmack. Rotkohl bringt Fruchtigkeit und leichte Säure, die Klöße sind weich und enthalten knusprige Brotwürfel.
Schritt für Schritt
Rotwein, Rotweinessig und Wasser in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Möhre und Sellerie grob würfeln und mit Lorbeer, Wacholder, Pfefferkörnern, Nelken und Senfkörnern dazugeben. Einmal aufkochen lassen und die Beize vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Beize ist vollständig abgekühlt, bevor das Fleisch hineingelegt wird.
Wichtig: Das Fleisch erst in die vollständig abgekühlte Beize legen.
Die Rinderschulter in eine nichtreaktive Schüssel legen und mit der kalten Beize übergießen. Abdecken und 2 bis 3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen; einmal täglich wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum von Beize umgeben und während der gesamten Beizzeit gekühlt.
Wichtig: Fleisch abgedeckt im Kühlschrank beizen und rohe Fleischsäfte von verzehrfertigen Lebensmitteln fernhalten.
Das Fleisch aus der Beize nehmen und sorgfältig trocken tupfen. Beize durch ein Sieb gießen und Flüssigkeit sowie Gemüse getrennt auffangen. Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Butterschmalz im Bräter erhitzen und das Fleisch rundum kräftig anbraten; herausnehmen. Beizgemüse im Bräter einige Minuten rösten, Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Rinderbrühe und Beize angießen, das Fleisch zurück in den Bräter legen und zugedeckt etwa 2,5 bis 3 Stunden schmoren. Nach der Hälfte der Zeit wenden.
Daran erkennst du es: Der Braten lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Während der Braten noch ungefähr eine Stunde schmort, den Rotkohl fein schneiden, die Zwiebel würfeln und den Apfel grob reiben. Butter in einem Topf schmelzen und Zwiebel und Apfel kurz anschwitzen. Rotkohl, Apfelessig, Apfelsaft, Lorbeerblatt, Nelken, Zucker sowie etwas Salz und Pfeffer dazugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze 50 bis 60 Minuten schmoren und gelegentlich umrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich und die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen.
Kartoffeln schälen und in Salzwasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken. Etwas abkühlen lassen, dann Ei, Kartoffelstärke, Salz und Muskatnuss zügig unterarbeiten. Brotwürfel in Butter rundum goldbraun rösten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich; die Brotwürfel sind rundum goldbraun.
Aus der Kartoffelmasse acht Klöße formen und jeweils einige Brotwürfel in die Mitte geben. In leicht siedendem Salzwasser etwa 18 bis 20 Minuten gar ziehen lassen; das Wasser soll nicht stark kochen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind durchgegart und behalten beim Garen ihre Form.
Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und abgedeckt warm halten. Sauce durch ein Sieb in einen Topf gießen und aufkochen. Printen, Rosinen und Rübenkraut einrühren und bei kleiner Hitze 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und die Printen sind eingerührt.
Den Braten in Scheiben schneiden und mit Printensauce, Rotkohl und Kartoffelklößen servieren.
Gut zu wissen
Aachener Kräuterprinten geben der Sauce ihre würzige Note. Unglasierte Lebkuchen können sie ersetzen; die Sauce wird dadurch milder und weniger kräuterwürzig.
Apfeldicksaft kann Rübenkraut ersetzen und macht die Sauce etwas fruchtiger.
Die Sauce wird milder und weniger kräuterwürzig.
Unglasierte Lebkuchen zerbröseln und wie die Printen in die Sauce einrühren.
Die Sauce erhält eine etwas fruchtigere Note.
Apfeldicksaft anstelle des Rübenkrauts in die Sauce geben.
Die Beize vor dem Einlegen vollständig abkühlen lassen.
Fleisch herausnehmen, die Beize vollständig abkühlen lassen und erst dann wieder zusammen im Kühlschrank ziehen lassen.
Die Klöße in leicht siedendem Wasser 18 bis 20 Minuten gar ziehen lassen.
Die Hitze reduzieren und die übrigen Klöße vorsichtig weiter gar ziehen lassen.
Zugedeckt schmoren und nach der Hälfte der Zeit wenden; die Garprobe mit der Gabel entscheidet.
Mit geschlossenem Deckel weiter schmoren und zwischendurch erneut prüfen.
Unglasierte Lebkuchen geben der Sauce eine mildere, weniger kräuterwürzige Note.
Apfeldicksaft ersetzt Rübenkraut und bringt eine etwas fruchtigere Note in die Sauce.
Die Beize kann vorbereitet und vollständig abgekühlt werden. Das Fleisch darin abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen; einmal täglich wenden.
Häufig gefragt
Das Fleisch zieht abgedeckt 2 bis 3 Tage in der vollständig abgekühlten Beize im Kühlschrank. Wende es einmal täglich.
Nach etwa 2,5 bis 3 Stunden sollte sich das Fleisch leicht mit einer Gabel einstechen lassen. Falls es noch fest ist, schmort es weiter, bis diese Garprobe passt.
Unglasierte Lebkuchen sind eine Alternative. Damit wird die Sauce milder und weniger kräuterwürzig.
Ja. Apfeldicksaft kann es ersetzen und macht die Sauce etwas fruchtiger.
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